Fußball

OFV zieht dem SV Stadelhofen den Zahn

Autor: 
Fritz Bierer
Lesezeit 4 Minuten
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05. August 2017

Marco Petereit (l.) vom OFV lässt Volker Springmann vom SV Stadelhofen aussteigen ©Ulrich Marx

Für Oberliga-Absteiger Offenburger FV war es ein Saisonstart nach Maß. Die Elf von Trainer Kai Eble gewann am Freitag Abend das Ortenau-Derby beim personell schwer angeschlagenen SV Stadelhofen verdient mit 4:1 (2:0).   

Das Derby am Freitagabend im Mührigwald-Sportpark vor 1100 Zuschauern war gleichzeitig das Saison-Eröffnungsspiel des Südbadischen Fußballverbandes. Entsprechend viel Fußball-Prominenz war präsent – an der Spitze Verbandspräsident Thomas Schmidt. Und jeder Club der 18er-Liga hatte einen Vertreter geschickt.

 
Doch Derbystimmung war kaum zu spüren. Zu groß war der Aderlass der Hausherren. SVS-Trainer Daniel Bistricky, der am heutigen Samstag seine Anja zum Traualtar führt, musste urlaubs- und verletzungsbedingt auf zehn gestandene Verbandsliga-Akteure verzichten – da musste sogar Nicolas Vix auflaufen, der sich im Pokalspiel vor einer Woche gegen den SV Kuppenheim einen Nasenbeinbruch einhandelte. Er trug eine Gesichtsmaske.

Totale Funkstille
Obwohl der OFV mit einer 2:0-Führung in die Pause ging, hatte der Favorit in den ersten 45 Minuten kaum nennenswerte Torchancen. Bei den Hausherren herrschte an vorderster Front totale Funkstille. Zu sehr war die Bistricky-Elf, bei der in der Endphase sechs Kreisliga-A-Akteure auf dem Rasen aktiv waren, mit Abwehraufgaben beschäftigt. Auffälligster Akteur bei den Kreisstädtern war Neuzugang Eimen Kelbi, der einige gute Pässe spielte und auch im Abschluss Gefahr ausstrahlte. Der Ex-Oberkircher und -Linxer erzielte in der 17. Minute das erste Verbandsliga-Tor in dieser Saison. Samuel Geiler war über die linke Außenbahn der Wegbereiter, seine Flanke wehrte Michael Schindler zu kurz ab und Kelbi traf aus 20 Metern in die linke untere Torecke. Allerdings war dieser Treffer nicht unhaltbar. Ebenfalls aus der Distanz dann die nächste OFV-Möglichkeit – diesmal parierte SVS-Keeper Sebastian Bell das »Geschoss« von Marco Petereit aus gut 25 Metern. Pech hatte dann Lukas Schätzle, der mit einem 20-Meter-Schuss nur den Pfosten des SVS-Gehäuses traf. Das 2:0 kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Sturmführer Keven Feger. Zunächst scheiterte er mit dem Elfmeter, den Patrick Ringwald an Eimen Kelbi verschuldet hatte, an Keeper Sebastian Bell, Fegers  »Nach-Kopfball« zappelte dann im Netz (44.).  

OFV-Dominanz
Endgültig entschieden war die Partie in der 51. Minute, als Keven Feger das 3:0 markierte. Nach dem deutlichen Rückstand wurden die Gastgeber etwas offensiver. Die Partie war nun wesentlich lebhafter, die OFV-Dominanz allerdings deutlicher. Valon Salihu (68.) und Jonas Frammelsberger (62.) hatten die ersten Möglichkeiten für die Renchtäler in dieser Partie, doch Marco Petereit sorgte mit dem ersten sehenswerten Spielzug des OFV für das 4:0 (70.). In der Folge brannte es mehrmals lichterloh im Stadelhofener Strafraum – der Treffer fiel jedoch auf der Gegenseite durch Valon Salihu, der mit der Picke aus zwölf Metern dem ansonsten kaum beschäftigten Keeper Florian Streif beim 1:4-Ehrentreffer keine Abwehrchance ließ.

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»Der Sieg war verdient, obwohl der OFV auch nicht besonders gut war. Es war das Duell einer mittelmäßigen gegen eine etwas schwächere Mannschaft«, resümierte SVS-Trainer Daniel Bistricky, der kaum Dynamik im Spiel nach vorn bei seiner Truppe sah. »Alle haben sich bemüht, obwohl ich noch etwas mehr Gegenwehr erwartet hatte.«

OFV-Coach Kai Eble war zufrieden. »Wir haben heute nichts anbrennen lassen, die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt. Mit dem 2:0 kurz vor der Pause haben wir dem SV Stadelhofen den Zahn gezogen. Hätten wir in Halbzeit zwei noch ein bisschen konsequenter gespielt, wären sicher noch mehr Treffer gefallen. Aber das wäre am Ende doch des Guten zu viel gewesen.«
 

Info

Statistik

SV Stadelhofen – Offenburger FV 1:4
Stadelhofen
: Bell – Waltersbacher, Vix, Ringwald, Otten (67. Harter) – Frammelsberger, Schindler, Schwab (78. Seeber), Menninger (73. Klein) – Salihu (83. Rohrer), Springmann.
Offenburg: Streif – Kahle, Schlieter, Baitinger (54. Ruf) – Schätzle, Beiser-Biergert (71. Anzaldi) – Junker, Kelbi, Geiler (64. Feißt) – Petereit, Feger. 
Schiedsrichter: Zorn (Freiburg) – Zuschauer: 1100.
Tore: 0:1 Kelbi (17.), 0:2 Feger (44.), 0:3 Feger (51.), 0:4 Petereit (70.), 1:4 Salihu (75.).

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