2. Fußball-Bundesliga

Karlsruher SC hatte doch zu viel Respekt

Autor: 
Hans Falsehr
Lesezeit 3 Minuten
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25. August 2019

KSC-Trainer Alois Schwartz. ©GES

Die Revanche für die verlorene Relegation im Jahr 2015 ging daneben. Der Karlsruher SC unterlag am Sonntag im Zweitliga-Duell dem Hamburger SV mit 2:4.

Erst in der zweiten Halbzeit lieferte der Karlsruher SC dem Favoriten Hamburger SV eine leidenschaftliche Auseinandersetzung. Da war es aber im Grunde schon zu spät. Denn die Hanseaten führten zur Pause schon 2:0. Nach dem Seitenwechsel zog die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking sogar auf 3:0 davon und ließ sich auch durch zwei KSC-Tore nicht mehr vom Erfolgskurs abbringen. Mit dem 4:2 in der Nachspielzeit löschten der HSV endgültig alle Karlsruher Hoffnungen.

 "Begleitschutz"
»Wir haben in den ersten 45 Minuten zu viel Begleitschutz gegeben«, umschrieb KSC-Trainer Alois Schwartz den zu großen Respekt seiner Mannschaft vor dem HSV. Trotzdem sprach er seiner Mannschaft ein Kompliment aus, »dass sie nach dem 0:3 noch einmal zurückgekommen ist.«
Deshalb war Hamburgs Trainer Dieter Hecking auch nur mit den ersten 65 Minuten zufrieden: »Da habe ich ein überragendes Spiel meiner Mannschaft gesehen. Nach dem 3:0 haben wir zu nachlässig agiert.«

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Die Hanseaten waren auf jeder Position fußballerisch besser besetzt und verstanden es auch, diese individuelle Überlegenheit in eine geschlossene Mannschaftsleitung umzusetzen. Noch keine Viertelstunde war gespielt, als der Karlsruher Lukas Fröde an der Torauslinie sehr ungestüm gegen Tim Leibold zur Sache ging und Schiedsrichter Sören Storks auf Elfmeter für den HSV entschied. Lukas Hinterseer verlud KSC-Keeper Benjamin Uphoff und es stand 1:0 für den Favoriten (16.). Knapp 20 Minuten später brachten die Karlsruher den Ball nicht aus der Gefahrenzone, der fiel etwa zehn Meter vor dem Kasten Sonny Kittel vor die Füße und es stand 2:0 für Hamburg (34.). 

Später Aufwind
Der KSC kam zwar auch in Tornähe, aber nicht erfolgversprechend. Die Hamburger Pausenführung war verdient.
Auch nach Seitenwechsel war der HSV immer einen Schritt voraus – auch gedanklich. Sonst wäre den Badenern vielleicht in der 46. Minute, nach der einzigen nennenswerten Aktion von Lukas Grozurek der Anschlusstreffer gelungen. Größer waren jedoch die Hamburger Möglichkeiten durch Tim Leibold (52.) und Lukas Hinterseer (53.), ein drittes Tor zu erzielen. Das machte dann aber in der 67. Minute Kittel, und die Partie schien gelaufen zu sein.

Daniel Gordon jedoch stellte nach einer Ecke per Kopf den 1:3-Anschlusstreffer her (76.), und der KSC bekam noch einmal Luft. Mit einer Fußabwehr gegen Marc Lorenz verhinderte der HSV-Keeper zunächst noch das 2:3 (83.). Aber in der 88. Minute musste Daniel Heuer Fernandes zum zweiten Mal hinter sich greifen. Burak Camoglu hatte geflankt, Marvin Pourié per Kopf verlängert und Philipp Hofmann am zweiten Pfosten eingenetzt. Die Aufholjagd aber hatte Kraft gekostet. Darunter litt die Genauigkeit im Spiel des KSC – und zurücklaufen konnte kaum noch einer. Deshalb machte der HSV mit einem Konter durch Jairo Samperio Bustara in der Nachspielzeit das 4:2 (90.+1).

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