Frauenfußball-Bundesliga

Klassenerhalt ist Ziel des SC Sand

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14. August 2019

Sport-Vorstand und Manager Gerald Jungmann nennt den Klassenerhalt als Ziel der neuen Bundesliga-Saison, die für den SC Sand mit dem Auswärtsspiel am Sonntag beim VfL Wolfsburg beginnt. ©Udo Künster

In vier Tagen, am Sonntag,  startet der SC Sand mit dem Gastspiel beim Deutschen Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg in seine sechste Saison der Frauenfußball-Bundesliga. Trotz großer Fluktuation (13 Fußballerinnen haben den Club verlasse, neun wurden verpflichtet)  und einem relativ kleinen Spielerinnen-Kader blickt Sport-Vorstand und Manager Gerald Jungmann der Runde positiv entgegen. Einziges Manko sei die fehlende Breite des Kaders, so Jungmann, der deshalb auf eine Saison ohne Verletzungen hofft. 
 

Herr Jungmann, mit welchen Vorgaben schicken Sie »Ihre« Fußballerinnen in die sechste Bundesliga-Saison und mit welchem Ziel?
Gerald Jungmann: Nach solch einem großen Umbruch im Mannschaftskader kann unser Ziel nur der Klassenerhalt sein. Ob den die neue Mannschaft bei unserem schweren Auftaktprogramm schon frühzeitig sichern kann, wird sich zeigen. Aber es könnte auch ein Vorteil sein, solch starke Mannschaften wie VfL Wolfsburg, SGS Essen, SC Freiburg und Bayern München gleich zum Saisonstart vor der Brust zu haben. Ich bin jedenfalls recht zuversichtlich nach den jüngsten Testspielergebnissen und den gezeigten Leistungen. Ich hoffe und wünsche, dass wir von Verletzungen verschont bleiben. Ich bin sehr zuversichtlich und blicke dem Saisonstart dementsprechende positiv entgegen. 

Dieter Wendling, bis Saisonende sportlicher Leiter, hat sich zurückgezogen. Wird diese Führungsposition wieder besetzt oder werden die Aufgaben auf mehreren Schultern verteilt?
Jungmann: Viele  Bundesligisten im Frauenfußball haben keinen sportlichen Leiter. Wir werden jetzt die Aufgaben aufteilen – Claudia von Lanken, Sascha Glass und ich werden dann die wichtigen Entscheidungen treffen. In der Winterpause sehen wir dann weiter.

Hat es zur neuen Saison vonseiten des DFB Auflagen oder gewisse Änderungen gegeben mit denen die Vereine, also auch der SC Sand, konfrontiert wurden?
Jungmann: Unsere Sportanlage entspricht den Vorgaben des DFB, da ist alles okay. Aber wir versuchen auch selbst Sachen, die uns nicht gefallen, entsprechend zu verbessern. Wir sind in manchen Bereichen sogar besser aufgestellt als andere Clubs in der Liga – zum Beispiel was den VIP-Bereich angeht.

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Der Kader ist mit 17 Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen etwas dünn besetzt. Das Transferfenster schließt Ende August/Anfang September. Ist generell auszuschließen, dass der SC Sand auf dem Personalsektor nochmals nachlegen wird?
Jungmann: Wir hatten in der vergangenen Saison 25 Spielerinnen im Kader. Wir haben jetzt reduziert, weil es auch ein Kostenpunkt ist. Aber ich denke, dass wir von der Qualität in der Breite jetzt fast besser aufgestellt sind, zumindest haben wir einen ausgeglichenen Kader. Als einziges Manko sehe ich die fehlende Breite des Kaders, weil wir fünf Feldspielerinnen weniger haben. Sollte es Probleme geben, dann könnten wir in der Winterpause nochmals reagieren. Ansonsten bleibt der Kader so wie er jetzt ist. 

Waren Sie mit den Zuschauerzahlen bei den Heimspielen in der letzten Saison zufrieden, und hoffen Sie in der neuen Runde auf mehr Fans im Orsaystadion?
Jungmann: Die Spiele in der vergangenen Saison waren ganz gut besucht. Schade, dass das Heimspiel gegen Bayern München an einem Mittwochabend stattgefunden hat. Obwohl der Besuch recht ordentlich war hätten wir an einem Sonntag gegen die Bayern sicher ein größere Kulisse gehabt. Ich hoffe, dass der Zuschauerschnitt wieder steigt. In unserer zweiten Bundesliga-Saison hatten wir einen Schnitt von rund 1000, vergangene Runde waren es knapp 800. Es kommt natürlich auch darauf an, was die Mannschaft liefert. Aber 800 Zuschauer sollten es schon im Schnitt sein. Damit würden wir zum oberen Drittel der Bundesligisten gehören.

Die Spiele-Einteiler des DFB wollen einige Partien Freitagabend ansetzen. Ist es überhaupt möglich im Orsaystadion ein Flutlichtspiel auszutragen, das dann auch im TV ausgestrahlt werden kann?
Jungmann: Das ist bei uns leider nicht machbar, weil wir kein TV-taugliches Flutlicht im Stadion haben. Das gibt es in der Umgebung nur in Freiburg, Karlsruhe, Hoffenheim sowie in Pfullendorf. Es wäre natürlich eine tolle Geschichte, denn Freitagspiele um 19.30 oder 20 Uhr würden sicher viele Zuschauer anlocken. Aber das ist im Moment bei uns noch nicht umsetzbar. 

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