Volleyball

Pia Leweling und Merle Weidt: Offenburger Leidensgenossen

Autor: 
Heiko Rudolf
Lesezeit 3 Minuten
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12. Januar 2017
Pia Leweling (l.) vom VC Offenburg und die ehemalige VCO-Spielerin Merle Weidt fieberten am Wochenende vor dem PC mit ihren Nationalmannschafts-Kolleginnen in Riga mit.

Pia Leweling (l.) vom VC Offenburg und die ehemalige VCO-Spielerin Merle Weidt fieberten am Wochenende vor dem PC mit ihren Nationalmannschafts-Kolleginnen in Riga mit. ©Privat

In der ungewohnten Rolle der Zuschauerin verfolgten Pia Leweling vom VC Offenburg und die ehemalige VCO-Spielerin Merle Weidt am Wochenende die WM-Qualifikation der deutschen U20-Nationalmannschaft in Lettland. Die beiden verletzten Volleyballerinnen fieberten am Internet-Livestream mit – und freuten sich am Ende über den Einzug in die nächste Runde.

Normalerweise führt Außenangreiferin Pia Leweling die U20-Nationalmannschaft als Kapitänin aufs Feld, wo sie dann gemeinsam mit Mittelblockerin Merle Weidt eifrig Punkte für die deutschen Volleyballerinnen sammelt. Doch das erste wichtige Turnier unter dem neuen Bundestrainer Martin Frydnes – Stufe eins der Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Mexiko (7. bis 16. Juli) – verpassten die aktuelle Spielerin des VC Printus Offenburg Leweling und die ehemalige VCO-Akteurin Weidt beide verletzungsbedingt.

Ungewohnte Belastung

»Ich plage mich schon länger mit Schulterproblemen am Schlagarm herum, die Entzündung am Sehnenansatz wurde durch die für mich ungewohnt vielen Einsätze in der Hinrunde beim VCO noch schlimmer«, schildert Pia Leweling, die im Sommer als Ergänzungsspielerin des Erstligisten USC Münster in die Ortenau kam und beim Zweitliga-Meister gleich voll einschlug. »Nach Rücksprache mit dem Physiotherapeuten habe ich mich dazu entschieden, die Pause in der Liga zum Auskurieren der Verletzung zu nutzen«, hat sich Leweling aus gesundheitlichen Gründen gegen die WM-Qualifikation in Riga entschieden. 

Die drei deutlichen 3:0-Siege ihrer Nationalmannschaftskolleginnen, zu denen mit Sabrina Krause noch eine weitere ehemalige Offenburgerin gehört, gegen Kroatien, Dänemark und Gastgeber Lettland hat sie aber dennoch live am Internet verfolgt. »Klar hab ich mitgefiebert. Dank Livestream, Instagram und Snapchat habe ich viel mitbekommen«, war Leweling »stolz« auf ihre Mannschaft.

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Am Laptop die Daumen gedrückt hat auch Merle Weidt, die es allerdings deutlich schlimmer erwischt hat als Mannschaftskollegin Leweling. Das Offenburger Eigengewächs, das seit Sommer 2014 für den VC Olympia Berlin in der 1. Bundesliga aufschlägt, hat sich einen Ermüdungsbruch im Fuß zugezogen. Es ist die erste schlimmere Verletzung in der Karriere der Wahl-Berlinerin. »Nachdem ich Schmerzen unter dem Ballen am Vorfuß hatte, wurde ein Ermüdungsbruch im Sesambein diagnostiziert. Das ist eine typische Volleyballer-Verletzung und ist leider sehr langwierig«, geht Weidt bereits seit rund sieben Wochen an Krücken. »Wenn alles gut verläuft, darf ich in vier Wochen mit der Reha anfangen und Mitte März wieder ins Training einsteigen«, hofft Weidt auf einen reibungslosen Heilungsprozess, weiß aber auch: »Die Saison, die so gut angefangen hat, ist gelaufen. Das ist bitter!«

Entscheidung im Mai

Auch ohne Leweling und Weidt hat sich die U20 des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) durch den Turniersieg in Riga ein Ticket für die zweite und letzte Qualifikationshürde vom 18. bis 21. Mai gegen die harte Konkurrenz aus Belgien, Bulgarien und Polen gesichert. Da will dann auch Pia Leweling wieder mit von der Partie sein, »wenn ich das mit dem Studium unter einen Hut bekomme«. Denn die WM in Mexiko bleibt das große sportliche Ziel der Psychologie-Studentin an der Uni Freiburg mit der Nationalmannschaft. Doch zunächst konzentriert sich Leweling voll und ganz auf den VC Printus Offenburg, mit dem sie den Meistertitel in der 2. Liga verteidigen will. »Ich habe in der Winterpause Dehnungs- bzw. Kräftigungsübungen absolviert und bin guter Dinge, beim ersten Spiel am 21. Januar in Neuwied fit zu sein.«

Auch Weidt hofft, beim alles entscheidenden Qualifikationsturnier im Mai wieder im DVV-Aufgebot zu stehen: »Da will ich wieder voll einsatzfähig sein und meinen Teil zur erfolgreichen WM-Quali beitragen. Doch die Gegner sind bärenstark, fast alle vier Teams spielen auf einem Niveau – und nur der Sieger fährt nach Mexiko.«

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