2. Fußball-Bundesliga

KSC muss in Fürth siegen und auf Kiels Schützenhilfe hoffen

Autor: 
Hans Falsehr
Lesezeit 3 Minuten
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26. Juni 2020
Nachdenklich: Karlsruhes Trainer Christian Eichner vor dem Saisonfinale in Fürth.

Nachdenklich: Karlsruhes Trainer Christian Eichner vor dem Saisonfinale in Fürth. ©Pipeline / dpa

Nur mit einem „Dreier“ in Fürth und gleichzeitiger Schützenhilfe von Holstein Kiel gegen den Tabellen-15. 1. FC Nürnberg kann Fußball-Zweitligist Karlsruher SC die direkte Rettung noch schaffen. Ansonsten geht es für den aktuellen Drittletzten, der drei Punkte und zehn Tore vor dem ersten direkten Abstiegsplatz liegt, wohl einmal mehr in die Relegation. 

Alles oder nichts für den KSC in Fürth! Die Voraussetzungen unter denen der vom Abstieg bedrohte Fußball-Zweitligist Karlsruher SC am letzten, regulären Spieltag dieser Saison den direkten Klassenerhalt noch schaffen kann, sind klar: Erstens müssen die Schützlinge von Trainer Christian Eichner (34 Punkte/Tordifferenz -12) am Sonntag (15.30 Uhr) bei der Spielvereinigung Greuther Fürth gewinnen. Und Zweitens darf der 1. FC Nürnberg (36/-13) gleichzeitig in Kiel nicht über ein Unentschieden hinauskommen.
Ansonsten steht den Wildparkprofis aller Voraussicht nach mit den Relegationsspielen gegen den letztendlich Dritten der Dritten Liga (Dienstag, 7. und Samstag, 11. Juli) eine zweiwöchige Saisonverlängerung bevor. Denn der SV Wehen Wiesbaden (31/-22) und Dynamo Dresden (31/-26) können die Badener nur noch theoretisch von Platz 16 verdrängen.  

Kontakt nach Kiel
Deshalb wird sich die Karlsruher Trainerbank beim Spiel im Fürther Ronhof natürlich über das Geschehen an der Ostsee auf dem Laufenden halten lassen, „um darauf gegebenenfalls reagieren zu können“, sagt Christian Eichner. Aber auch über die Spiele in Dresden (gegen Osnabrück) und Wiesbaden (gegen St. Pauli) möchte der KSC-Coach informiert werden. Das gebiete einerseits „der Respekt“ gegenüber dem Schlusslicht und dem Tabellenvorletzten. Andererseits lehre die Erfahrung, dass im Fußball schon alles Mögliche passiert sei. „Auch diese Mannschaften sind noch in der Tombola. Den Blick in den Rückspiegel dürfen wir jedenfalls nicht vergessen.“ 

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Mehr zu gewinnen als zu verlieren
Insgesamt aber hat auch „Eiche“ das Gefühl, „dass wir einen Tick mehr gewinnen können, als verlieren.“ Das sehen vermutlich auch seine Spieler so. „Wir glauben an unsere Chance, noch einen Platz gutmachen zu können“, sagt Abwehrchef Daniel Gordon. „Klar, wir sind auf Hilfe aus Kiel angewiesen. Aber wir werden alles daran setzen, in Fürth als Sieger vom Platz zu gehen.“ 

Marc Lorenz Gelb-gesperrt
Seine Schützlinge hätten in dieser Woche „enorm konzentriert“ und „qualitativ sehr hochwertig“ trainiert, berichtete der KSC-Trainer bei der gestrigen online-Pressekonferenz. „Das versuchen wir am Sonntag in Fürth auf den Platz zu bringen.“ Für das letzte Punktspiel dieser Saison ist Marc Lorenz Gelb-gesperrt. Außerdem fallen Kyoung-Rok Choi (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Janis Hanek (Kreuzbandriss) aus. Bei den Spielern, die sich beim 3:3 gegen Bielefeld am vergangenen Sonntag leichte Blessuren zugezogen hatten (Marco Djuricin/Ferse, Lukas Fröde/Hüfte, Änis Ben-Hatira/muskuläre Probleme Oberschenkel) „warten wir von Tag zu Tag die Entwicklung ab.“ 

„Richtige Killer“
Christian Eichner zählt die gastgebende Spielvereinigung zu den „spielstärksten Mannschaften der Zweiten Liga“, die in der Offensive über „richtige Killer“ verfüge: Daniel Keita-Ruel (acht Tore), Braninir ­Hrgota (zehn Tore) und Havard Nielsen (sieben Tore). Und die Überlegung, dass die Kleeblätter den Badenern wegen ihrer Rivalität zum 1. FC Nürnberg etwas schenken könnten, bezeichnet der KSC-Trainer als „Quark.“ Vielmehr geht er davon aus, dass sich das Team seines Kollegen Stefan Leitl „mit einem Sieg aus der Saison verabschieden möchte.“

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