Fußball-Landesliga

Offenburger Stadtderby gleich richtungsweisend im Abstiegskampf

red
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29. Februar 2024
Das Hinspiel gewann der FV Rammersweier um Antony Anzaldi (r.) beim SCO um Lucas Schary (l.) mit 2:1.

Das Hinspiel gewann der FV Rammersweier um Antony Anzaldi (r.) beim SCO um Lucas Schary (l.) mit 2:1. ©Faruk Ünver

In der Fußball-Landesliga steigt am Samstag das mit Spannung erwartete Duell zwischen Rammersweier und dem SCO. Auch Hofstetten und Kehl sind direkt unter Zugzwang.

VfR Elgersweier - SV Oberwolfach (Samstag, 14.30 Uhr)

Am Samstag um 14.30 Uhr empfängt der VfR Elgersweier (5. Platz/26 Punkte) zum ersten Heimspiel 2024 den SV Oberwolfach (8./20). Nach dem erfolgreichen Jahr 2023 möchte Elgersweier auch im neuen Jahr die positive Entwicklung fortsetzen. Allerdings ist jedem im VfR-Lager bewusst, dass mit Oberwolfach ein sehr unangenehmer und schwieriger Gegner gastiert.
Die Wolftäler sind etwas holprig in die Saison gestartet und haben mit bislang neun Unentschieden die meisten Remis der Landesliga auf dem Konto. Allerdings zeigt das Torverhältnis von 29:18, dass der achte Tabellenplatz eigentlich nicht dem wahren Leistungsvermögen der Gäste entspricht, was auch die letzten erfolgreichen Spieltage vor der Winterpause verdeutlichen. Die VfR-Defensive muss vor allem auf die torgefährlichen Offensivspieler Marc Heizmann (7 Tore), Lucas Schmid (5) und Jonas Wolf (5) aufpassen, die in jedem Spiel für einen Treffer gut sind. Das umkämpfte Hinspiel endete mit 1:1. Am Samstag möchte Elgersweier den Heimvorteil zu seinen Gunsten nutzen. Jedem ist aber bewusst, dass dafür eine sehr gute Teamleistung notwendig sein wird.
Wer gegen Oberwolfach im Elgersweierer Kader steht, ist noch ungewiss. Winterneuzugang Marco Junker wird dabei sein und mit seiner Erfahrung sowie Qualität dem VfR weiterhelfen. In jedem Fall fehlen werden Tim Kempf, der nach seinem Kreuzbandriss wieder im Lauftraining ist, und Luca Busam, der sich einen Bänderriss im Testspiel gegen Stadelhofen zugezogen hat. Dazu kommen noch einige grippegeschwächten Spieler, über deren Einsatz erst kurzfristig entschieden wird. Trotz dieser Fragezeichen ist man im VfR-Lager positiv gestimmt, dass der Auftakt in 2024 gelingen wird.

Nach einer Vorbereitung, die „aufgrund von Krankheiten phasenweise durchwachsen war wie vermutlich bei vielen anderen Teams auch“, so Jürgen Ehrhardt, „möchten wir gut in die Rückrunde starten“. Doch Ehrhardt, der mit seinem Kollegen Dirk Flaig ein gutes erstes halbes Jahr als SVO-Trainerduo erlebte, das bereits für die neue Saison zugesagt hat, weiß: „In Elgersweier wird es alles andere als leicht, denn der VfR spielt bisher eine gute Runde und hat mit Marco Junker noch mal sehr viel Qualität und Erfahrung dazubekommen.“ Junker wechselte in der Winterpause nach vielen Jahren beim Offenburger FV in Verbands- und Oberliga zum Aufsteiger aus der Offenburger Ortschaft. „Wir wollen aber unsere Qualitäten auf den Platz bringen“, betont Ehrhardt selbstbewusst. Wobei mit Roman Boser und Jonas Dieterle zwei wichtige Akteure urlaubsbedingt fehlen. Ein 1:1 wie im Hinspiel scheint erneut denkbar. Zumal der SVO mit acht Punkteteilungen der Unentschieden-Spezialist der Liga und der VfR mit deren fünf auch in dieser Kategorie vorne dabei ist.

 

FV Rammersweier - SC Offenburg (Samstag, 16 Uhr)

Ein wichtiges Spiel für beide Mannschaften bildet der Nachbarschaftsvergleich der Fußball-Landesliga am Samstag (16 Uhr) zwischen dem FV Rammersweier (10. Platz/18 Punkte) und dem SC Offenburg (15./9) auf dem Rammersweierer Rittacker. Beide Mannschaften bewegen sich am Rande oder inmitten des Abstiegskampfs, sodass im direkten Vergleich lediglich ein Sieg dabei hilft, die tabellarische Ausgangslage zu verbessern.

„Für beide geht es um einiges, für Offenburg sicher noch ein wenig mehr als für uns. Klar ist, dass wir gewinnen und so mit Rückenwind in die nächsten Landesliga-Wochen starten wollen“, sagt FVR-Sportvorstand Mamaar Otmane. Seit Januar bereiteten sich die Gastgeber vor, gerade im Fitness- und Athletikbereich wurde intensiv gearbeitet. „Wir wollten ganz gezielt noch etwas mehr vorbeugen, weil wir in der Vorrunde doch ziemliches Verletzungspech hatten. Jeder Prozentpunkt, der uns helfen kann, unserem Ziel Klassenerhalt näher zu kommen, soll möglichst aktiviert werden“, skizziert Otmane.

Sportlich erbrachten die Testspiele rein ergebnistechnisch mehr Niederlagen als Siege. Allerdings sollte das nicht zu hoch gehängt werden, wie der Sportvorstand bestätigt: „Es wurde viel in taktischer Hinsicht probiert, Umberto Vulcano hat viel durchgewechselt, auf diversen Positionen getestet. Ergebnisse sind in der Vorbereitung daher eher zweitrangig. Es zählt gegen Offenburg, dann muss alles passen“, ergänzt Otmane. Vom Spiel auf dem vergleichsweise großen Kunstrasen erhoffen sich die Rebländer einen kleinen Vorteil. „Kampf wird Trumpf sein am Samstag, auch der Kopf wird in diesem Vergleich ein Faktor werden. Im Hinspiel haben wir nicht unsere beste Leistung gezeigt, sind aber in Unterzahl zurückgekommen und konnten gewinnen. Das sollte den Spielern Mut machen“, hofft Otmane. Personell ist, von Langzeitausfällen abgesehen, lediglich der Einsatz Juri Stroinoffs (Knieprobleme) unwahrscheinlich.

Die Gäste um SCO-Trainer Karsten Kalt hatten in der Winterpause die Abgänge von Yannick Männle (SG Nußbach/Bottenau) und Tunahan Keskin (FV Schutterwald) zu verkraften. Mit Stephane Fouda und Hugh Epaka kamen jedoch auch zwei Spieler vom SV Linx hinzu, die dem SCO zum Klassenerhalt verhelfen sollen. „Ich bin mir sicher, dass wir mehr Punkte holen können als in der Hinrunde. Die Mannschaft hat in dem halben Jahr auch dazugelernt und ist gereift. Die vielen engen Spiele in der Hinrunde, in denen wir auch viel Lehrgeld bezahlt haben, wollen wir jetzt in der Rückrunde für uns entscheiden“, erklärt Kalt, der zum Auftakt in Rammersweier auf Innenverteidiger Jan Holdermann (Urlaub) verzichten muss.

SV Sinzheim - Kehler FV (Samstag, 17.15 Uhr)

„Wir hoffen auf einen guten Start in die Rückrunde“, sagt Kehler FV-Trainer Marcel Stern. Auf ihn und sein Team (Tabellenplatz zwölf) wartet am Samstag, 17.15 Uhr, das Nachholspiel beim SV Sinzheim.

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„Wir haben, anders als im vorigen Sommer, eine gute Vorbereitungsphase hinter uns. Wir sind als Team zusammengewachsen und haben unseren Stil gefunden und weiterentwickelt. Die Jungs sind heiß auf dieses erste Pflichtspiel", sagt Stern. Er wisse, dass sein Team trotz der beiden Siege vor der Winterpause keine optimale Vorrunde gespielt hat, ebenso sei er aber fest davon überzeugt, dass eine bessere Rückrunde bevorsteht. Und natürlich, so Stern, werde man den Klassenerhalt schaffen.

Von den Leistungen in den Vorbereitungsspiele, vor allem dem 2:2 beim Verbandsligisten SV Bühlertal und dem 3:1-Sieg beim Landesligisten FV Herbolzheim, zeigte sich der Trainer angetan, mahnt aber auch vor übertriebenem Optimismus: „Ich habe noch Verbesserungspotential gesehen.“

Mit den vier Neuzugängen in der Winterpause, Moussa Banaken und Jordan Jovic (beide SV Linx), Luca Thelen (SG Freistett-Rheinbischofsheim) und Corentin Wirth (AS Hochfelden) hat der Kehler Kader an Qualität gewonnen. "Alle vier haben das Zeug, in der Startelf zu stehen“, sagt Stern. Außer dem Langzeitverletzten Simon Schulze steht ihm der komplette Kader zur Verfügung. Was in der Vorrunde nicht oft der Fall war.

Der SV Sinzheim ist, ähnlich wie der Kehler FV, nicht optimal in die Saison gestartet und rangierte lange am Tabellenende. Aber das Team um Trainer Dominic Künstle fing sich und belegt mittlerweile einen Platz im Mittelfeld.

Marcel Stern: „Wir treffen auf ein gestandenes Landesligateam, da kommt einiges auf uns zu. Aber darauf habe ich die Mannschaft in dieser Trainingswoche vorbereitet. Um bei den Sinzheimern bestehen zu können müssen wir alle unsere Fähigkeiten auspacken – nur dann können wir von dort auch etwas Zählbares mitnehmen."

SC Hofstetten - 1. SV Mörsch  (Sonntag, 15 Uhr)

Nach „anfangs üblichen Schwierigkeiten mit Fasend und Grippewelle“, so Dennis Kopf, sei die Vorbereitung zuletzt besser verlaufen mit drei erfolgreichen Testspielen. Der Spielertrainer wechselt zur neuen Saison bekanntlich zum Liga-Konkurrenten SC Durbachtal und will seine dann drei Jahre beim SC Hofstetten mit Landesliga-Meistertitel und Verbandsliga-Abstieg unbedingt positiv beenden. Dies wäre mit dem Klassenerhalt erreicht. Auf dem Weg dorthin liegt für den SCH (14. Platz/9 Punkte)„direkt einer der großen Brocken“. Der 1. SV Mörsch thront mit 33 Zählern punktgleich mit dem SV Niederschopfheim ganz oben, „daher setzt keiner einen Cent auf uns“, so Kopf: „Dies bietet jedoch auch die Chance, uns mit einer Überraschung in einen positiven Flow zu spielen und Schwung für die restlichen Spiele zu bekommen. Wir werden unabhängig vom Gegner immer das Maximale investieren.“ Personell sieht es indes eher minimal aus. Michael Krämer fällt mit Meniskusriss und lädiertem Kreuzband für den Rest der Saison aus, am Sonntag fehlen Leon Brosamer (Leistenzerrung), Lukas Hauer (im Trainer-Team der U20-Juniorinnen des SC Freiburg gefordert) und Marc Hengstler (privat verhindert).

Außerdem spielen: FC Obertsrot - VfB Bühl (Sonntag, 15 Uhr)

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