Lokalsport

SC Freiburg: Bloß nicht zu emotional

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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25. September 2021
Im Dreisamstadion hängen viele Erinnerungen

Im Dreisamstadion hängen viele Erinnerungen ©Vogtei Ortenau

Fußball-Bundesliga: Der SC Freiburg bestreitet am Sonntag gegen Augsburg sein letztes Bundesliga-Spiel im Dreisam-Stadion und Trainer Christian Streich hat Angst vor zu viel Gefühlen.

Ausverkauft wird das Freiburger Dreisamstadion zum Abschied sein, das war schon lange klar und es ist keine Überraschung. 14 500 Zuschauer werden dabei sein, wenn der SC Freiburg gegen den FC Augsburg am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) sein vermutlich letztes Bundesliga-Spiel dort bestreitet, bevor er im Oktober ins neue Europa-Park Stadion umziehen will. Dank einer neuen Corona-Verordnung dürfen mehr Fans kommen als die jeweils 10 000 bei den ersten beiden Heimspielen.

Wehmut und Vorfreude

Sie werden wie Trainer Christian Streich mit einer Mischung aus Wehmut und Vorfreude ins Dreisamstadion gehen, nachdem viele von ihnen jahrzehntelang dort gejubelt, angefeuert und manchmal auch getrauert haben. Streich möchte aber nicht zu sentimental werden und will auch erst am Samstag mit seiner Mannschaft darüber reden, dass es die letzte Bundesliga-Partie in der Kultspielstätte ist. „Wir müssen aufpassen, weil viele Anekdoten herausgeholt werden und viel Nostalgie dabei ist, aber wir haben ein Bundesliga-Spiel“, warnte der SC-Coach, „wir dürfen nicht alles zu hoch hängen, und ich auch nicht für mich, nicht dass der Druck zu hoch wird.“

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Ihm wäre es deshalb fast lieber gewesen, es hätte einen Festakt zum Abschied gegeben und nicht ein Spiel um Punkte in der Liga. „Wir dürfen nicht zu viel wollen und müssen eine emotionale Balance hinkriegen“, sagte Streich. Zumal es alles andere als ein Selbstläufer werde, auch wenn der Sport-Club von neun Bundesliga-Heimspielen gegen Augsburg sieben gewonnen, nur eins verloren und einmal remis gespielt hat. Der SC-Trainer rechnet mit einem defensiv ausgerichteten Gegner, nachdem der FCA zuletzt beim Sieg gegen Gladbach und beim Remis gegen Union Berlin kein Gegentor kassiert hat. „Wir wollen offensiv spielen“, kündigte Streich an, und das sei unabhängig vom System, für das er sich entscheide.

Schmid außer Gefecht

Auf Rechtsverteidiger Jonathan Schmid, der vor seiner Rückkehr zum Sport-Club drei Jahre beim FCA gespielt hat, werden die Freiburger weiter verzichten müssen. Nach seiner Corona-Erkrankung ist weiterhin unklar, wann er wieder trainieren darf. Wichtiger ist für Streich am Sonntag aber ohnehin der zwölfte Mann. „Wir brauchen die Unterstützung der Zuschauer wie gegen Köln, das wäre super. Sie sollen uns 90 Minuten vorwärts brüllen.“ Die Aufgabe für sein Team und ihn selbst sei hingegen, „nicht zu emotional und zu angefasst sein“.

Streich weiß aber auch, dass auf den Tribünen viele sitzen werden, die den Verein mitgeprägt haben. Dazu gehört auch Volker Finke, der von 1991 bis 2007 Trainer beim Sport-Club war und ihn in die Bundesliga geführt hat. „Wir hatten gar kein Flutlicht am Anfang, und die Spieler sind teilweise zum Duschen nach Hause gefahren, weil es kein warmes Wasser gab“, erzählt der Ex-Coach. Am Sonntag werde es auch für ihn „emotional, aber das Schöne ist, dass man keinen Abschied nehmen muss, weil weiter dort gespielt wird“. Die zweite Mannschaft und die Bundesliga-Frauen des SC werden im Dreisamstadion auflaufen.

Sondergenehmigung

Bis zum Schluss brauchte der SC Freiburg eine Sondergenehmigung für sein Stadion, weil der Platz kürzer ist als erlaubt, dafür breiter als üblich und fast einen Meter Gefälle zur Dreisam hin hat. Deswegen und wegen der dichten Atmosphäre haben viele Gegner dort nicht gerne gespielt. Beim Sport-Club hoffen sie, dass es auch den Augsburgern am Sonntag ein letztes Mal so geht.

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