Fußball-Bundesliga

SC Freiburg: 3:3 im aufregenden Derby

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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16. September 2018

SC-Trainer Christian Streich. ©Michael Heuberger

In einem turbulenten Baden-Württemberg-Derby trennten sich der SC Freiburg und der VfB Stuttgart 3:3. Beide holten damit den ersten Punkt in dieser Saison. Im ausverkauften Schwarzwald-Stadion trafen Jerôme Gondorf und Mario Gomez zweifach, die anderen Tore erzielten Emiliano Insua und Luca Waldschmidt.

Am dritten Spieltag von einem Kellerduell zu sprechen wäre sicherlich übertrieben, trotzdem standen beide Mannschaften nach ihrem Null-Punkte-Start im Derby unter Druck. SC-Trainer Christian Streich, der bei seiner Rückkehr nach einem Bandscheibenvorfall von den Fans besonders herzlich begrüßt wurde, setzte dennoch auf das bewährte Personal. Nur eine Veränderung gab es bei den Freiburgern im Vergleich zur Auswärtsniederlage in Hoffenheim. Janik Haberer ersetzte den glücklosen Lucas Höler, spielte aber im defensiven Mittelfeld, so dass Jerôme Gondorf auf die linke offensive Außenposition wechselte. Eine Rochade, die sich sehr schnell auswirkte. Nach einem Ballverlust der Stuttgarter schaltete Florian Niederlechner schnell, legte den Ball auf Mike Frantz und dessen Flanke auf die andere Seite köpfte Gondorf freistehend nach nur 51 Sekunden zur Führung ein.

Petersen verpasst das 2:0
Nach dem perfekten Start zog sich der Sport-Club etwas zurück und spielte so, wie er eigentlich den VfB erwartet hatte, aus der Ordnung heraus auf Konter lauernd. Und eine dieser Umschaltsituationen hätte Nils Petersen auch zum zweiten Treffer nutzen können. Nach einem langen Ball von Pascal Stenzel hatte sich VfB-Verteidiger Benjamin Pavard verschätzt und der Petersen (36.) lief frei auf Ron-Robert Zieler zu, den er mit einem Heber überwinden wollte, doch der VfB-Torwart kam mit den Fingerspitzen gerade noch an den Ball. Diese ausgelassene Chance rächte sich kurz vor der Pause, als der SC nach einer Ecke von Gonzalo Castro nicht klären konnte und Emiliano Insua (44.) aus etwa 18 Metern zum schmeichelhaften Ausgleich traf.

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Es war der erste Saisontreffer für die Stuttgarter, die direkt nach der Pause nachlegten. Mal wieder war es Mario Gomez (48.), der besonders gerne in Freiburg trifft, wo er sein elftes Tor im zwölften Spiel erzielte. Die Freiburger verteidigten schlecht, obwohl sie in Überzahl waren und Gomez tauchte allein vor Torwart Alexander Schwolow auf, an dem er zwar im ersten Versuch scheiterte, im zweiten aber erfolgreich war. Und nach einem schnellen Ausgleich durch Gondorf (52.) durch einen direkt verwandelten Freistoß brachte Gomez (56.) den VfB erneut in Führung. Nach einer Flanke von Insua setzte er sich im Kopfballduell gegen Dominique Heintz durch und erzielte das 2:3.

Joker Waldschmidt
Der VfB hatte sich durch die Treffer offenbar sein Selbstvertrauen zurück erarbeitet und durch einen Weitschuss von Santiago Ascacibar (62.) dir nächste Großchance, die Schwolow glänzend parierte. Beim SC kam Luca Waldschmidt für Niederlechner und hatte kurz nach seiner Einwechslung den Ausgleich auf dem Fuß, traf per Direktabnahme aber nur die Oberkante der Latte. Genau zehn Minuten später machte er es besser und schloss eine schöne Einzelleistung in der 81. Minute mit dem 3:3 ab. Kurz darauf sah Pascal Stenzel die Gelb-Rote Karte, so dass der SC das Spiel in Unterzahl zu Ende spielen musste und trotzdem noch auf den Siegtreffer drängte. Das tat aber auch der VfB und in der vierten Minute der Nachspielzeit musste Schwolow nochmal parieren, um wenigstens den Punkt zu sichern.

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