Leichtathletik

Roadrunner Jonas Müller triumphiert beim Dresden-Marathon

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pb
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12. November 2020
Freude pur: der siegreiche Jonas Müller von den Roadrunners Südbaden bei seinem emotionalen Zieleinlauf beim Marathon in Dresden.

Freude pur: der siegreiche Jonas Müller von den Roadrunners Südbaden bei seinem emotionalen Zieleinlauf beim Marathon in Dresden. ©Norbert Wilhelmi

Jonas Müller, Läufer der Roadrunners Südbaden, landete einen famosen Sieg beim Elite-Marathon in Dresden. Auch Florian Walz kam mit Bestzeit auf das Podest. Natalie Wangler und Patrick Brucker überzeugten über zehn Kilometer.

Durch den zweiten Lockdown ruht in Deutschland das Leichtathletik-Wettkampfgeschehen im November erneut weitestgehend. In schwierigen Zeiten machte es sich die Laufszene Sachsen, die unter anderem seit Jahren den Citylauf Dresden organisiert, zur Aufgabe, ein Elite-Rennen zu veranstalten. Nachdem in diesem Jahr fast alle sportlichen Highlights ausfallen mussten, bot sich so für mehrere Athleten der Roadrunners Südbaden die vielleicht letzte – und für manche gleichzeitig erste – Gelegenheit, um 2020 noch eine schnelle Zeit zu laufen. Während Natalie Wangler (Hohberg) und Patrick Brucker (Hofstetten die 10-Kilometer-Distanz in Angriff nahmen, starteten Jonas Müller (Hohberg) und Florian Walz (Ortenberg) über die Königsdistanz, den Marathon.

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Startschuss um 10.30 Uhr
Am Sonntag fiel um 10.30 Uhr der Startschuss für die Halbmarathon- und Marathonläufer. Runde um Runde galt es im Großen Garten um das Palais zu laufen. Fast 17 Runden mit je 2,5 Kilometer Länge standen Müller und Walz bevor. Müller setzte sich bei seinem 20. Marathon gleich an die Spitze des Feldes und lief Meter um Meter auf seine Verfolger heraus. Nach 36:10 Minuten hatte er die ersten vier Runden geschafft. In der Folge erhöhte er das Tempo leicht und drehte bei angenehmen Temperaturen, aber windigen Bedingungen seine Runden. Auf eine erste Hälfte in 1:16:17 Stunden ließ Müller eine zweite in 1:15:58 Stunden folgen.
 
Erster Marathon-Sieg
Unter dem Applaus der anderen Athleten, dem Veranstaltungsteam und den Zuschauern finishte der 26-Jährige seinen 42,195 Kilometer langen Alleingang nach 2:32:15 Stunden und somit über sieben Minuten vor Ablauf seiner im Oktober 2019 beim Loch-Ness-Marathon aufgestellten Bestzeit. Hinter der Ziellinie warteten neben zahlreichen Fotografen auch die Teamkollegen Natalie Wangler und Patrick Brucker, die sich ebenfalls sehr über den ersten Marathon-Sieg eines Roadrunners freuten.
Walz befand sich bei Müllers Zieleinlauf gerade in seiner 15. Runde. Nach sehr offensivem Rennbeginn musste der auf der Marathondistanz noch unerfahrene Ortenberger besonders jenseits der 30-Kilometer-Marke seiner Taktik Tribut zollen und das Tempo deutlich reduzieren. Dennoch gab Walz zu keinem Zeitpunkt seinen Kampf gegen die 42,195 Kilometer auf. Nach 3:10:26 Stunden sicherte er sich den dritten Platz und verbesserte dabei seine Marathon-Bestzeit vom Debüt deutlich. 

Drittschnellste Zeit
Auf den ersten Teil des sportlichen Spektakels sollte ab 14 Uhr mit dem Start des 10-Kilometer-Laufs der zweite folgen. Natalie Wangler und Patrick Brucker setzten sich mit dem Feld in Bewegung. Nach einer offensiven Startrunde pendelten sich Bruckers Rundenzeiten bei knapp über neun Minuten ein. Nach etwa sechs Kilometern lief Wangler auf ihren Teamkollegen auf, sodass sie fortan gemeinsame Sache machten. Mit 36:13 Minuten lief Wangler am Ende zu ihrer bislang drittschnellsten 10-Kilometer-Zeit. Bereits drei Sekunden früher konnte Brucker die Ziellinie überqueren. Nach dem Zieleinlauf lobten beide die attraktive, schnelle Strecke, wenngleich ihnen der Gegenwind etwas zu schaffen machte.

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