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Boxen

Ring frei für Lucas Braun

Der Schutterwälder kämpft am Samstag in Straßburg bei einem Vergleich für den Corona Boxing Club
20. April 2017
&copy Privatfoto

Lucas Braun spielte Fußball und Handball, hat Leichtathletik betrieben und ist beim Boxen hängen geblieben. »Ich habe nirgends zuvor diesen Zusammenhalt zwischen Trainer und Schützling erlebt. Boxen ist einfach mein Sport«, lacht der 28-Jährige aus Schutterwald.

Mit 16 Jahren ist Lucas Braun beim Boxclub Offenburg gelandet. Es war eine Zeit, von der er heute noch schwärmt. Erst eine Ausbildung zum Bankkaufmann erschwerte die Trainingsmöglichkeiten in Offenburg. Bei der Boxstaffel Blau-Weiß Lahr ging es unter A-Lizenztrainer Dan Hoffmann weiter. Heute boxt er vor allem in Mirkos Gym in Offenburg bei Mirko Reinhard und Andy Preuss, der schon Lucia Morelli in die Weltspitze führte – und neuerdings für den Corona Boxing Club in Straßburg. 

Sprachliche Barrieren

Vor anderthalb Jahren ging Lucas Braun im wahrsten Sinne des Wortes über die Grenze. »Ich bin neugierig und offen für alles. Ich wollte wissen, wie die trainieren«, sagt er heute. Der Schutterwälder ist in Straßburg geblieben, auch sprachliche Barrieren sind kein Problem. Auf »Deutsch, Englisch sowie mit Händen und Füßen«, laufe die Verständigung. Auch die Franzosen haben am »boxeur allemand« offensichtlich Gefallen gefunden. Am Samstag (ab 18 Uhr) wird Braun beim Amateur-Vergleichskampf zwischen dem Elsaß und Lothringen in der Nähe des Meinau-Stadions für den Corona Boxing Club Straßburg in der Klasse bis 81 Kilogramm in den Ring steigen. 

Lucas Braun hat sich auf diesen Fight gewissenhaft vorbereitet. Selbst im Urlaub vor ein paar Wochen in Thailand war er in den Gyms anzutreffen. »Ich habe dort von meinem Kampf erfahren. Also musste ich was tun.« Auch im Moment trainiert er fast jeden Tag. Dazu gehören Läufe um den Baggersee in Schutterwald genauso wie Schattenboxen im nahen Wald. »Ich bin sehr naturverbunden. Das lässt sich gut verbinden«, sagt Braun, der schon immer gerne Sport gemacht hat und »immer auch ein bisschen mehr als andere«.

Ausgleich zum Beruf

Doch Boxen war immer nur Hobby. »Meine beruflichen Ziele waren wichtiger«, sagt der 28-Jährige, der zwischendurch den Bankfachwirt auf seine Ausbildung sattelte, aber heute in der freien Wirtschaft als technischer Einkäufer arbeitet. Sport ist für ihn der Ausgleich zum Beruf.  

»Leider ist Boxen sehr klischeebehaftet. Viele meinen immer noch, dass man sich in jedem Training die Köpfe einhaut«, bedauert der Schutterwälder und erzählt, was ihn an seinem Sport fasziniert. »Es ist die Motorik, die Körperbeherrschung, auch die Taktik, das Techniktraining.« Nicht zuletzt auch die mentale Auseinandersetzung. Und überhaupt: »Boxen ist ästhetisch. Es sieht einfach gut aus«, ist Lucas Braun überzeugt.

Autor:
Michaela Quarti

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