Faustball

Neuer Name, altbekannte Ziele

Autor: 
Heiko Rudolf
Lesezeit 5 Minuten
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02. Mai 2014

(Bild 1/2) Trainer Stefan Müncheberg (links) schwört seine Spieler Mark Borho, Stefan Konprecht, Michael Haas, Tobias Braun, Stefan Birth, Matthias Lilienthal und Sven Muckle (v. l.) auf die anstehende Feldrunde ein. ©Peter Heck

Am Wochenende starten die Offenburger Faustballer erstmals unter dem neuen Namen FBC Offenburg in die Feldrunde der 1. Bundesliga Süd. In Unterhaugstett (morgen, 16 Uhr) und in Pfungstadt (Sonntag, 11 Uhr) stehen gleich zwei hohe Auswärtshürden auf dem Programm. Trainer Stefan Müncheberg will den Grundstein legen, um mit seinem kleinen, aber vielseitigen Kader die Qualifikation für die DM-Endrunde Ende August zu schaffen.

Offenburg. Aus acht mach zwei: Unter diesem Motto steht die anstehende Feldsaison für die Bundesliga-Faustballer des neugegründeten Faustballclubs Offenburg (FBC), der Anfang April aus FFW und OFG entstand. Denn nur die ersten beiden Mannschaften der Abschlusstabelle qualifizieren sich in der acht Teams umfassenden Südstaffel in diesem Jahr neben dem ausrichtenden TV Oberndorf für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft am 23. und 24. August in Schweinfurt.
Hoher Anspruch
»Auch wenn es in dieser Saison noch schwieriger wird, ist die DM-Endrunde unser erklärtes Ziel, um den Aufwand zu rechtfertigen. Das ist unser Anspruch«, gibt Trainer Stefan Müncheberg, der die Offenburger bereits in der zurückliegenden Hallenrunde betreute, vor seiner ersten Spielzeit als Freiluft-Coach auf der Offenburger Bank den Weg vor. Da Serienmeister TSV Pfungstadt wohl auch in diesem Jahr wieder das Maß aller Dinge sein dürfte, sehen die Offenburger im TV Vaihingen/Enz, dem MTV Rosenheim und dem TV Unterhaugstett neben dem TV Schweinfurt-Oberndorf die härtesten Rivalen im Kampf um die zweite Fahrkarte zur DM-Endrunde. Den Aufsteigern TV Waibstadt und TV Stammheim werden eher geringere Chancen beigemessen.
»Wenn wir unser Potenzial abrufen können, gehören wir zu den Top drei der Liga«, vertraut Müncheberg auf die Qualität in seinem kleinen Kader, der wie schon in der zweiten Hälfte der Hallenrunde ohne den sich auf einer Weltreise befindenden Zuspieler Thomas Häusler auskommen muss. Dafür kehrt mit Routinier Stefan Birth ein erfahrener Akteur in die Mannschaft zurück, der 2007 als Spielertrainer mit den Offenburgern deutscher Vizemeister wurde und die Lücke schließen soll. »Stefan hat es nochmal gepackt, er will es sich und anderen nach jahrelanger Pause nochmal beweisen«, ist Müncheberg davon überzeugt, dass der Rückkehrer seiner Mannschaft gut tun wird. »Wir sind auf allen Positionen doppelt besetzt, was optimal für den Konkurrenzkampf innerhalb des Teams ist und uns taktisch ganz andere Möglichkeiten verschafft«, erklärt Müncheberg, der sein Team je nach Aufstellung sowohl das moderne U- als auch das ältere W-System spielen lassen kann: »Beides ist möglich, das macht uns enorm flexibel und ist für die Gegner nur schwer ausrechenbar.«
Nur sieben Spieler
Neben Neuzugang Birth baut Stefan Müncheberg weiterhin auf die arrivierten Kräfte. Die Schlagmänner Stefan Konprecht und Sven Muckle sollen die gegnerischen Abwehrreihen vor Probleme stellen, in der Defensive haben sich Michael Haas, Matthias Lilienthal, Mark Borho und Tobias Braun bewährt. Bei lediglich sieben Spielern im Kader hofft der Trainer, dass seine Mannschaft von schwerwiegenden Verletzungen verschont bleibt.
Auch aus diesem Grund hat Müncheberg die Zügel etwas angezogen, hat verstärkt auf die Fitness gesetzt und die Vorbereitung bereits eine Woche früher als sonst am 19. März eingeläutet. »Die Spieler haben Hausaufgaben in den Bereichen Kraft und Ausdauer bekommen, deren Umsetzung dann bei einem Leistungstest überprüft wurden. Vom Ergebnis war ich positiv überrascht«, schildert Müncheberg. Das selbstständige Training wird auch während der Saison beibehalten, denn durch Studium und Beruf bleiben nur wenige gemeinsame Trainingseinheiten. Auch deshalb sieht Coach Müncheberg das größte Potenzial in der Struktur der Mannschaft. »Wir wollen mit jeder Menge Spaß und positiver Energie einen Wohlfühlfaktor schaffen, alle für einander kämpfen und in die gleiche Richtung gehen«, spricht Müncheberg bildlich vom »Musketier-Modus« oder einem »Ruderboot«.
Vor der ersten echten »Standortbestimmung« am Wochenende blickt Müncheberg zufrieden auf die Vorbereitungszeit zurück: »Wir haben mit unseren Möglichkeiten das Optimale rausgeholt.« Ein Turnier in Stammheim vor Ostern mit dezimiertem Kader diente dem Sammeln von Spielpraxis, das eigene Alfred-Hug-Gedächtnisturnier gewann der FBC zuletzt und zeigte sich dabei gut gerüstet für das erneute Unternehmen DM-Qualifikation.

STECKBRIEF - FBC Offenburg
Der Verein
(www.offenburg-faustball.de):
Gründungsjahr: 2014 aus der
Offenburger FG und dem FFW
Offenburg.
1. Vorsitzender: Ralf Herp
2. Vorsitzender: Stefan Konprecht
Sportwart: Axel Rottenecker

Vereinsfarben: Rot/Weiß
Hauptsponsor: Schäfer Kunststofftechnik, Ortenberg.

Erfolge: Deutscher Meister (Feld) 1979, Europapokalsieger (Feld) 1980, Deutscher Meister (Halle) 1981, 2. Platz IFA-Pokal 1999, Deutscher Vizemeister (Feld) 2001, Vize-Europapokalsieger der Landesmeister 2002, deutscher Vizemeister (Feld) 2007, 3. Platz Deutsche Meisterschaft (Feld) 2008, 4. Platz Deutsche Meisterschaft (Feld) 2012, 2. Platz IFA-Pokal 2013 (Feld).
Saison 2012/2013: 6. Platz
Saisonziel 2013/2014: Qualifikation für DM-Endrunde, Platz 1-2.
Sportstätte: Männerbad-Stadion, Zähringerstr. 48, 77652 Offenburg

Der Kader
Das Aufgebot: Stefan Konprecht, Sven Muckle, Michael Haas, Matthias Lilienthal, Stefan Birth, Mark Borho, Tobias Braun.
Zugänge: Stefan Birth (hat pausiert)
Abgänge: Thomas Häusler (Weltreise).
Trainer: Stefan Müncheberg (2. Saison nach der Hallenrunde)

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Vorbereitungsturniere
WTV-Stuttgart-Open 14. Platz
Alfred-Hug-Turnier Offenburg 1. Platz

 

Spielplan 1. Faustball-Bundesliga:
Vorrunde:
Unterhaugstett – Offenburg Sa. 03.05./16.00
Pfungstadt – Offenburg So. 04.05./11.00
SW-Oberndorf – Offenburg Sa. 10.05./16.00
Vaihingen/Enz – Offenburg Sa. 17.05./18.00
Rosenheim – Offenburg So. 18.05./14.00
Offenburg – Waibstadt Sa. 24.05./16.00
Offenburg – Stammheim Sa. 14.06./16.00
Rückrunde:
Offenburg – Pfungstadt So. 15.06./14.00
Offenburg – Unterhaugstett Sa. 21.06./16.00
Offenburg – SW-Oberndorf Sa. 28.06./16.00
Offenburg – Vaihingen/Enz So. 29.06./14.00
Stammheim – Offenburg So. 06.07./14.00
Offenburg – Rosenheim Sa. 19.07./16.00
Waibstadt – Offenburg Fr. 25.07./19.00

evtl. DM-Endrunde in Schweinfurt 23./24.08.

 

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