2. Fußball-Bundesliga

Karlsruher SC macht die 40 Punkte voll

Autor: 
Hans Falsehr
Lesezeit 3 Minuten
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07. März 2021

Der Karlsruher Kyoung-rok Choi (l.) und Paulis Guido Burgstaller schauen auf den Ball. ©dpa

Mit dem 0:0 gegen den FC St. Pauli hat Fußball-Zweitligist Karlsruher SC das Saisonziel von 40 Punkten erreicht. Trainer Christian Eichner hat bereits eine neue Marke ausgegeben.

Als letztendlich „gerechtes Unentschieden“ bezeichneten beide Trainer das 0:0 zwischen dem Karlsruher SC und dem FC St. Pauli in der 2. Fußbal-Bundesliga und gaben sich mit der Punkteteilung zufrieden. Damit beendeten die Badener die Erfolgsserie der zuvor fünfmal siegreichen Hanseaten. Die Wildparkprofis ihrerseits konnten Tabellenplatz fünf verteidigen und haben jetzt endlich „die Vier davor“, wie Christian Eichner sagte, also das ursprüngliche Saisonziel von 40 Zählern erreicht. Der KSC-Coach hatte aber schon vor dem 24. Spieltag den Klassenerhalt als erfolgt abgehakt und gemeinsam mit seinen Spielern 50 Punkte als neue Zielgröße definiert.
„St. Paulis Entwicklung ging in den letzten Wochen und Monaten stetig nach oben“, formulierte Eichner seinen Respekt vor allem vor der Offensive des FCSP. „Wir waren darauf gefasst, welche Züge im vorderen Bereich von St. Pauli abfahren.“ Gemeint waren speziell die schnellen Angreifer Guido Burgstaller (acht Tore), Omar Marmoush (vier) und Daniel-Kofi Kyereh (sieben). „Abgesehen von ein, zwei Möglichkeiten, die der Gegner pro Halbzeit hatte“, habe der KSC aber gut verteidigt. Und wenn St. Pauli zum Abschluss kam, war auf Karlsruhes Torhüter Marius Gersbeck Verlass.
Zum Beispiel schon in der siebten Minute. Nach einem langen Ball von links entwischte Burgstaller der Karlsruher Innenverteidigung und konnte erst in letzter Sekunde von Christoph Kobald geblockt werden. Mit dem Abpraller kam Kyereh dann zwar frei zum Schuss – aber Gersbeck bewahrte sein Team vor einem frühen Rückstand.
Kurz darauf hatte auf der Gegenseite dann Marvin Wanitzek eine gute Schusschance, verzog von halb links kommen aber total (9.). Im Grunde genommen war’s das dann schon mit Torszenen in den ersten 45 Minuten. Denn anschließend spielte sich die Auseinandersetzung vorwiegend zwischen Strafräumen ab.

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Gondorf muss pausieren

In einem der vielen Zweikämpfe handelte sich KSC-Kapitän Jerôme Gondorf seine zehnte Gelbe Karte in dieser Saison ein (27.) und ist für das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen Eintracht Braunschweig gesperrt.  „In der ersten Halbzeit war mir unsere Spiel im vorderen Bereich zu unsauber“, grantelte Eichner nach dem Abpfiff. „Deswegen sind wir auch kaum vor des Gegners Hütte aufgetaucht.“
St. Pauli hätte auch nach dem Seitenwechsel in Führung gehen können. Doch auch Rico Benatelli fand in Gersbeck seinen Meister (57.). Auf der Gegenseite verhinderte dann aber auch Gästekeeper Dejan Stojanovic gegen Benjamin Goller das 1:0 für den KSC (60.).
Trotzdem schien St. Pauli (Trainer Schultz: „Je länger das Spiel dauert, hatten wir gehofft, desto mehr geht die Waage auf unsere Seite“) im weiteren Spielverlauf dem Siegtreffer ein bisschen näher zu kommen, als die Hausherren. Die aber schafften es „die Offensive“ der Hanseaten „zu bändigen“, sagte Gondorf. Und das, was zwei Wochen zuvor, bei der 0:1-Heimniederlage gegen Nürnberg (90.), noch schief gegangen war, (Eichner: „Wenn es und nicht gelingt, ein Tor zu schießen, müssen wir wenigstens 0:0 spielen“) konnten die Gastgeber diesmal verhindern – in erster Linie Dank Gersbeck. „Wir hatten auch heute wieder einen überragenden Torwart“, hob KSC-Stürmer Philipp Hofmann hervor.

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