Fußball

Karlsruher SC will sich jetzt verjüngen

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Hans Falsehr/dpa
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29. Juni 2020
KSC-Trainer Christian Eichner (r.) bejubelte am Sonntag mit Sportchef Oliver Kreuzer den Sieg in Fürth und damit den Klassenerhalt.

KSC-Trainer Christian Eichner (r.) bejubelte am Sonntag mit Sportchef Oliver Kreuzer den Sieg in Fürth und damit den Klassenerhalt. ©dpa

Nach dem Klassenerhalt stehen bei Karlsruhe nun die Personalplanungen an und Trainer Christian Eichner vor der Vertragsverlängerung. Insgesamt zehn Verträge laufen aus. 

Nach einer kurzen Nacht ging die Arbeit für Christian Eichner schon wieder weiter. Wenige Stunden nachdem er mit seiner Mannschaft den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga gefeiert hatte, kümmerte sich der Trainer des Karlsruher SC bereits um neue Baustellen. Zunächst standen die Handwerker im eigenen Haushalt auf dem Plan. Danach widmete sich der 37-Jährige den Lehren aus der gerade abgelaufenen Saison und ging die Problemzonen im Kader der Badener an.

„Mehr Tempo und Schnelligkeit“

„Wir haben schnell festgestellt, dass wir mehr Tempo und Schnelligkeit brauchen. Das sind Attribute im heutigen Fußball, die elementar sind“, sagte der KSC-Coach. Der Fußball habe sich weiterentwickelt, sei vor allem athletischer und schneller geworden. „Und dem müssen wir Rechnung tragen“, sagte er. 

„Nie den Glauben verloren“

Dass die Blau-Weißen den Kampf gegen den Abstieg für sich entscheiden konnten, resultierte in Eichners Augen in erster Linie aus den charakterlichen Qualitäten seiner Mannschaft, „und wie sie sich in den vergangenen Wochen präsentiert hat: Sie hat nie den Glauben verloren, sie hat immer versucht, ihr Bestes zu geben, ist immer wieder an ihre Grenzen gegangen.“

Philipp Hofmann Dritter in der Torjägerliste

Als einen der „Männer dieser Saison“, nicht nur aus Karlsruher Sicht, hob der KSC-Coach seinen Mittelstürmer Philipp Hofmann (17 Treffer) hervor, der hinter Bielefelds Fabian Klos (21) und Manuel Schäffler vom SV Wehen (19) Platz drei in der Torjägerliste belegte und auch das Siegtor am Sonntag in Fürth erzielte.

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Feier im privaten Rahmen

Schon in Fürth hatte eine kleine aber feine Gruppe mitgereister KSC-Fans den Klassenerhalt außerhalb des Stadions verfolgt und anschließend ihre „Helden“ lautstark gefeiert. Und bei ihrer Heimkehr in den Karlsruher Wildpark wurde die KSC-Delegation von einer Welle der Begeisterung und Erleichterung überrollt. Anschließend wurde die weitere Zugehörigkeit zum Unterhaus des deutschen Fußballs noch „in privatem Rahmen“, wie Eichner sagte, gefeiert.

Montag noch mal Treffen

Am Montagnachmittag hatte der KSC-Coach, der aller Voraussicht nach in den nächsten Tagen einen Vertrag als Cheftrainer unterschreiben wird, seine Spieler noch einmal einbestellt. Athletik-Trainer Florian Böckler erfasste anhand einiger Werte den körperlichen „Ist-Zustand“ seiner Schützlinge, damit beim Start in die neue Saison Vergleichsmöglichkeiten vorliegen.

Drei, vier Wochen Pause

Da der Saisonbeginn 2020/21 noch nicht feststeht, hat der KSC auch noch keinen Trainingsauftakt terminiert. „Wir werden wohl drei, vier Wochen Pause haben“, meinte Eichner. Für ihn selbst kommt zumindest kein längerer Urlaub infrage. Denn er möchte auf die anstehenden Personalplanungen Einfluss nehmen. 

Zehn Verträge laufen aus

Zehn Verträge laufen aus: Benjamin Uphoff und Mario Schragl (beide Tor), Änis Ben-Hatira, Burak Camoglu, Anton Fink, Daniel Gordon, Lukas Grozurek (ausgeliehen von Sturm Graz), Damian Roßbach, Martin Röser und Manuel Stiefler. Die ausgeliehenen Spieler Malik Batmaz, Tim Kircher und Marvin Pourié kehren in den Wildpark zurück. Trotzdem rechnet Eichner („Ohne mich festzulegen“) zunächst nur mit vier bis sechs Neuverpflichtungen. „Das ist ja ein Puzzle.“
„Wir werden bei der Auswahl der neuen Spieler schon etwas darauf schauen, dass wir die Altersstruktur etwas senken“, kündigte Sportchef Oliver Kreuzer an. 

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