Lokalsport

OFV: Hockenjos und Parhizi wollen weg

Autor: 
Michael Bittner
Lesezeit 2 Minuten
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14. Dezember 2003
Offenburg (mb). Bei nur einer Niederlage in 17 Spielen steht der Offenburger FV als Verbandsliga-Zweiter Gewehr bei Fuß, um im Mai den Sprung in die Oberliga zu schaffen. Dennoch droht in der Winterpause das erfolgreiche Team auseinanderzubrechen. Grund sind sofortige Wechselabsichten von Mittelfeld-Wirbelwind Gino Hockenjos (21) und Ali Parhizi (20), die ihre Verträge vorzeitig auflösen wollen. Und Regisseur Stefan Thiel (3x) macht möglicherweise aus beruflichen Gründen doch noch von einer entsprechenden Austiegsklausel Gebrauch.
Hockenjos, der in die Oberliga als Sprungbrett für höhere Klassen zurück will, ist sich nach eigener Aussage mit dem SC Bahlingen einig. Parhizi möchte zum württembergischen Verbandsliga-Zweiten Olympia Laupheim. Bei Thiel hängt alles davon ab, wie sich in den nächsten Tagen seine berufliche Zukunft entscheidet: »Wenn ich hier in der Region eine Arbeitsplatz finde, bleibe ich beim OFV. Aber ich habe in München noch ein Eisen im Feuer. Wenn das klappt, gehe ich vorzeitig.« »Ich weiß von den Wechselgerüchten bei Hockenjos, Parhizi oder Thiel, aber ich muss an die sportlichen Ziele denken. Warum sollte ich ohne Ersatz Spieler für andere Klubs freigeben?«, sagt OFV-Trainer Jürgen Hartmann. Hockenjos, der nach einem Kreuzbandriss im Sommer von den Amateuren des SC Freiburg zum OFV gekommen war, hat inzwischen einer Offerte des Verbandsliga-Spitzenreiters FC Teningen abgesagt. Er will eine Klasse höher - und zwar zum SC Bahlingen. Dazu benötigt er die Freigabe des OFV. Für Trainer Hartmann kein Thema: »Ich weiß, dass Gino im Juni bei einem Regionalligisten einen Vertrag erhalten wird, da kann er bis dahin auch bei uns bleiben und braucht die Zwischenstation Oberliga nicht.« Hockenjos hat unter anderem bei der TSG Hoffenheim ein Probetraining absolviert. Auch im Falle Parhizi will Hartmann einem Wechsel nicht zustimmen: »Laupheim ist potenzieller Gegner bei Aufstiegsspielen. Da sehe ich einen Wechsel ohne Klauseln ohnehin nicht ein«, sagt er und verweist auf sein Mitspracherecht bei Transfers. »Wir gingen mit 21 Spielern in die Saison, hatten aber in Daxkobler, Moritz, Riether und Martens vier Ausfälle, sodass ich nicht zusehen kann, wie der Kader weiter ausdünnt.« Pikant bei Hockenjos und Parhizi: Beide wurden vom sportlichen Leiter Martin Wagner verpflichtet. Der hat im November seine Tätigkeit aufgekündigt. Und die Agentur ISMM, für die Wagner arbeitet, hat ihren Sitz in Erlenmoos bei Laupheim. Hartmann will zusammen mit OFV-Chef Werner Morstadt bei den Spielern für Klarheit sorgen. Laut Morstadt ist noch kein anderer Verein an den OFV herangetreten. So lange bestehe kein Handlungsbedarf.

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