Fußball-Landesliga, Staffel 1

"Keller-Derby": SV Freistett erwartet VfR Willstätt

Autor: 
Fritz Bierer
Lesezeit 5 Minuten
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29. September 2017

Nach dem 1:1 gegen Spitzenreiter SV Bühlertal – hier erzielt Arda Giragos die 1:0 Führung – will der VfR Willstätt auch im Derby beim SV Freistett punkten. ©Udo Künster

Nach sieben Spieltagen in der Fußball-Landesliga steht Neuling SV Oberachern II (14 Punkte) auf Tabellenplatz drei und sollte diese Position sichern können. Die Elf von Trainer Stefan Geppert erwartet den FV Schutterwald (9./9), der auswärts in der laufenden Saison noch nicht gewonnen hat. Derby-Stimmung wird im Friedrich-Stephan-Stadion erwartet, wo der SV Freistett (16./4) den VfR Willstätt (13./5) erwartet. Zum Tabellenführer SV Bühlertal (19 Punkte) geht die Reise des TuS Oppenau (5./12). Ob die Renchtäler die Festung »Mittelberg« im Sturm erobern können? Beim SV Oberkirch (11./7) hofft man darauf, dass im Gastspiel beim SV Sinzheim (10./8) der Knoten im Angriff endlich platzt. Hätten die Renchtäler nur einen Bruchteil ihrer Chancen in den vergangen sieben Partien verwertet, dann könnten sie ganz weit oben in der Tabelle stehen.
 

Bühlertal – Oppenau
Samstag, 15.30 Uhr

Das 0:0 der Oppenauer zu Hause gegen RW Elchesheim am vergangenen Spieltag war weder Fisch noch Fleisch und Spielertrainer Christian Seger grantelte: »Mit dem 0:0 können wir nicht zufrieden sein. Trotz personeller Engpässe haben wir das Spiel dominiert, aber wie so häufig konnten wir leider die Überlegenheit nicht in Tore ummünzen.« Vor dem Gastspiel am Sonntag auf dem Mittelberg braucht man über den Favoriten nicht lange nachdenken. Verandsliga-Absteiger SV Bühlertal ist noch ungeschlagen, gab am vergangenen Sonntag jedoch die ersten beiden Zähler im Spiel beim Neuling VfR Willstätt ab (1:1). »Wir freuen uns auf das Spiel in Bühlertal. Die Mannschaft ist mit Sicherheit das Maß der Dinge in unserer Liga. Wir sind aktuell gut drauf, darum glaube ich, dass wir Bühlertal ein wenig fordern können«, ist Seger nicht Bange vor der Aufgabe. Allerdings fehlt mit Nicola Hermann, Steffen  Schmeier, Volker Gieringer und Christian Seger ein komplettes Spielerquartett. 
Sinzheim – Oberkirch
Samstag, 17.30 Uhr

45 Minuten ganz schwach und 0:1 in Rückstand, dann eine deutliche Steigerung im zweiten Durchgang mit einem halben Dutzend bester Chancen – am Ende sprang wenigstens ein 1:1 heraus. So die Kurzanalyse des Oberkircher Auftritts gegen Vizemeister TuS Durbach. »Sportlich bin ich mit der zweiten Halbzeit zufrieden. Da haben wir mutig und engagiert nach vorne gespielt und eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Durchgang gezeigt. Darauf können wir aufbauen. Schade nur, dass wir eine große Anzahl von gut herausgespielten Möglichkeiten nicht nutzen konnten. Deshalb können wir mit einem Remis natürlich nicht zufrieden sein«, so die Bilanz von SVO-Coach Helmut Kröll rückblickend auf die 90 Spielminuten vom vergangenen Spieltag. Der Coach ist überzeugt, dass nun der SV Sinzheim ein Gegner auf Augenhöhe ist. Und: »Da brauchen wir einen guten Tag. Aber wenn wir unsere Treffsicherheit wiedererlangen ist alles möglich.« Personell hat Kröll keine Probleme, denn Rico Tzouratzis hat wieder am Mannschaftstraining teilgenommen und kehrt nach Auskunft des Trainers in den Kader zurück. Riccardo Lienert ist wieder im Lauftraining, sei aber noch keine Alternative fürs Spiel am Samstag in Sinzheim.
Freistett – Willstätt
Sonntag, 15 Uhr

Aufgrund des Spielverlaufs fiel die 0:4-Niederlage der Freistetter beim SV Oberachern deutlich zu hoch aus. »Gegen eine stark besetzte Oberliga-Reserve sind wir eine Stunde lang gut gestanden, haben kaum etwas zugelassen und hatten sogar selbst die Möglichkeit in Führung zu gehen. Nachdem der SVO jedoch noch zwei weitere Oberligaakteure einwechselte und das 1:0 erzielte, wurde unsere gelockerte Defensive gnadenlos ausgenutzt«, so das Fazit von Freistetts Fußball-Abteilungsleiter Sebastian Schmidt. Das Heimspiel gegen Willstätt ist ein echtes Kellerduell und der Sieger kann einen wichtigen Schritt aus der Gefahrenzone machen. »Die Willstätter  haben vor der Saison viel investiert und eine gute Mannschaft beisammen. Allerdings konnte der VfR die Aufstiegseuphorie nicht lange beibehalten und steht ebenfalls unter Druck. Mit einer ähnlichen Leistung wie zuletzt zuhause gegen Schutterwald, sehen wir große Chancen den VfR schlagen zu können«. blickt Schmidt optimistisch dem Derby im Friedrich-Stephan-Stadion entgegen, zumal auch die Personalsituation sich bessert. Marius Pfeifer kehrt in den Kader zurück. Es fehlen nur noch die Langzeitverletzten. 
Mit dem 1:1 gegen den zuvor mit sechs Siegen aus sechs Spielen angereisten Tabellenführer SV Bühlertal hat der VfR Willstätt ein Ausrufezeichen gesetzt. »Unsere Jungs haben ein gutes Spiel gezeigt und waren dem Sieg näher als die Gäste«, ist VfR-Vorsitzender Stefan Hochwald zufrieden. »Wir möchten den Schwung mitnehmen und in Freistett an diese Leistung anknüpfen«, hofft der VfR-Boss auf eine Fortsetzung. Zumal sich die Personalsituation langsam bessert.  Es fehlen noch der verletzte Benjamin Staab und Co-Trainer Mario Huck der in Urlaub ist. »Wir fahren gut aufgestellt nach Freistett, haben eine breite Brust, gehen die schwere Aufgabe jedoch mit dem entsprechenden Respekt an. Der SVF  ist besser als der Tabellenplatz und das aktuelle Punktekonto. Wir möchten jedoch nicht ohne Zähler  nach Hause fahren«, so Hochwald mit Blick auf den Sonntag.
Oberachern II – Schutterwald
Sonntag, 15 Uhr

Die zweite Mannschaft des SV Oberachern bleibt zu Hause ungeschlagen. Dennoch zeigte sich Trainer Stefan Geppert nach dem Erfolg über den SV Freistett nur bedingt zufrieden: »Es war unsere schlechteste Saisonleistung und zum Schluss gewinnen wir 4:0, was in dieser Höhe viel zu hoch war«. Als »spielentscheidend« wertet er die glücklich zustande gekommene Führung durch Andrei-Stefan Badea und die Einwechslung des oberligaerprobten Domagoj Petric, der zwei weitere Treffer mustergültig vorbereitete. Die auswärts noch sieglose FV Schutterwald behielt am letzten Spieltag mit 3:1 über die Spvgg Ottenau die Oberhand. 
SVO-Coach Stefan Geppert kennt die Stärken des Gegners und weiß worauf es am Sonntag ankommen wird: »Mit Kopf, Zuska, Dold und Spende haben sie sehr schnelle und abgezockte Spieler, die Schwächen eiskalt bestrafen können. Schutterwald stellt seit Jahren eine der besten Mannschaften in der Liga.  Das wird eine brutale Reifeprüfung für unsere Spieler. Man wird sehen, wie die Jungs unsere Marschroute umsetzen und wie bereit sie sind, an ihre Grenzen zu gehen«.

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