2. Fußball-Bundesliga

Karlsruher SC steigert sich erst spät

Autor: 
Hans Falsehr
Lesezeit 3 Minuten
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27. Mai 2020

Karlsruhes Jerome Gondorf (l.) hält sich hier den Hannoveraner Dominik Kaiser vom Leib. ©dpa

Philipp Hofmann rettete dem Karlsruher SC am Mittwochabend nach Rückstand noch einen ­Punktgewinn in Hannover. In der Schlussphase war sogar der Auswärtssieg möglich.

Lange Zeit sah es am Mittwochabend in Hannover nicht danach aus, als könnte Fußball-Zweitligist Karlsruher SC beim favorisierten Bundesliga-Absteiger punkten. Nachdem Philipp Hofmann (70.) aber die Führung der Hausherren durch deren Kapitän Edgar Prib (47.) egalisiert hatte, waren die Badener dem Sieg und drei Zählern sogar näher als die gastgebenden Niedersachsen. Die Mannschaft von Trainer Christian Eichner blieb also auch im dritten Spiel nach der Corona-Pause ungeschlagen und verdiente sich in ihrem ersten Geister-Auswärtsspiel den 1:1-Teilerfolg letztendlich redlich. 
Überraschend nahm KSC-Trainer Christian gegenüber dem torlosen Unentschieden gegen Bochum drei Tage zuvor zunächst vier Wechsel vor. Christoph Kobald ersetzte den Gelb-gesperrten Lukas Fröde im zentralen, defensiven Mittelfeld. Weil Jerôme Gondorf nach seiner gelben Zwangspause in die Karlsruher Anfangsformation zurückkehrte, musste Alexander Groiß auf der Ersatzbank nehmen. Dirk Carlson lief an Stelle von Damian Roßbach auf, und Marco Djuricin begann rechts offensiv. Deshalb rückte Manuel Stiefler nach rechts hinten und verdrängte Marco Thiede aus der Startelf der Gäste.     

Wenig los in der Anfangsphase

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So aufgestellt spielte der KSC zunächst problemlos mit und war seinen Gastgebern ein ebenbürtiger Gegner. Beide Mannschaften brachten offensiv allerdings nichts auf die Reihe. Benjamin Uphoff im KSC-Kasten und sein Gegenüber Ron-Robert Zieler waren in der ersten, nahezu ereignislosen halben Stunde völlig beschäftigungslos. 
In der 32. Minute aber hatten die Badener mächtig Glück. Nach einem schönen Angriff über links traf Kaiser mit seinem Flachschuss von halbrechts nur den KSC-Pfosten. Und kurz darauf zirkelte Hannovers Kapitän Prib einen Freistoß von rechts mit links nur haarscharf am Gehäuse von Uphoff vorbei (38.).
Die Wildparkprofis ließen den Niedersachsen nun zu viel Luft und Spielraum – vor allem im Mittelfeld. Körperkontakt? Zweikämpfe? Fehlanzeige. Eichners Schützlinge konnten froh sein, mit einem 0:0 in die Pause zu kommen.
Die Gäste hatten auch nach dem Seitenwechsel keinen Zugriff auf die Hausherren. Uphoff konnte einen Kopfball von Timo Hübers gerade noch zur ersten Ecke für Hannover wegklatschen konnte. Den von Dominik Kaiser vor das Tor gebrachten Standard klärte der KSC genau vor die Füße von Prib, der aus 14 Metern völlig frei zum Schuss kam und zum verdienten 1:0 für 96 traf (47.).

Uphoff hält KSC im Spiel

Uphoff war der einzige Gästespieler der Zweitligaformat zeigte und seine Mannschaft zweimal gegen Hendrik Weydandt vor einem höheren Rückstand bewahrte (60./61.). Auch und gerade deshalb konnte Philipp Hofmann, der in der 64. Minute schon eine gute Kopfballchance vergeben hatte, nach einer Flanke von Marvin Wanitzek von rechts per Kopf über Zieler hinweg seinen 13. Saisontreffer und das überraschende 1:1 erzielen (70.). 
Anschließend spielte der KSC sozusagen „Alles oder Nichts“ und Marco Djuricin hatte nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und einem langen Alleingang das 2:1 für die Gäste auf dem Fuß – schoss aber allein vor Zieler links vorbei (79.). Und Änis Ben-Hatira stupfelte in der 87. Minute noch einen Ball an den Pfosten der Hausherren, die also am Ende froh sein konnten, ihr erstes Heimspiel nach der Corona-Pause nicht sogar verloren zu haben.

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