2. Fußball-Bundesliga

Koreaner Choi führt Karlsruher SC ins Mittelfeld

Autor: 
Hans Falsehr
Lesezeit 3 Minuten
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22. November 2020
Karlsruhes Kyoung-Rok Choi (l.) freut sich mit Marvin Wanitzek (M.) und Daniel Gordon nach seinem zweiten Tor zum 1:3.

Karlsruhes Kyoung-Rok Choi (l.) freut sich mit Marvin Wanitzek (M.) und Daniel Gordon nach seinem zweiten Tor zum 1:3. ©dpa

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC knüpfte am Samstag in Braunschweig praktisch nahtlos an seinen 3:0-Sieg beim FC St. Pauli vor der Länderspielpause an. Kyoung-Rok Choi (14.) und Marvin Wanitzek (18.) schossen die Badener 2:0 in Führung. Nick Proschwitz erzielte allerdings noch vor der Pause das 1:2 aus Sicht des gastgebenden Aufsteigers (31.). Nach dem Seitenwechsel hatten die Wildparkprofis dann stellenweise großes Glück, dass der Eintracht nicht der Ausgleich gelang. Mit dem zweiten Tor des Koreaners Choi zum 3:1 (63.) entschied das Team von KSC-Trainer Christian Eichner das Spiel aber endgültig zu seinen Gunsten und schob sich mit dem zweiten Auswärtserfolg in Serie ins Mittelfeld vor.

 

„Es zeichnet uns im Moment ein Stück weit aus, dass wir die Tore einfach zum richtigen Zeitpunkt machen“, freute sich KSC-Stürmer Philipp Hofmann nach dem Erfolg an seiner vorherigen Wirkungsstätte (Januar 2018 – Juni 2019). Der Goalgetter der Gäste (bisher vier Tore) ging diesmal zwar leer aus, lieferte aber die Vorlage zu Chois zweitem Treffer.

Eintracht nah dran am 2:2
„Bis zum 3:1 haben wir mehrmals ums Überleben gekämpft“, schilderte KSC-Coach Eichner die Viertelstunde nach der Pause, in der das Spiel hätte kippen können. „Die Braunschweiger hätten das 2:2 mehr als verdient gehabt.“ Es gehöre aber einfach auch zum Fußball, meinte der Karlsruher Sportdirektor Oliver Kreuzer nach dem Abpfiff, „dass man solche Phasen übersteht und das Glück auf seine Seite zieht.“ 
So spannend hätten es die Gäste aber gar nicht mehr machen müssen. Denn Wanitzek hatte nach seinem Freistoßtor das 3:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Braunschweigs Schlussmann Felix Dornebusch (28.). Und nachdem die Hausherren durch Proschwitz Hoffnung geschöpft hatten, hätten Marc Lorenz  (35., abgefälscht) und Philipp Hofmann, der den Ball nicht richtig traf (37.), den alten Abstand noch vor der Pause wiederherstellen und für Gelassenheit im Karlsruher Lager sorgen können.

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Braunschweigs Kroos trifft nur Alu
Weil der KSC zu Beginn der zweiten Hälfte dann „nicht mehr richtig ins Spiel fand“ (Kreuzer), wurde es speziell in der 56. Minute richtig brenzlig für die Gäste. Felix Kroos setzte einen Freistoß an den Winkel des KSC-Tores, und Proschwitz stolperte den Nachschuss vorbei. Der Ausgleich der Eintracht lag auch bei einer scharfen Hereingabe von Fabio Kaufmann von rechts in der Luft. Diese zischte aber unberührt von Freund und Feind am KSC-Tor vorbei (62.). Durch „Ballverluste, Abspielfehler, Konzentrationsmängel und unnötige Fouls“ (Kreuzer) brachten sich die Gäste in der Folge zwar noch das eine oder andere Mal selbst in die Bredouille, doch Braunschweig konnte diesmal seine schon in Sandhausen nach einem 0:2-Pausenrückstand gezeigten „Comeback-Qualitäten“ (Kreuzer) nicht erneut unter Beweis stellen. 

Choi glücklich
Denn Choi (63.) traf zum 3:1 und brachte mit seinem Doppelpack der Mannschaft von Daniel Meyer („Wir haben nicht zweitligatauglich verteidigt“) nach dem 0:0 gegen Kiel und den Siegen gegen Bochum (2:1) und Nürnberg (3:2) die erste Heimniederlage in dieser Saison bei. Gleichzeitig entschied der KSC erstmals unter der Regie von Christian Eichner zwei Spiele hintereinander für sich. „Natürlich bin ich sehr, sehr glücklich über meine Tore“, gewährte der Südkoreaner Einblick in seine Gefühle. „Aber ich bin noch glücklicher, dass wir heute gewonnen haben.“

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