Fußball, Frankreich

Racing fiebert dem Finale entgegen

Autor: 
Peter Cleiß
Lesezeit 3 Minuten
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30. März 2019

Die Racing-Spieler um Stephan Mitrovic, Ludovic Ajorque, lamine Koné (verdeckt), Lebo Mothiba, Anthony Caci und Pablo Martinez (v. l.) wollen auch am Samstag jubeln. ©Philipp Cleiß

Die Anspannung bei Racing Straßburg und seinen Fans treibt ihrem Höhepunkt entgegen. Am Samstag um 21 Uhr (live bei DAZN) steigt im Stade Pierre Mauroy von Lille das diesjährige Finale im französischen Liga-Pokal. Racing trifft auf den Erstliga-Konkurrenten EA Guingamp und geht aufgrund des Saisonverlaufs als Favorit in dieses Endspiel.

Seit dem 30. Januar und einem denkwürdigen Halbfinale gegen Girondins Bordeaux fiebert eine ganze Region dem Höhepunkt der Saison entgegen. Der Klassenerhalt in der Ligue 1 ist für die Elsässer praktisch schon gesichert. Jetzt gilt alle Aufmerksamkeit dem möglichen dritten Sieg der Vereinsgeschichte im Liga-Pokal sowie der damit verbundenen Qualifikation für die Europa League. 
Auf dem Weg ins Finale hat die Laurey-Truppe Überraschendes geschafft. Nacheinander wurden OSC Lille (2:0), Olympique Marseille (1:1; 4:2 im Elfmeterschießen),  Olympique Lyon (2:1) und Girondins Bordeaux (3:2) aus dem Wettbewerb geworfen. Mit Lille­ (2.), Lyon (3.) und Marseille (4.) mussten sich drei Top-Platzierte der Liga Racing geschlagen geben. Straßburg selbst steht aktuell mit 39 Zählern auf dem 10. Tabellenplatz und verfügt damit über einen satten Vorsprung von 17 Punkten auf den Relegationsplatz 18, den derzeit EA Guingamp mit 22 Punkten einnimmt. Allerdings konnten die Elsässer trotz guter Auftritte seit sieben Spielen nicht mehr gewinnen, und insbesondere die drei Spitzen Ludovic Ajorque, Lebo Mothiba und Nuno da Costa haben plötzlich Mühe, ihre Torchancen zu verwerten.
Racing der Favorit
Guingamp reist seinerseits nicht ohne Hoffnungen zum Finale an. Mit zwei kurzen Unterbrechungen hält sich der Club aus dem weniger als 7 000 Einwohner zählenden Städtchen in der Nord-Bretagne nun seit über 20 Jahren in der Ligue 1. Zwei Siege im französischen Pokal (2009 und 2014) konnten die Bretonen erringen – beide Male gegen Gegner, die als Favoriten galten. Und der schlechte Tabellenplatz ist auch fast schon Schnee von gestern. Mit sechs Niederlagen waren die Schützlinge von Antoine Kombouare in die Saison gestartet. Aber inzwischen wurde mit Joselyn Gourvennec ein neuer Trainer verpflichtet, und in den letzten fünf Spielen erreichten seine Schützlinge bei nur einer Niederlage zwei Unentschieden und zwei Siege und stehen pünktlich zum Liga-Pokalfinale erstmals in dieser Saison auf dem drittletzten Tabellenplatz. 
»Für die meisten von uns wird es das einzige Finale sein, das wir in unserer Fussballerkarriere je spielen, da bleibt kein Platz für Überheblichkeit«, ist sich Racing-Verteidiger Pablo Martinez jedoch sicher, dass niemand die Bretonen auf die leichte Schulter nimmt. Seit Wochen fiebern er und seine Mitspieler dem Finale entgegen. 
Zwei Sonderzüge der französischen Bahn sowie mehrere Dutzend Busse werden die Straßburger Fans morgen nach Lille bringen. Racing kann mit der Unterstützung von einigen Zehntausend Fans rechnen. 
Thierry Laurey kann für diese Partie auf seine Stammformation zurückgreifen – mit zwei Ausnahmen: Im Tor wird wie in allen Pokalspielen erneut der junge Bingourou Kamara stehen, und der seit Wochen verletzte Jonas Martin fehlt auch in diesem Spiel. 

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