Fußball

RB Leipzig landet großen Coup

Michael Hoffmann
Lesezeit 4 Minuten
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31. August 2015
RB Leipzig war erstmals in Offenburg beim Turnier dabei und siegte gleich.

(Bild 1/2) RB Leipzig war erstmals in Offenburg beim Turnier dabei und siegte gleich. ©Sabine Kleinecke

Der Nachwuchs von RB Leipzig gewann am Samstag ein von Spannung geprägtes Finale gegen den VfB Stuttgart mit 1:0. Beide Mannschaften wurden dabei ihren Favoritenrollen beim Bernd-Schmider-Gedächtniscup des Offenburger FV gerecht. Das international besetzte Juniorenfußballturnier war einmal mehr ein Kräftemessen auf hohem Niveau.

Um 19.43 Uhr stand der Sieger fest. Stolz reckte der Kapitän der U13-Kicker des RB Leipzig den Wanderpokal in die Höhe. Zuvor hatten er und seine Mannschaft das Finale des Bernd-Schmider-Gedächtniscups durch ein Tor kurz vor dem Halbzeitpfiff mit 1:0 für sich entschieden. Nach einer schönen Kombination durch die Stuttgarter Abwehrreihe musste der Stürmer der Sachsen nur noch einschieben. Dies war auch der Höhepunkt eines ansonsten von Taktik geprägten Finales. Geschuldet war das auch den hohen Temperaturen. »In den Spielen war zu Beginn des Turniers noch einiges an Dynamik. Das ließ aber im Verlauf dann nach. Zehn Grad weniger wären für die Spieler sicher auch in Ordnung gewesen«, fand auch Turnierleiter und OFV-Jugendkoordinator Dominik Hildebrand. Trotz alledem habe man den ganzen Tag über schönen und schnellen Fußball gesehen, so Hildebrand. Überschattet wurde das Turnier jedoch von zwei schwereren Verletzungen. Sowohl der Torwart des SV Zimmern (Knie) als auch ein Stürmer des VfB Stuttgart (Hand) mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Wie jedes Jahr hatten sich namhafte Teams angekündigt. Neben den Finalisten aus Leipzig und Stuttgart konnte man auch die Talente des SC Freiburg, der TSG Hoffenheim, des FC Augsburg oder auch des Karlsruher SC beobachten und sich von ihrem Können überzeugen. Nach einer spannenden Gruppenphase, in welcher  der OFV I, der VfB Stuttgart, die polnischen Gäste von Naki Olsztyn und der FSV Mainz 05 als Sieger hervorgingen, waren auch die Platzierungsspiele von Spannung geprägt. Dass sich die Hausherren dabei im Viertelfinale dem späteren Turniersieger Leipzig 0:3 geschlagen geben mussten, war für Hildebrand nur eine Randnotiz. Der Verein sei mit dem Abschneiden seiner Teams sehr zufrieden: »Durch eine zeitgleich stattfindende DFB-Sichtung konnten wir nicht in voller Stärke antreten. Daher ist ein achter Platz mehr als annehmbar.«

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Auch generell konnte man aus Sicht des Offenburger FV voll und ganz mit dem Ablauf des Turniers zufrieden sein.  »Viele Spiele, kurze Pausen und kurze Wege zusammen mit einem hohen Niveau der Partien«, nennt Hildebrand die Gründe, weshalb sogar Bundesliga-Vereine Jahr für Jahr in Offenburg ihre Zelte für einen Tag aufschlagen.

Der Förderverein des OFV kümmerte sich mit dem Verkauf von Obst, Kuchen und Getränken um das leibliche Wohl, die Sportgaststätte im Karl-Heitz-Stadion versorgte die Talente mit Pasta, und auch Wasser sollte den Mannschaften zu keinem Zeitpunkt des Turniers fehlen. Hatten die Spieler zwischen den Spielen noch Energie, konnten sie am Geschwindigkeitsmessgerät  ihre Schusskraft überprüfen. »Am Ende des Tages sind das auch noch Kinder, die hier Spaß haben sollen«, so Wolfgang Panzer, erster Vorsitzender des Fördervereins des OFV. Und obwohl in jeder Ecke des Karl-Heitz-Stadions Bundesliga-Scouts ihre Kameras aufgestellt hatten, sei man doch bestrebt, auch den sozialen Aspekt eines solchen Events nicht zu vernachlässigen. Die Unterbringung der Mannschaften in Gastfamilien sei ein großer Schritt in diese Richtung. Viele Vereine nutzten dieses Wochenende auch als Maßnahme zur Teamfindung mit Ausflügen in der Region. »Aber natürlich steht das sportliche Kräftemessen bei den meisten Mannschaften im Vordergrund«, erklärte Panzer.

Als einziges internationales Team war in diesem Jahr die Mannschaft aus Olsztyn, der Partnerstadt Offenburgs, vertreten. Mannschaften aus Frankreich, der Schweiz oder Österreich mussten aufgrund des bereits laufenden Spielbetriebs in den jeweiligen Ländern ihre Zusage wieder zurückziehen. »Durch zwei weitere deutsche Leistungszentren konnten wir das sportliche Niveau des Turniers aber noch einmal erheblich steigern«, warf aber Hildebrand dagegen. Eine Verlegung des Turniers auf einen früheren Zeitpunkt sei jedenfalls keine Option für die Veranstalter. »Durch die dann noch laufenden Schulferien würde die Qualität des Teilnehmerfeldes leiden«, begründete Hildebrand diesen Entschluss. Für das nächste Jahr habe man aber bereits Kontakt zu einem namhaften englischen Team. Über den Kooperationspartner des SC Freiburg bestehe die Möglichkeit, Manchester United für das Turnier zu gewinnen. Und auch Sportartikelhersteller Nike, Hauptsponsor des Bernd-Schmider-Gedächtniscups, sei bestrebt, weitere internationale Hochkaräter für die nächsten Ausgaben des Turniers zu gewinnen.

Info

Ergebnisse

Finale:
VfB Stuttgart - RB Leipzig1:0
Halbfinale:
VfB Stuttgart - FSV Mainz 051:0
RB Leipzig - FC Augsburg1:0
Viertelfinale:
Offenburger FV I - RB Leipzig0:3
VfB Stuttgart - Hoffenheimn. E. 5:4
Naki Olsztyn - FC Augsburg0:1
FSV Mainz - Eintr. Frankfurtn. E. 4:3

Platzierungen:
1. RB Leipzig, 2. VfB Stuttgart, 3. FSV Mainz 05, 4. FC Augsburg, 5. Naki Olsztyn, 6. TSG Hoffenheim, 7. Eintracht Frankfurt, 8. Offenburger FV I, 9. 1. FC Nürnberg, 10. FSV Frankfurt, 11. Karlsruher SC, 12. FC 08 Villingen, 13. SC Freiburg, 14. VfL Bochum, 15. 1. FC Saarbrücken, 16. FV Lörrach/Brombach, 17. 1. FC Kaiserslautern, 18. Offenburger FV II, 19. FV Ravensburg, 20. SV Zimmern.

Info

Stimmen zum Turnier

Tom Stuckey (Trainer RB Leipzig): »Ich bin natürlich hochzufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Sie hat sich im Finale für den hohen Aufwand im Laufe des Turniers belohnt. Das Finale war am Ende eine Kraftfrage. Stuttgart ist normalerweise spielerisch stärker als wir, schlussendlich war es aber doch ein verdienter Sieg. Wir kommen gerne nächstes Jahr wieder, um den Titel zu verteidigen.«
Dominik Hildebrand (Jugendkoordinator OFV): »Der zeitliche Verzug war heute der einzig negative Punkt. Ansonsten war das Feedback durchweg positiv.«
Michael These (Co-Trainer, 1. FC Nürnberg): »Organisation und Verpflegung waren super. Leider waren die Schiedsrichter nicht immer auf dem gewohnten Niveau, auch die U14-Teams waren deutlich stärker. Dafür, dass wir nicht vollzählig antreten konnten, sind wir sehr zufrieden mit dem Abschneiden.«
Julius Hermann (Trainer SV Zimmern): »Ein super organisiertes Turnier mit starken Mannschaften. Über unser eigenes Abschneiden sprechen wir lieber nicht, das stand heute nicht im Vordergrund.«
Karl Rotter (Trainer Eintracht Frankfurt): »Heute waren sehr gute Mannschaften auf einem hohen Niveau anwesend. Ich bin aber nicht zufrieden mit unserer Leistung. Auch wenn man im Viertelfinale im Elfmeterschießen ausscheidet, darf man sich danach nicht so hängen lassen.«

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