Fußball-Oberliga

Rubio trifft, der SV Linx gewinnt

Autor: 
Dieter Heidt
Lesezeit 4 Minuten
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28. November 2021
Der Linxer Torjäger Marc Rubio (am Ball) meldete sich nach acht Wochen Verletzungspause eindrucksvoll zurück und steuerte beide Treffer zum 2:1-Heimsieg bei.

Der Linxer Torjäger Marc Rubio (am Ball) meldete sich nach acht Wochen Verletzungspause eindrucksvoll zurück und steuerte beide Treffer zum 2:1-Heimsieg bei. ©Christoph Breithaupt

Mit einem 2:1-Sieg beim 1. FC Bruchsal war der SV Linx in die Fußball-Oberligasaison gestartet. Mit dem gleichen Ergebnis wurde am Samstag gegen den Tabellenvorletzten TSV Ilshofen die Vorrunde erfolgreich abgeschlossen.

Eine Vorrunde wie man sie bei sechs englischen Wochen mit fünf Auswärtsspielen unter der Woche in 13 Oberliga-Spielrunden noch nie erlebt hat. Am kommenden Samstag kommt zum ersten Rückrundenspiel der 1. FC Bruchsal (18.) ins Hans-Weber-Stadion. Ein weiterer Sieg und die Linxer (15.) hätten den Kontakt zum Mittelfeld hergestellt.

Siegtor in der Nachspielzeit

Der 2:1-Heimsieg, den SVL-Torjäger Marc Rubio buchstäblich in den letzten Sekunden mit seinem 7. Saisontor per Kopfball sicherte, war zugleich die Revanche für die 1:2-Heimniederlage gegen Ilshofen in der letzten Saison. „Wir haben schon oft in dieser Saison Spiele in der Nachspielzeit verloren, jetzt hatten wir das Glück mal auf unserer Seite“, beschwor SVL-Coach Thomas Leberer die ausgleichende Gerechtigkeit. "Marc Rubio trifft, Linx gewinnt", mit dieser einfachen Formel lässt sich der Heimsieg erklären. Ein verwandelter Strafstoß und eine Kopfballtor in der 91. Minute, damit hat sich der Linxer Torjäger nach acht Wochen Verletzungspause eindrucksvoll zurückgemeldet, auch wenn er von der Topform zu Saisonbeginn noch weit entfernt ist.

Doppelspitze

Thomas Leberer setzte mit der Doppelspitze Marc Rubio und Lukas Martin voll auf Offensive. Dahinter agierte mit David Assenmacher ein weiterer Stürmer. Er hätte Linx früh in Führung bringen können als er frei vor Gästekeeper Wieszt auftauchte, dessen Fußabwehr aber den Linxer Torjubel verhinderte. Wieder mit Kapitän Adrian Vollmer in der Abwehr und Sinan Gülsoy davor, bestimmte Linx eindeutig das Geschehen, aber so richtig zündete der Linxer Motor lange nicht. Dann half der Gegner nach, als Lukas Martin im Strafraum von den Beinen geholt wurde und Rubio per Strafstoß (30.) den spärlichen Linxer Anhang erstmals jubeln ließ. Zwei Minuten später hätten Assenmacher und Gülsoy zur Vorentscheidung treffen können. Zuerst knallte Assenmacher den Ball an den Torpfosten und per Nachschuss scheiterte Gülsoy an der Torstange. Zu mehr reichte es bis zur Pause nicht.

Gastgeber nach Wiederbeginn kalt erwischt

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Hatten die Gäste ihre Konterangriffe zunächst nur ansatzweise vorgetragen, so nutzten sie die Schläfrigkeit der Linxer Sekunden nach Wiederbeginn eiskalt aus. Mit einem weiten Ball wurde Benjamin Kurz auf die Reise geschickte und Ilshofens Goalgetter schlenzte den Ball zum 1:1 (46.) ins Tor. Jetzt blies der Gast zur Offensive und Schlussmann Süme verhinderte gegen Daniel Schmelzle und Kurz die Gästeführung. „Da hatten wir jegliche Ordnungen im Spiel verloren“, beschrieb Leberer die kritischen Momente, in denen das Spiel zu kippen drohte. Der Coach reagierte mit Offensivwechseln, brachte Nathan Recht und Maximilian Sepp und das zeigte Wirkung. Nach Flanke von Sepp traf Martin nur das Außennetz und Marius Hauser verfehlte mit einem Heber das Tor um Zentimeter. Rubio hatte bei zwei Kopfbällen noch kein Glück.

Verschärfte Corona-Regeln

Dann musste Timo Schwenk für seinen Torhüter auf der Linie klären. Man hatte sich auf ein Unentschieden eingerichtet, da spurtete Recht bis zur Torauslinie, flankte in den Rücken der Gästeabwehr, Rubio stand goldrichtig und köpfte zum vielumjubeltem 2:1 (90.+1) ein.
„Der Sieg ist unheimlich wichtig für das Selbstvertrauen, denn man hat gesehen, wie beim Ausgleich die Köpfe nach unten gingen“, freute sich der Linxer Coach über den Pflichtsieg. In diese Freude mischt sich aber auch die Sorge über das Fernbleiben vieler treuer Fans wegen den verschärften Coronaregeln. So mancher, der die 2G-Plus-Regel nicht beachtet hatte, musste am Eingang abgewiesen werden, was nicht immer auf Verständnis stieß.

SV Linx - TSV Ilshofen 2:1 (1:0)
Linx: Süme - Meyer, Schwenk, Vollmer, Sert (65. Sepp), Gülsoy, Aras, Assenmacher (65. Recht), Hauser (79. Dussot), Martin (71. Mörmann), Rubio,
Ilshofen: Wieszt - Egner, Schmelzle, Lindner (84. Rummler), Mbodji, Rodewald, Schiffmann (63. Lausenmeyer), Marmein (46. Aygün), Stüber (88. Wilske), Lienert, Kurz.
Schiedsrichter: Wituschek - Ulm
Tore: 1:0 Rubio (30./Foulelfmeter), 1:1 Kurz (64.), 2:1 Rubio (90.+1)

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