Fußball-Oberliga

OFV-Trainer Eble: 0:2 vor der Pause war der Genickschlag

Autor: 
Ingo Doberstein
Lesezeit 3 Minuten
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18. April 2017
Offenburgs Yannick Lawson (r.) setzt sich gegen einen NSU-Spieler durch.

Offenburgs Yannick Lawson (r.) setzt sich gegen einen NSU-Spieler durch. ©Uwe Nestlen

Für den arg abstiegsgefährdeten Offenburger FV wird die Luft immer dünner. Auch am Karsamstag gab es für den Drittletzten der Fußball-Oberliga keine Punkte. Der OFV verlor bei der Neckarsulmer SU mit 1:2 – der Anschlusstreffer zehn Minuten vor Schluss kam zu spät.

 

»Ich denke, wir haben verdient gewonnen«, fasste NSU-Trainer Thorsten Damm die 90 Minuten kurz zusammen und lobte die Mentalität seiner Mannschaft. Doch der Coach ließ nicht unerwähnt, dass man es nach der verdienten 2:0-Pausenführung versäumt hatte, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen.
Bereits nach sechs Minuten gab es die erste Neckarsulmer Großchance, allerdings schoss Steven Neupert den Ball übers Tor. Nur eine Minute wäre beinahe der Offenburger FV in Führung gegangen: Der flinke Marco Junker scheiterte an NSU-Goalie Marcel Susser – wie auch Louis Beiser-Biegert mit seinem Kopfball. Damit hatte der OFV jedoch sein Offensivpulver vor der Pause bereits verschossen.

Kurioser NSU-Rückpass fast das 1:1 für den OFV
Die Sport-Union hingegen erkämpfte sich mit guter Zweikampfhärte und Einsatzwillen ein Übergewicht. In der 38. Minute traf Steven Neupert in der Mitte eine punktgenau geschlagene Flanke von Philipp Seybold zum 1:0. 
Eine nicht alltägliche Szene ereignete sich zwei Minuten später, ein Neckarsulmer Rückpass hätte beinahe zum 1:1 geführt, doch ein spurtender und grätschender Marcel Susser verhinderte den Ausgleich der Ortenauer. 
Sekunden vor dem Pausenpfiff schnippelte Ouadie Barini dann einen Freistoß aus 20 Metern mit viel Gefühl ins lange Eck und sorgte für eine 2:0-Pausenführung der Gastgeber. »Dieser Treffer war so etwas wie der Genickschlag für uns«, sagte Offenburgs Coach Kai Eble. 

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OFV-Tor wegen Abseits nicht gegeben
In der zweiten Hälfte wollte die Sport-Union den dritten Treffer zu sehr, sodass der letzte entscheidende Pass nicht ankommen wollte. Zwar hatte die Sport-Union die ein oder andere Chance, doch die letzte Konsequenz fehlte bei den Offensivbemühungen. Glück hatten die Gastgeber noch dazu, als ein Treffer der Offenburger in der 52. Minute wegen Abseits von Schiedsrichter Marco Zauner nicht anerkannt wurde. In der 79. Minute fiel aber doch der Anschlusstreffer. Zunächst setzte sich Louis Beiser-Biegert auf der linken Seite gegen eine zu zaghaft agierende Neckarsulmer Defensive durch, in der Mitte schüttelte Marco Junker seinen Gegenspieler ab und vollendete zum 2:1. 

NSU musste zehn MInuten zittern
In der Folge zeigten die Automatismen des Fußballs Wirkung. Offenburg drückte mächtig auf den Ausgleich und bei den Neckarsulmern begann das große Zittern um die drei Punkte. Außer einigen Freistößen aus aussichtsreichen Positionen brachten die nun konsequenter auftretenden Ortenauer gegen insgesamt gut verteidigende Neckarsulmer jedoch nichts mehr zustande.

Neckarsulmer SU – Offenburger FV 2:1 
Neckarsulm: Susser – Leonhardt, Busch (90. Romano), Klotz, Seybold, Schneckenberger (88. Kappes), Marche (78. Retzbach), S. Neupert, Gerstle (78. Elseg), Öztürk, Barini.
Offenburg: Bergdorf - Kahle, Schätzle (46. Anzaldi), K. Feger, Junker, Schillinger (53. M. Vollmer), Lawson (60. Kehl), M. Feger (68. Geiler), Beiser-Biegert, Schlieter, Tsolakis.
Schiedsrichter: Marco Zauner (Bühlerzell) –  Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Neupert (38.), 2:0 Barini (44.), 2:1 Junker (79.).

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