2. Fußball-Bundesliga

Karlsruher SC schafft dramatisches 2:2 in Bielefeld

Autor: 
Hans Falsehr
Lesezeit 3 Minuten
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06. Dezember 2019

KSC-Trainer Alois Schwartz. ©GES

Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC hat es am Freitagabend tatsächlich geschafft, mit einem dramatischen 2:2 in Bielefeld dem Tabellenführer ein Unentschieden abzuringen.

In der Nachspielzeit ging es zwischen Arminia Bielefeld und dem Karlsruher SC zu wie auf einer Achterbahnfahrt. Die Wildparkprofis konnten eigentlich froh sein, dass es 1:1 stand – und gingen dann sogar mit 2:1 in Führung. Doch mit dem letzten Schuss sicherte sich der Spitzenreiter noch einen verdienten Punkt. 

KSC führt zur Pause
Mit der gleichen Startaufstellung, die eine Woche zuvor den Grundstein zum 4:1-Heimsieg gegen Regensburg gelegt hatte, wollte der KSC auf der Bielefelder Alm nachlegen – und zwar nicht nur einen, sondern nach Möglichkeit drei Zähler mitnehmen. Und nach 45 Minuten waren die Badener auf einem guten Weg. Denn sie führten zur Pause mit 1:0 durch ein Tor – ausgerechnet – des früheren Bielefelders Marc Lorenz (25.).

Mehr vom Spiel und die besseren Chancen hatte in der ersten Halbzeit die Arminia. Der KSC bekam vor allem Marcel Hartel nicht in den Griff. Jedenfalls hatte der Bielefelder Mittelfeldspieler nach etwas mehr als einer Viertelstunde eine gute Möglichkeit, seine Mannschaft in Führung zu schießen, traf aber den Ball nicht richtig (17.). Und drei Minuten später wurde sein Schuss von der Karlsruher Abwehr übers Tor abgefälscht. Aber auch aus insgesamt sieben Eckbällen in Hälfte eins konnten die Ostwestfalen kein Kapital schlagen. Allerdings zischte eine Direktabnahme von Andreas Voglsammer haarscharf am KSC-Kasten vorbei (35.), und ein weiterer Versuch des mit neun Treffern zweitbesten Bielefelder Torschützen war aus der Distanz etwas zu hoch angesetzt (45.+2). Der KSC seinerseits versteckte sich aber nicht und kam vor der Pause selbst zu fünf Ecken, die jedoch alle verpufften. 

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Karlsruhe wehrte sich auch nach dem Seitenwechsel konzentriert und clever gegen ein en Bielefelder Treffer, zog sich dabei aber mehr und mehr den Unmut der Zuschauer zu, die nach einem vermeintlichen Foul von David Pisot an Fabian Klos vergeblich Elfmeter forderten (63.). 

Strittiger Elfmeter
Angestachelt von den Fans, entwickelte Bielefeld mit zunehmender Dauer immer mehr Druck, während der KSC seine wenigen Angriffe zu schlecht vortrug und den Ball schnell wieder abgab. Entlastung für die Karlsruher Abwehr kam so nicht zustande. Und bei einem weiteren Angriff der Arminia zeigte Schiedsrichter Martin Petersen – für alle Spieler, auch die Bielefelder – völlig überraschend auf den Elfmeterpunkt, als Philipp Hofmann im eigenen Strafraum bei einem Kopfballduell rustikal eingestiegen war. Fabian Klos, derzeit bester Zweitligatorjäger, ließ sich diese Chance nicht entgehen, verlud KSC-Keeper Benjamin Uphoff und machte das verdiente 1:1 (81.). 

Jetzt mussten die 500 mitgereisten KSC-Fans natürlich Angst um ihre Mannschaft und den einen Punkt haben. Dann verstolperte der Bielefelder Joakim Nilsson zu Beginn der Nachspielzeit einen Ball und im Gegenzug schoss Marvin Wanitzek das 2:1 für den KSC (90.+1). Doch noch war nicht Schluss: Sekunden vor dem Abpfiff sicherte Simun Edmundsson der Arminia mit dem 2:2 (90.+3) noch einen Punkt.

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