Fußball-Bundesliga

SC Freiburg: Drei Tage frei nach Rekordsieg

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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10. Januar 2021
Der SC Freiburg jubelt über seinen 5:0-Heimsieg, während Kölns Marius Wolf (l.) enttäuscht den Platz verlässt.

Der SC Freiburg jubelt über seinen 5:0-Heimsieg, während Kölns Marius Wolf (l.) enttäuscht den Platz verlässt. ©dpa

SC-Verteidiger Keven Schlotterbeck wagte den zaghaften Versuch einer Ein-Mann-La-Ola-Welle in Richtung der leeren Nordtribüne des Schwarzwald-Stadions, als er mit seinen Mitspielern nach dem 5:0 (2:0) gegen den 1. FC Köln in die Kabine ging. Trotz eisiger Kälte wären am Samstag vor Zuschauern ein paar Ehrenrunden gedreht worden, nach dem Rekordsieg der Freiburger Bundesligageschichte, dem fünften in Folge. So aber blieb alles herunter gedimmt, und vielleicht fielen deshalb auch die Einordnungen der Beteiligten eher nüchtern aus.

 

Der Rekord bedeute ihm „gar nichts“, sagte Christian Streich, der während der Partie noch jeden Treffer ausgiebig bejubelt hatte, „wichtig ist die gute Entwicklung der Spieler“. Deshalb gab er seiner Mannschaft auch drei Tage frei, zum ersten Mal seit er Trainer ist, wie er gegenüber einem ZDF-Team erklärte. Streich lobte seine Spieler für „Fleiß, Arbeit und Schläue gegen den Ball“, FC-Trainer Markus Gisdol nannte es „griffig, energisch und lauffreudig“, dazu waren die Freiburger sehr effektiv.

Demirovic Torschütze und Vorbereiter
Als „sinnbildlich“ bezeichnete der SC-Coach das zweite Tor: Mittelfeldspieler Nicolas Höfler (39.) spekulierte beim Kölner Spielaufbau, nahm Salih Özcan den Ball ab und schloss überlegt ab. Zuvor hatte Ermedin Demirovic (18.) nach einer umkämpften und ausgeglichenen Anfangsphase ohne Torchancen einen weiteren individuellen Fehler der Gäste ausgenutzt. Torwart Timo Horn konnte nach einem langen Ball von Roland Sallai nicht richtig klären, und der SC-Stürmer erzielte per Kopf sein zweites Bundesligator. 
„Wenn man mit Leichtigkeit und einer breiten Brust spielt, und früh das 1:0 macht, dann läuft es“, sagte Demirovic am Sky-Mikrofon, „es freut mich extrem, dass ich der Mannschaft helfen kann.“ Das tat er gegen Köln auch mit den Vorlagen zum dritten und vierten Tor. Nach einem langen Abschlag von Torwart Florian Müller lief er mit dem Ball bis zur Grundlinie und legte zurück auf Sallai (59.), der aus kurzer Distanz verwandelte. Und nach der ersten Ecke für den Sport-Club legte er per Kopf vor für Verteidiger Philipp Lienhart (69.), der mit seinem dritten Saisontor das 4:0 köpfte.

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Höler trifft zum 5:0 und den Pfosten
Weitere zehn Minuten später sorgte der eingewechselte Lucas Höler (79.) nach einem Pass von Christian Günter für den höchsten Bundesligasieg der Freiburger seit Dezember 2000 (5:0 gegen den VfL Bochum). Es hätte nicht viel gefehlt, dann hätte der Sport-Club auch hier einen Rekord aufgestellt, aber Höler (86.) traf nur den Pfosten. 
Während die Kölner auf eine Viererkette umgestellt hatten, blieb der SC seinem Erfolgssystem 3-4-3 trotz Personalsorgen treu. Die verletzten Changhoon Kwon und Jonathan Schmid wurden auf der rechten Seite von Roland Sallai und Lukas Kübler gut vertreten. Und in der zweiten Hälfte nutzte Streich das gesamte Wechselkontingent aus, indem er neben Höler auch noch Nils Petersen, Wooyeong Jeong, Lino Tempelmann und Dominique Heintz Einsatzzeit gab.

SC Sonntag in München
Während Gisdol unumwunden zugab, dass sein Team „dem Gegner nicht gewachsen“ war, zeigte sich Streich „sehr erfreut, wie die Mannschaft auftritt“. Sie hat nach vier Siegen in Folge auch gegen Köln wieder viel investiert, ist fünf Kilometer mehr gelaufen als die Gäste, und hat auch nach der deutlichen Führung weiter Druck gemacht, sodass sie sich die freien Tage verdient hat. Am kommenden Sonntag dürfte es bei Rekordmeister Bayern München schwieriger werden, die Rekordserie auszubauen.

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