Fußball

Sand kann Meistersekt kühlen

Autor: 
Udo Künster
Lesezeit 3 Minuten
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05. Mai 2014

Patricia Hanebeck (Nr. 10) traf bei Schlusslicht TuS Wörrstadt zum zwischenzeitlichen 7:0, musste kurz vor Spielende dann aber verletzt vom Feld. ©Ulrich Marx

Beim Frauenfußball-Zweitligisten SC Sand kann man schon mal den Meistersekt kalt stellen. Während Verfolger 1. FC Köln patzte, gewann der Ortenauer Tabellenführer beim TuS Wörrstadt mit 12:0 (6:0). Der Vorsprung auf Köln wuchs bei noch drei bevorstehenden Spielen auf acht Punkte und ein um 25 Treffer besseres Torverhältnis an.

Wörrstadt. Der höchste Saisonerfolg der Sander Frauen wurde von Angela Migliazza schon in der 4. Minute eingeleitet. Nach einer Flanke traf die Spielführerin von der Strafraumgrenze flach ins untere Eck. »Wenn man wenig Gegenwehr erhält, macht auch das Fußballspielen mehr Spaß«, freute sich Sands Co-Trainerin Claudia von Lanken über das anschließende Schützenfest. Sand präsentierte sich besser als Verfolger 1. FC Köln bei dessen 1:2 in Crailsheim, auch wenn Schlusslicht Wörrstadt sicher kein schwierig zu spielender Gegner war. Nach einer Flanke der Neuseeländerin Rebekah Stott erhöhte Anne van Bonn auf 2:0 (23.). Danach wurde Stott von Stéphanie Wendlinger bedient und traf aus 16 Meter zum 3:0 (26.).
Großer Torhunger
Der Torhunger war noch lange nicht gestillt. Einen langen Ball von Julia Zirnstein aus der eigenen Hälfte stoppte Mittelstürmerin Ilaria Mauro mit der Brust, leitete sofort zu Wendlinger weiter, die ohne lange zu fackeln zum 4:0 abschloss (33.).
Nach einer kurzen Ecke verlängerte anschließend Rebekah Stott auf Alison Scurich, die ebenfalls mit dem Kopf auf 5:0 erhöhte (35.). Das halbe Dutzend Tore machte Anne van Bonn in der 39. Minute per Kopf voll.
Direkt nach dem Pausentee war es Patricia Hanebeck, die für sie unüblich ebenfalls per Kopf das 7:0 (47.) erzielte. »Der butterweichen Flanke von Isabelle Meyer konnte sie nicht aus dem Weg gehen«, scherzte von Lanken. Kurios der achte Treffer durch Meyer. Der Ball kullerte aus zehn Meter zwischen Abwehr und Torhüterin durch (49.). Einen der schönsten Angriffe schloss Rebekah Stott zum 9:0 ab (60.). Patricia Hanebeck leitete einen Ball auf Rechtsaußen sofort zu Stott weiter, die von der Strafraumgrenze in den Winkel traf. Danach war die eingewechselte Christine Veth zweimal zur Stelle. Beim 10:0 (63.) verwertete sie einen Querpass von Hanebeck und fünf Minuten vor Spielende eine Flanke von Alysha Mottershead zum 11:0. Die letzten Minuten musste Sand nach einer Verletzung von Hanebeck in Unterzahl agieren, da das Wechselkontingent ausgeschöpft war. Dennoch machte Tatiana Ferreira Pinto mit einem Abstauber nach einem abgewehrten Ball das Dutzend zum 12:0 (90.) voll.
»Es wäre schön, wenn wir schon am kommenden Wochenende bei Bayern München die Meisterschaft perfekt machen könnten«, sagte Claudia von Lanken. Sollte dies gelingen, könnte am vorletzten Spieltag im Heimspiel gegen Köln die Meisterfeier vor den eigenen Fans steigen.

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TuS Wörrstadt – SC Sand 0:12 (0:6)
Wörrstadt: Rothmann – Wißmann, Chen, Klein, Seiff, Weinel, Bennhardt, Liebetanz (81. Frank), Baumann, Müller, Hertlein (50. Hanke).
Sand: Lofton-Malachi – Scurich, Wendlinger (46. Ferreira Pinto), Haag, Stott, Migliazza, Hanebeck, Meyer, van Bonn, Zirnstein (62. Mottershead), Mauro (46. Veth).
Schiedsrichterin: Nathalie Eisenhardt (Holzgerlingen) – Zuschauer: 50.
Tore: 0:1 Migliazza (4.), 0:2 van Bonn (23.), 0:3 Stott (26.), 0:4 Wendlinger (33.), 0:5 Scurich (35.), 0:6 van Bonn (39.), 0:7 Hanebeck (47.), 0:8 Meyer (49.), 0:9 Stott (60.), 0:10 Veth (63.), 0:11 Veth (85.), 0:12 Pinto (90.).

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