Ringer-Oberliga Südbaden

KSV Haslach nach 15:18 gegen Furtwangen mitten im Abstiegskampf

Autor: 
Fred-Jürgen Becker
Lesezeit 3 Minuten
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02. Dezember 2019

Zum „Kampf des Abends“ kürten der Vertreter des SC-Freiburg-Fanclubs „Torpedo Kinzigtal“, Alexander Lotz (links), und der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins, Klaus Kinast (rechts), den 9:6-Punktsieg von Haslachs Jonathan Eble (Zweiter von links) gegen Furtwangens Vincent Kirner.  ©Fred-Jürgen Becker

„Durch die zwei Punkte kann der KSK Furtwangen die Klasse hoffentlich halten und wir wollen ebenfalls in der Oberliga bleiben, dann gibt es im nächsten Jahr wieder so spannende Kämpfe wie heute“, waren die Schlussworte von Achim Stiffel, dem Vorsitzenden des KSV Haslach, nach einem aufregenden Wettkampfabend und einer bitteren 15:18-Niederlage.

Die vielen Zuschauer, darunter rund 50 aus der Uhrenstadt, erlebten in der Eichenbach-Sporthalle ein Wechselbad der Gefühle. Als Schlussringer Pascal Funk gegen Kevin Reuschling die Matte betrat, stand es knapp 15:14 für den KSV. Doch der Haslacher musste bereits in der zweiten Minute auf Schulter, begleitet vom Riesenjubel des mitgereisten Anhangs aus Furtwangen. Das war die Entscheidung für die überraschend starken Gäste.

Die Reihe der verblüffenden Ergebnisse begann gleich am Anfang. Im Leichtgewicht erwischte Max Kokulan das junge Haslacher Talent Valerio Zorzi mit dem ersten Griff gleich richtig und schulterte ihn. Im Schwergewicht behauptete sich Josef Kempf gegen Felix Pfaff nach sechs Minuten mit 6:5 Wertungspunkten, was einen Teampunkt brachte.

Hutak nach 10:0 geschultert

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Mit 10:0 Wertungspunkten führte Suleiman Hutak klar gegen Raphael Reis, bevor er unerklärlicherweise einbrach und in der vierten Minute geschultert wurde. Seine ausgezeichnete Form unterstrich Igor Gavrilita mit seinem Schultersieg in der zweiten Minute gegen Simon Zwirner. Dass der ansonsten sieggewohnte Nick Allgaier gegen den bekannt starken Constantin Zamfir bei seiner 5:10-Niederlage ein 0:2 einbüßte, stand auch nicht auf dem Zettel der Haslacher, die zur Pause 5:10 zurücklagen.

Ebenfalls eine Überraschung – zumindest in dieser Deutlichkeit – musste Viorel Ghita gegen Furtwangens Ass Sascha Weinauge hinehmen. Der Furtwangener schulterte ihn mit einem Überraschungsangriff in der dritten Minute. Im Kampf des Abends punktete Jonathan Eble gegen Vincent Kirner und verkürzte so den Rückstand auf 7:14. Kampflos bekam Vojtech Benedek vier Punkte, da er keinen Gegner hatte. Wegen einer Verletzung ließ sich Maximilian Van der Mond von Timo Stiffel sofort schultern, was für besagte 15:14-Führung der der Kinzigtäler sorgte.

KSK-Trainerfuchs Christian Rusu schrieb den Erfolg nicht nur dem nötigen Quäntchen Glück, sondern auch der abgesprochenen und bestens umgesetzten Taktik zu. Die KSV-Trainer Hansi Megerle und Istvan Szurovzski waren enttäuscht: „Mit vier verlorenen Vierern kann man schlecht gewinnen.“ Bei 12:18 Punkten trennen den KSV nur noch zwei Zähler vor dem vorletzten Platz, auf dem Furtwangen steht. Bei einem Sieg wäre der Klassenerhalt fast gesichert gewesen.

KSV Haslach – KSK Furtwangen 15:18
57 Kilo Greco Valerio Zorzi - Max Kokulan 0:4 (SS 0:4); 61 Freistil Suleiman Hutak - Raphael Reis 0:4 (SS 10:4); 66 G Nick Allgaier - Constantin Zamfir 0:2 (PS 5:10); 71 F Jonathan Eble - Vincent Kirner 2:0 (PS 9:6); 75 G Timo Stiffel - Maximillian Van der Mond 4:0 (SS 4:0); 75 F Pascal Funk - Kevin Reuschling 0:4 (SS 0:6); 80 G Vojtech Benedek ohne Gegner 4:0; 86 F Viorel Ghita - Sascha Weinauge 0:4 (SS 0:13); 98 G Igor Gavrilita - Simon Zwirner 4:0 (SS 3:0); 130 F Josef Kempf - Felix Pfaff 1:0 (PS 6:5)

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