Leichtathletik

Rekordaufgebot von 16 Ortenauern in Rostock

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29. Juli 2021
Die Nachwuchs-Leichtathleten messen sich am Wochenende in Rostock.

Die Nachwuchs-Leichtathleten messen sich am Wochenende in Rostock. ©Ulrich Marx

Deutsche U18- und U20-Meisterschaften an diesem ­Wochenende. Größte Zahl an Teilnehmern aus der Region stellt die LG Offenburg mit elf Nachwuchssportlern.

Mit einem Rekordaufgebot von 16 Nachwuchssportlern ist die Ortenau von heute bis Sonntag bei den deutschen Jugendmeisterschaften der Leichtathleten in Rostock vertreten. Alleine elf Aktive stellt die LG Offenburg. Die Bandbreite an Disziplinen ist beachtlich und spricht für eine hervorragende Förderung in der Region.

Skupin-Alfa startet über 800 Meter

Bekanntester Athlet ist der 17 Jahre alte Malik Skupin-Alfa (LG Offenburg), vor wenigen Wochen in Tallinn mit der 4x400-m-Staffel Dritter geworden. Der beste deutsche U18-Athlet in diesem Jahr über 400 Meter wird in Rostock allerdings die 800 Meter laufen, wo er mit der viertbesten Zeit (1:54,18) gemeldet ist. „In den Endlauf müsste er kommen, und dann ist vieles offen“, sagt seine Mutter und Trainerin Natalie Glock, die weiß: Über 800 Meter spielt die Taktik eine Rolle, und klar ist auch noch nicht, ob die stärkste Konkurrenz nicht doch noch andere Strecken bevorzugen wird.

Busam hat Endlaufchance

Mit Jan Busam (200 und 400 Meter in der U20), Noah Vilmen (800 Meter in der U20) und ihrer Tochter Vanda Skupin-Alfa (400 Meter in der U18) hat Natalie Glock drei weitere Athleten am Start. Busam hat über 400 Meter, wo er mit der siebtbesten Zeit (49,04) gemeldet ist, realistische Endlaufchancen, für Noah Vilmen „ist der Vorlauf bereits der Endlauf“, so die Trainerin, und für ihre Tochter wird die DM erstes Highlight ihrer jungen Karriere.

Woit will ins Finale

Mit 10,92 Sekunden über 100 Meter, der fünftbesten gemeldeten Zeit, startet auch Justin Woit (LG Ortenau Nord/LFV Schutterwald) in der U18 aussichtsreich ins Rennen. „Das Ziel ist das Finale“, sagt LFV-Vorsitzender und Trainer Harold Schley. Dafür hat der 16 Jahre alte Schutterwälder auch auf einen Start über 200 Meter verzichtet, wo er derzeit deutschlandweit die siebtbeste Zeit der U18 stehen hat.

Chance für Lorena Frühn

Für eine Topplatzierung ist auch Lorena Frühn (LG Offenburg) gut, allerdings hängt im Speerwurf vieles von der Tagesform ab. Mit 47,23 Metern ist die Ohlsbacherin, die dem jüngeren U18-Jahrgang angehört, mit der fünftbesten Weite gemeldet. „Von Platz zwei bis acht sind alle eng zusammen. Es gilt erst mal ins Finale zu kommen und dann weit werfen“, sagt ihr Trainer Werner Daniels.

Daniels nun im Dreisprung

Der einstige Obergföll-Erfolgscoach hat mit Sohn Johann einen zweiten Athleten am Start mit einer kuriosen Vorgeschichte. Die 16 Jahre alte Speerwurf-Hoffnung muss in dieser Disziplin seit Langem mit Ellbogenproblemen pausieren und hat sich kurzfristig entschieden, die Qualifikationsnorm im Dreisprung anzugehen. Es klappte auf Anhieb, jetzt will er seine Bestmarke von 13,39 Metern steigern.

Schnurr mit Doppelstart

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Vergangene Woche bei den „Badischen“ in Schutterwald musste Alexander Schnurr (LG Offenburg) noch passen, in Rostock wird er in der U18 über 100 Meter und 110 Meter Hürden starten. Den Flachsprint läuft er schon länger, die Hürden hat der Ohlsbacher unter Coach Wilhelm Seigel nun intensiviert. „Da er Kaderstatus hatte, konnten wir im Winter viel trainieren. Da hat er große Fortschritte gemacht“, freut sich Seigel.

Erfahrungen sammeln

Allerdings ist die DM für Schnurr genau wie für seine Trainingskollegen, den Gengenbacher Daniel Weith (400 m Hürden/U18) und Lena Vögele (400 m Hürden/U18) aus Steinach, vor allem geeignet, um Erfahrungen zu sammeln. „Alle drei sind zum Lernen in Rostock“, betont Seigel und warnt vor zu hohen Erwartungen: „Um vorne angreifen zu können, sind sie noch nicht so weit.“ Der erfahrene Coach, der das Trio erst das zweite Jahr unter seinen Fittichen hat, kennt die besonderen Umstände einer Jugend-DM. „Lange Anfahrt, Übernachtung im Hotel und dann gleich Topleistung bringen, das ist alles neu für die jungen Athleten.“

Jansen erneut qualifiziert

DM-Luft schnuppern durfte 2020 schon Nicole Jansen (LG Offenburg) und war über 800 Meter in der U18 als Siebte hervorragend platziert. Diesmal läuft die Gengenbacherin in der U20. Dabei will die Athletin von Trainer Frank Krasemann in den Bereich ihrer Bestleistung (2:15,14) kommen.

Drei Sprungathleten dabei

Drei Sprungathleten hat der in Rheinau beheimatete Landestrainer Volker Zahn nach Rostock gebracht. Weitspringer Noah Fischer (U18/TV Herbolzheim) und Dreispringerin Cora-Maria Burger (U18/LG Brandenkopf) haben sich auf 7,10 Meter bzw. 11,96 Meter gesteigert und haben damit gute Endkampfchancen. Das Finale der besten acht ist bei einem optimalen Vorkampf im Bereich ihrer Bestleistung (5,85 m) auch für Katharina Flaig (LG Offenburg) im Weitsprung (U20) möglich.

Huck stark verbessert

Immer besser in Form kam zuletzt Finn Huck vom TV Lahr. Der 16-jährige Schützling von Matthias und Steffen Laube hat sich über 400 Meter von 53,04 auf 50,87 Sekunden gesteigert und freut sich in Rostock auf seine erste DM-Teilnahme.

Ehrle mit gelungenem Umstieg

Als Bergläufer ist Lukas Ehrle schon in der Vergangenheit aufgefallen, nach dem Wechsel vom TV Villingen zur LG Brandenkopf hat er nun auch auf der Bahn die DM-Qualifikation erreicht und ist über 3000 Meter in der U18 mit der achtbesten Zeit (8:58,38) gemeldet.

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