Unter der Lupe: HSG Meißenheim/Nonnenweier (Handball-Landesliga)

Neuzugang Kristina Wansidler soll die Mannschaft führen

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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12. September 2018
Neuzugang Kristina Wansidler kam vom TV Lahr und bringt jede Menge Erfahrung mit zur HSG.

Neuzugang Kristina Wansidler kam vom TV Lahr und bringt jede Menge Erfahrung mit zur HSG. ©www.handball-server.de

Frauen-Landesligist HSG Meißenheim/Nonnenweier verfolgt in der am Wochenende startenden Handball-Runde vor allem einen zentralen Ansatz: Die Vielzahl neuer Spielerinnen soll integriert werden.
 

Stefan Wilhelmi, der sich seit Jahren beim TuS Nonnenweier engagiert, trainierte die Mannschaft bereits in der Vergangenheit. Nach drei Jahren erfolgreichen Wirkens von Thomas Bauert auf der Trainerbank sind dessen Vorgänger und Nachfolger identisch. »Ich habe hier nicht bei Null angefangen, dennoch kann man bei sieben neuen Spielerinnen schon von einem in großen Teilen veränderten Kader sprechen«, sagt Wilhelmi.

Allein sechs Spielerinnen kommen aus der A-Jugend, während mit Joelina Herter (zog beruflich bedingt zurück in den Schwarzwald) lediglich eine Spielerin den Verein verließ. Mirjam Markstahler pausiert zwar, steht laut Trainer aber ab und an als Standby-Kraft zur Verfügung.

Stetige Weiterentwicklung

Die siebte neue Spielerin soll beim angestrebten Integrationsprozess der jungen Mitspielerinnen eine wesentliche Rolle spielen. Kristina Wansidler, die vom TV Lahr kommt, hat sich in der Vorbereitung bereits engagiert eingebracht. »Sie bringt große Erfahrung mit, aber auch eine ganz eigene Personality auf dem Feld. Davon wird die Mannschaft profitieren«, ist sich Stefan Wilhelmi sicher, der in der Vorbereitung »eine stetige Weiterentwicklung bei jeder Spielerin« gesehen hat. Nur wenige Blessuren und Ausfälle waren zu beklagen, insgesamt wurden sechs Testspiele absolviert.

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Drei Torhüterinnen

Mussten aufgrund der dünnen Decke in Sachen Torfrauen zuletzt auch immer wieder mal gelernte Feldspielerinnen zwischen die Pfosten rücken, bieten sich dem Trainer nun mindestens drei Ansätze. »Celine Frenk ist unsere Nummer eins, dazu kommt Judith Thiepold als zweite erfahrene Kraft«, zeigt der HSG-Coach auf. Über Kristina Wansidlers konnte deren ehemalige Lahrer Teamkameradin Katharina Himmelsbach als weitere Option gewonnen werden. Himmelsbach weilt beruflich bedingt am Bodensee, ist dort auch bei Bezirksligist DJK Singen aktiv. Eine Wechselpass-Option ermöglicht, dass sie auch bei der HSG als erfahrene Option zum Einsatz kommen kann. Sollten alle Stricke reißen, könnte auch eine ganz junge Torfrau aus der B-Jugend zur Verfügung stehen. »Das ist eine Gesamtlösung, mit der wir hoffentlich über die Runde hinweg keine Probleme haben werden«, so Wilhelmi.

Gewisse Erwartungshaltung

Bei der Zielsetzung betrachtet der HSG-Coach die Thematik aus mehreren Blickwinkeln. »Mir ist bewusst, dass seitens Außenstehender, vor allem unserer Zuschauer, eine gewisse Erwartungshaltung vorhanden sein wird, nachdem die Mannschaft vergangene Saison zeitweise oben mitgespielt hat«, merkt Stefan Wilhelmi einerseits an. Dazu komme aber die realistische Position: »Ich kann nicht erwarten, dass die Mannschaft mit so vielen neuen Jugendspielerinnen in der Landesliga alles einreißen wird. Wir haben gut gearbeitet, bereiten uns auf jeden Gegner eingehend vor. Aber an einen konkreten Tabellenplatz binden wir die Zielsetzung nicht, die Spielerinnen können dahingehend mit Ernst, aber ohne Druck agieren.«
 

Info

Der Kader

Tor: Celine Frenk, Judith Thiepold, Kathrin Himmelsbach (Wechselpass/auch bei DJK Singen aktiv).
Feld: Katrin Brunner, Lisa Luick, Jana Häß, Stefanie Schiff, Kristina Wansidler, Lisa Bader, Victoria Jäger, Alisa Kern, Kerstin Erb, Lisa Bertrand, Sarah Fortin, Laura Bensch, Elena Kern, Dana Wilhelmi, Katharina Greiner.
Trainer: Stefan Wilhelmi (neu), Co-Trainerin: Bärbel Breithaupt.
Zugänge: Kristina Wansidler (TV Lahr), Celine Frenk, Lisa Bader, Lisa Bertrand, Lisa Luick, Katharina Greiner, Elena Kern (alle eigene Jugend).
Abgänge: Mirjam Markstahler (Handball-Pause), Joelina Herter (berufliche Gründe).

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