Handball

Keine sportlichen Absteiger in der 3. Handball-Liga

Lesezeit 4 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
13. Januar 2021
Willstätts Handball-Chef Rainer Lusch (6. v. r.) beim Trainings-Auftakt des TVW am Montagabend. Der Trainingsumfang wurde nun reduziert, da nicht vor März gespielt wird.

Willstätts Handball-Chef Rainer Lusch (6. v. r.) beim Trainings-Auftakt des TVW am Montagabend. Der Trainingsumfang wurde nun reduziert, da nicht vor März gespielt wird. ©Rüdiger Rüber

Handball-Drittligist TV Willstätt ist bereit für Höheres. Der DHB plant den Neustart des Spielbetriebs für das erste März-Wochenende. Falls dies nicht möglich ist, sollen nur die Aufsteiger ausgespielt werden.

Unmittelbar vor dem schon lange geplanten Trainingsauftakt im Jahr 2021 der Drittliga-Handballer des TV Willstätt am vergangenen Montagabend gab es am Mittag eine Negativ-Botschaft: Wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen in der Corona-Pandemie hat der Deutsche Handball-Bund (DHB) beschlossen, dass die Aussetzung des Spielbetriebes in der 3. Liga der Männer und Frauen sowie den Jugend-Bundesligen (männlich/weiblich) über den 31. Januar hinaus bis zum 28. Februar verlängert wird. Damit war klar, dass der TV Willstätt, der schon seit November in der Corona-Zwangspause ist, aber aufgrund des Profi-Status der dritten Ligen immerhin trainieren darf, vor März keine Spiele mehr austragen kann. In einer Video-Konferenz aller 64 Drittliga-Vereine am Dienstagabend wurden nun Varianten für den weiteren Spielbetrieb besprochen. Regie bei dieser Online-Besprechung führten DHB-Vizepräsident Carsten Korte und Drittliga-Staffelleiter Andreas Tiemann. DHB-Rechtspflegerin Melanie Prell erläuterte das Hygiene- und Test-Konzept. 

Fruchtbare Sitzung

„Das war eine sehr fruchtbare Sitzung. Man konnte in die anderen Vereine reinhören“, kommentierte Willstätts Handball-Chef Rainer Lusch die eineinhalbstündige Konferenz, bei der betont wurde, dass die Gesundheit aller an erster Stelle steht und alle weiteren DHB-Beschlüsse von den Entscheidungen der Bund-/Länder-Konferenz am 25. Januar sowie von der Entwicklung der Pandemie abhängig sind. 

Der Wunsch des DHB und – laut Rainer Lusch – auch der fast aller Drittliga-Vereine ist es, am ersten März-Wochenende wieder den Spielbetrieb aufzunehmen – vorausgesetzt ein flächendeckender Spielbetrieb mit mindestens 90 Prozent der Mannschaften ist möglich. Anschließend soll die Vorrunde mit einem strengen Hygiene- und Testkonzept zu Ende gespielt werden – möglicherweise mit Spielen unter der Woche. Denn bis Ende Mai müssen alle Spiele gespielt sein, weil viele Drittliga-Vereine Junioren-Spieler in ihren Kadern haben und im Juni eine Junioren-WM geplant ist.

Schnelltests Pflicht

- Anzeige -

Das Hygiene-Konzept, das für alle Vereine verbindlich ist, sieht jeweils einen Schnelltest unter der Woche im Training und vor jedem Spiel vor. Diese Schnelltests können über den DHB für fünf bis acht Euro pro Stück bestellt werden. „Das macht rund 2000 Euro für jeden Verein im Monat“, erklärt Rainer Lusch und hält die Mehrkosten für machbar.

Grundsätzlich soll es diese Saison keine sportlichen Absteiger aus der 3. Liga geben. Allerdings müssen Absteiger aus der 2. Liga aufgenommen werden. Deshalb soll es nächste Saison möglicherweise sechs – statt wie bisher vier – Drittliga-Staffeln geben. Die Zweitliga-Aufsteiger werden im ursprünglich geplanten Modus ermittelt.

Interesse an 2. Liga

Falls aber ein flächendeckender Spielbetrieb ab März nicht möglich oder nicht realistisch ist, hat der DHB bei der Video-Konferenz auch eine Alternative präsentiert, wie es dann in der 3. Liga weitergeht: Es bleibt dabei, dass es auch bei dieser Variante keine Absteiger gibt. Die Aufstiegsregelung in die 2. Liga wird allerdings geändert. „Alle Vereine, die in die 2. Liga aufsteigen wollen, müssen dies bis zum 15. März an die HBL melden. Im April/Mai soll mit diesen Vereinen eine Aufstiegsrunde über alle Staffeln gespielt werden“, erläutert Rainer Lusch und unterstreicht gleichzeitig die Ambitionen des TV Willstätt, der momentan nach vier Spielen ungeschlagen auf Platz zwei der 3. Liga Süd steht. „Trainer Ole Andersen und ich sind dafür, an der Aufstiegsrunde teilzunehmen. Mit der Mannschaft wird dies noch ­besprochen“, sagt der TVW-Chef. Unklar ist noch das Spielsystem für die Aufstiegsrunde. Es soll in Abhängigkeit zur Meldezahl entwickelt werden. Alle Vereine, die nicht aufsteigen, nehmen am DHB-Pokal teil. 

Da jetzt klar ist, dass frühestens ab März wieder gespielt werden kann, hat der TV Willstätt seinen Trainingsplan für die Vorbereitung auf den Neustart der Liga geändert. Statt viermal Training pro Woche, wird nur dreimal trainiert. Zweimal davon handball-spezifisch in der Halle und einmal Kraft- und Koordinationstraining mit Athletik-Trainer Pascal Meier. „Acht Wochen Vorbereitung wären zu viel“, stellt Ole Andersen fest. Außerdem ist ja auch nicht klar, ob ab März gespielt wird.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Lokalsport

Christina Obergföll erhält von Winfried Kretschmann den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg.
vor 1 Stunde
Leichtathletik
Die ehemalige Speerwerfer der LG Offenburg wurde mit weiteren 25 Persönlichkeiten von Ministerpräsident Wilfried Kretschmann ausgezeichnet.
Beim SV Hausach um Trainer Manfred Hellmig (von links) und den spielenden Co-Trainer Manuel Buchholz besteht wieder erhöhter Redebedarf.
vor 3 Stunden
Unter der Lupe: SV Hausach (Fußball-Kreisliga A)
Die Saison-Vorbereitung läuft beim SV Hausach zwei Wochen vor dem Start in die neue Runde in der Fußball-Kreisliga A laut Trainer Manfred Hellmig „miserabel“.
Miguel Valenzuela gewann in dieser Saison alle Einzel und Doppel für die TSG Lahr/Emmendingen.
vor 4 Stunden
Tennis
Schon einen Spieltag vor dem Saisonende haben die Tennis-Herren der TSG Lahr/Emmendingen am Sonntag den Aufstieg in die Badenliga perfekt gemacht. Für die erste Spielzeit in der höchsten badischen Liga hofft das Team auf Verstärkungen.
Die erfolgreichen Damen 30 des TC Haslach (hinten von links): Vera Petersen, Georgia Furtwängler, Melanie Brüderle und Katharina Becker-Moser. Vorne v. l.: Martina Kech, Pia Schlieter und Rebecca Neumaier. Es fehlt Steffi Semling.
vor 6 Stunden
Tennis
Die Tennis-Damen 30 der TSG Haslach/Biberach haben durch einen 7:2-Erfolg gegen Lahr/Sulz im letzten Saisonspiel Meisterschaft und Aufstieg untermauert, während die Herren 50 bei Spitzenreiter TC Wittelbach chancenlos waren.
Erschöpft, aber glücklich: Die Fautenbacher Spieler nach der Sensation gegen den OFV.
vor 13 Stunden
Fußball
Mit einer echten Sensation startete der SV Fautenbach in die sportlich aufregendsten Wochen der Vereinsgeschichte. Am Freitag rang der Kreisliga-A-Club in der Qualifikation zum SBFV-Pokal den turmhohen Favoriten Offenburger FV mit 3:2 (1:1) nieder.
Auf dem Kunstrasen des FV Rammersweier gewann der Offenburger FV (Mitte) bei den D-Junioren das Spiel um Platz drei gegen den gleichaltrigen Nachwuchs des FV Zell-Weierbach (dunkle Trikots).
vor 16 Stunden
Fußball
Der VfR Elgersweier war der erfolgreichste Verein bei den Offenburger Jugend-Stadtmeisterschaften, die am Wochenende mit 47 Mannschaften erstmals unter freiem Himmel beim FV Rammersweier stattgefunden haben.
Gold, Silber und Bronze für die U16-Athleten des TV Haslach (von links): Yanneck Totzke, Elias Fischer und Tim Krüger mit TVH-Trainer Frank Schmider (vorne).
vor 18 Stunden
Leichtathletik
Mit Gold, Silber und Bronze sind die U16-Leichtathleten des TV Haslach von den badischen Meisterschaften aus Lörrach heimgekehrt.
Bohdan Ulihrach agierte von der Grundlinie gewohnt stark und gewann sein Einzel souverän.
vor 18 Stunden
Tennis-Regionalliga
Die Herren 40 des TC Bohlsbach haben sich nach einem 7:2-Sieg gegen TC Bad Ems in der Tennis-Regionalliga für DM-Endrunde qualifiziert.
Luca Mack gewann das Spitzeneinzel im Derby gegen Oberweier II im Match-Tiebreak.
vor 19 Stunden
Tennis-Oberliga
Tennis-Oberligist TSG Lahr/Emmendingen hat den Aufstieg in die Badenliga mit einem 9:0-Sieg über den TC Oberweier II perfekt gemacht.
Einen souveränen Sieg landete der Acherner Springreiter ­Sascha Braun auf „Catwalk“ beim Finale des Turniers beim Nachbarverein in Fautenbach.
vor 20 Stunden
Reiten
Das 35. Reitturnier des Reit- und Fahrvereins Fautenbach war trotz der Corona-Einschränkungen ein großer Erfolg. Den Sieg am Sonntag holte sich Lokalmatador Sascha Braun vom benachbarten RC Achern
Stefan Konprecht und Kollegen blieben am letzten Spieltag ohne Erfolg.
vor 22 Stunden
Faustball-Bundesliga
Normalerweise wären die Bundesliga-Faustballer abgestiegen, aber eine Relegationsrunde bietet noch die Möglichkeit zum Klassenerhalt. Drei Niederlagen am letzten Spieltag waren nicht zu vermeiden.
Machte ein gutes Spiel in Haßloch: Willstätts Lukas Veith.
26.07.2021
Handball, 3. Liga
Im dritten Testspiel der Vorbereitung auf die neue Saison kassierte Handball-Drittligist TV Willstätt die erste Niederlage: Beim pfälzischen Drittligisten TSG Haßloch (Gruppe F) verloren die Ortenauer (Gruppe G) mit 24:26 (9:13).

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Diese und die folgenden Angebote erwarten die Besucher an den Aktionstagen.
    vor 10 Stunden
    Der einzigartige himolla Wellness-Truck kommt nach Achern
    Aktuelle Studien belegen: Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit Nummer eins. Unter dem Motto "Gesundes Sitzen – Wellness für zu Hause"finden bei Möbel RiVo in Achern-Fautenbach von Donnerstag 29. Juli bis Samstag 31.Juli die Wellness-Aktions-Tage statt.
  • Das repräsentative Gebäude im Oberkircher "Haus der Ingenieure".
    25.07.2021
    Architekturbüro Müller + Huber in Oberkirch bietet Chancen
    Seit der Gründung im Jahr 1980 ist das Architekturbüro Müller + Huber auf 75 Mitarbeitende angewachsen. Angesiedelt ist das Unternehmen im Oberkircher "Haus der Ingenieure", eines des modernsten Dienstleistungszentren in der Ortenau. Aktuell soll expandiert werden.
  • HIER HILFT MAN SICH. Das Motto ist im hagebaumarkt Steinach keine leere Phrase, sondern Programm. 
    18.07.2021
    Motto: HIER HILFT MAN SICH
    HIER HILFT MAN SICH. Das ist das Motto der mehr als 380 hagebaumärkte in Deutschland. Beim Maier + Kaufmann hagebaumarkt in Steinach wird diese Aktion mit Leben gefüllt.
  • Über die Tochtergesellschaft my-e-car bietet die Stadtmobil Südbaden  flächendeckend E-Fahrzeuge an. Da sie zu 100 Prozent mit regenerativ gewonnenem Strom betrieben werden, ist das Konzept mit dem "Blauen Engel" ausgezeichnet worden. 
    14.07.2021
    Das perfekte Angebot: Stadtmobil Südbaden und my-e-car
    Mobil ohne eigenes Auto? Mit dem Carsharing-Angebot der Stadtmobil Südbaden und der Tochtergesellschaft my-e-car ist das einfach und bequem. Das Stationennetz spannt sich über Südbaden und begeistert rund 12.000 registrierte Fahrberechtigte.