2. Fußball-Bundesliga

Karlsruher SC nimmt einen Punkt mit

Autor: 
Hans Falsehr
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
23. Oktober 2020

Der Karlsruher Marvin Wanitzek (r.) jubelt mit Marco Thiede über sein Tor zum 1:1. ©dpa

Mit einer vor allem kämpferisch starken Leistung und ab der 75. Minute in Unterzahl machte der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC am Freitagabend einen 0:1-Pausenrückstand in Nürnberg noch wett und entführte mit 1:1 einen verdienten Punkt aus dem Max-Morlock-Stadion.

Trainer Christian Eichner schickte im Max-Morlock-Stadion die Startelf aufs Feld, die am vergangenen Samstag den Grundstein für den 3:0-Erfolg gegen Sandhausen gelegt hatte. Von dem Mut, den er von Schützlingen gefordert hatte, war in den ersten 45 Minuten jedoch nichts zu sehen. Die Gäste waren in erste Linie darauf bedacht, kein Tor zu kassieren. Das sah zunächst auch ganz gut aus. Aber nur eine Viertelstunde lang. Dann zog Nürnbergs Felix Lohemper aus über 20 Metern einfach mal ab und Christoph Kobald fälschte den eigentlich ungefährlichen Schuss so unglücklich ab, dass sich der Ball als Bogenlampe hinter Schlussmann Marius Gersbeck ins Karlsruher Tor senkte (15.).

Zu ungenaue Aktionen

- Anzeige -

Der „Club“ entwickelte anschließend ein optisches Übergewicht, allerdings ohne daraus weitere torgefährliche Szenen zu kreieren. Der KSC hingegen hatte zwei gute Ausgleichschancen. Nach einem klasse vorgetragenen Konter über Philip Heise und Philipp Hofmann zögerte aber Dominik Kother zu lange. Und nach einer halben Stunde vertändelte Kyoung-Rok Choi eine weitere, vielversprechende Szene. Ansonsten spielte der KSC wieder einmal sehr oft hinten herum, sodass die Spieleröffnung an Torwart Gernsbeck hängen blieb. Nürnberg hatte insgesamt die bessere Raumaufteilung, war ball- und passsicherer und brauchte die zweiten Bälle meistens gar nicht erobern, sondern einfach warten, bis der KSC ungenau wurde. Insofern war die knappe Pausenführung der Hausherren durchaus verdient.
Zur zweiten Halbzeit brachte Eichner Marvin Wanitzek für Marco Djuricin und dieser Wechsel zeigte schon wenig später zählbare Wirkung. Nach einer Flanke von rechts von Marco Thiede köpfte Wanitzek den 1:1-Ausgleich (53.). Fortan war der KSC am Drücker und Nürnbergs Trainer Robert Klauß sah sich nach nicht ganz einer Stunde zu einem Dreifachwechsel veranlasst. Die Partie wurde jetzt verbissener geführt, denn Nürnberg wollte den sicher eingeplanten Heimsieg erzwingen und der die Wildparkprofis witterten die Chance, drei Punkte mit nach Hause zu nehmen. 

Gelb-Rot für Kother

Diese Hoffnungen erhielten in der 75. Minute einen herben Dämpfer. Denn der kurz zuvor (69.) schon verwarnte Dominik Kother sah die Gelb-Rote Karte. „Schade“, meinte Philipp Hofmann, „zu elft wäre es noch einmal eine spannende Sache geworden, denn wir waren gut im Spiel.“ Eichner aber wechselte nicht defensiv, sondern ersetzte Choi durch Benjamin Goller (78.) und später noch Hofmann durch Malik Batmaz.
So ergab sich sogar noch eine Siegchance für den KSC. Nach einer Flanke von Wanitzek köpfte Jerôme Gondorf aber vorbei (87.). In der vierminütigen Nachspielzeit hätte der FCN die Partie auf seine Seite ziehen können. Aber auch Nikola Dovedan köpfte eine Flanke von Tim Handwerker über das Tor (90.+4).

Weitere Artikel aus der Kategorie: Lokalsport

Nicht wie sonst im Winter unter dem Hallendach, sondern im Sommer auf dem Rasen werden die Offenburger Fußball-Stadtmeister ermittelt.
vor 44 Minuten
Fußball
Da der Südbadische Fußball-Verband (SBFV) im Spieljahr 2020/2021 keine Fußballwettbewerbe und Hallenturniere erlaubt, finden die Stadtmeisterschaften der Offenburger Jugend 2021 im Sommer statt.
In die Jahre gekommen: Johannes Vetter und Christina Obergföll im Video.
vor 2 Stunden
Leichtathletik
Christina Obergföll und Johannes Vetter begeistern die Netzgemeinde derzeit mit einer Parodie auf die Videos der deutschen Bundesregierung zu den „Corona-Helden“. Wie es zu dem Dreh kam – und welche ernste Botschaft dahinter steckt.
Der Appenweierer Justin Kunz (r.) holte seine erste Trophäe des Jahres 2020.
vor 3 Stunden
Motorsport
Motorsportler Justin Kunz aus Appenweier hat sich sein erstes Podium in der NASCAR Whelen Euro Series (NWES) 2020 gesichert. 
Trainer Lassi Tuovi (r.), Yannis Morin (l.) und Ishmail Wainright (M.) bestreiten mit Straßburg IG am 19. Dezember ihr nächstes Liga-Heimspiel.
vor 6 Stunden
Basketball in Frankreich
Nachdem sich Frankreich immer noch im Lockdown-Modus befindet, hat die Basketball-Liga Jeep Elite Pro A mit dem Verband LNB den Notfall-Spielplan für Dezember herausgegeben. 
Co-Trainer Klaus Stefan sieht beim FV Langenwinkel noch Luft nach oben.
vor 18 Stunden
Fußball-Landesliga
Fußball-Landesligist FV Langenwinkel überwintert nach dem großen Umbruch im Sommer auf Platz acht. Co-Trainer Klaus Stefan sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg. 
Anna-Lena König vom TV Bodersweier kehrte mit Gold und Silber von der DM aus Esslingen zurück.
vor 21 Stunden
Turnen
Anna-Lena König, Turntalent des TV Bodersweier, ist mit einer Gold- und einer Silbermedaille von den deutschen Jugendmeisterschaften aus Esslingen zurückgekehrt.
02.12.2020
Volleyball
Erfolgreicher hätte die zurückliegende Woche für Volleyball-Profi Markus Steuerwald aus Hausach nicht laufen können – nicht nur sportlich.
02.12.2020
Fußball-Kreisliga A Süd
Der FC Kirnbach und Trainer Armin Badke gehen ab sofort getrennte Wege. Das meldete der Tabellendrittletzte der Fußball-Kreisliga A Süd am Dienstag.  
02.12.2020
Handball
„Aufgrund der Corona-Pandemie und weiter hoher Infektionszahlen muss die Wiederaufnahme des Spielbetriebs weiter warten“: Präsidium und Vorstand des Deutschen Handballbunds (DHB) beschlossen einstimmig, dass das Wettkampfgeschehen in der 3. Liga der Männer (mit dem TV Willstätt als Ortenauer...
01.12.2020
Ringen
Zwei Ortenauer Ringer vom ASV Altenheim und ASV Urloffen dürfen sich in Belgrad auf Weltklasse-Niveau mit der Konkurrenz messen.
01.12.2020
Fußball
Aufsteiger SV Niederschopfheim hat sich schnell in seiner neuen sportlichen Umgebung zurechtgefunden. Und der Tabellenzweite der Landesliga begeistert mit attraktivem Offensivfußball.
01.12.2020
Nachruf
Der frühere Handball-Nationalspieler Günter Roth, einst schlitzohriger und technisch äußerst versierter Rückraumspieler, ist im Alter von 76 Jahren einige Wochen nach einer Herzklappen-Operation gestorben.