Faustball

Oliver Späth: Traum wird Realität

Autor: 
Nico Feißt
Lesezeit 2 Minuten
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21. Juli 2017
»Die Vorfreude ist riesig«, sagt Faustballer Oliver Späth aus Offenburg vor seinen ersten Pflichtspielen im Trikot der deutschen Nationalmannschaft.

»Die Vorfreude ist riesig«, sagt Faustballer Oliver Späth aus Offenburg vor seinen ersten Pflichtspielen im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. ©Christian Kadgien

Auf Vereinsebene hat der Offenburger Faustballer Oliver Späth alles gewonnen: Zehn Mal die deutsche Meisterschaft, neun Mal den Europa- und zwei Mal den Weltpokal. Ab Samstag will er auch den ersten Titel mit der Nationalmannschaft.

Oliver Späth ist einer von fünf Spielern von Abonnement-Meister TSV Pfungstadt, der für die World Games im polnischen Breslau nominiert ist. Die World Games verstehen sich als Olympische Spiele für alle nicht-olympischen Sportarten und werden auch so aufgezogen. »Das ist auf jeden Fall eine andere Nummer. Als Kind träumt man immer von Olympia, aber als Faustballer weiß man schnell, dass das nichts wird. Die World Games sind kein Trostpflaster, werden aber ein ganz besonderes Feeling haben«, sagt Oliver Späth und erklärt, dass es auch einen Einmarsch ins Stadion und ein Deutsches Haus geben wird – eben wie bei den »richtigen« Olympischen Spielen.

Deutschland ist Topfavorit

Sportlich ist Deutschland Topfavorit, schließlich sind sie Inhaber aller wichtigen Titel, sind Europa- und Weltmeister sowie World-Games-Sieger. Als größte Konkurrenten gelten die Schweiz und Brasilien. Das Eröffnungsspiel ist am Samstag um 11 Uhr gegen Argentinien. Die weiteren Gegner sind Österreich und Chile. »Wir spielen in einer Sechsergruppe jeder gegen jeden. Unser Ziel ist es, als Erster ins Halbfinale einzuziehen, um dann mit dem Vierten den leichteren Gegner zu bekommen – und natürlich den Titel zu gewinnen«, sagt der 26-Jährige, der auf das Finale am Dienstag hofft.

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In dieser Woche weilte das Team in Leipzig, am Donnerstag ging es nach Breslau. Späth hat schon die erste Pressekonferenz seines Lebens gegeben, Halbfinale und Finale werden live bei Sport1 übertragen: »Der mediale Rummel ist viel größer als sonst, die Vorfreude ist riesig.«

Rückkehr in Ortenau?

Nach sechs Test-Länderspielen wird Späth nun erstmals in Pflichtspielen eingesetzt werden. »Das ist eine ganz besondere Situation und etwas, das ich mir nie erträumt hätte, als ich angefangen habe mit Faustball. Aber ich bin fit und gut drauf«, sagt der frühere Spieler des heutigen FBC Offenburg.

Nach den World Games wird es ihn dann möglicherweise wieder in die Ortenau ziehen: Oliver Späth wird im Oktober sein Lehramtsstudium in Heidelberg mit dem Staatsexamen in Physik und Sport abschließen und hat sich für Offenburg beworben. Vielleicht dürfen ihn seine ersten Schüler dann World-Games-Sieger nennen.

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