Fußball-Bundesliga

SC Freiburg: Freude nur über Ribérys Grüße

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 4 Minuten
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07. März 2021

Christopher Nkunku (l.) – hier im Duell mit Baptiste Santamaria – brachte Leipzig auf die Siegerstraße. ©dpa

Der SC Freiburg verteilte am Samstag in der Fußball-Bundesliga Geschenke und verlor gegen RB Leipzig unnötig deutlich mit 0:3. Jonathan Schmid ist jetzt französischer Bundesliga-Rekordspieler.

Für einen Freiburger gab es am Samstagnachmittag trotz des 0:3 (0:1) im Heimspiel gegen RB Leipzig zumindest einen kleinen Grund zur Freude. Jonathan Schmid bestritt im Schwarzwald-Stadion sein 273. Bundesligaspiel und zog mit dem bisherigen französischen Rekord-Bundesligaspieler Franck Ribery gleich. Der 37-Jährige, der inzwischen in Florenz spielt, folgte der Aufforderung von SC-Trainer Christian Streich, und schickte über die sozialen Medien einen Glückwunsch, den er sowohl an Streich als auch an Schmid adressierte.
„273 Spiele, das schaffen nur die Besten“, sagte Ribery in seinem Video, das der sieben Jahre jüngere Schmid später auf seiner Instagram-Seite teilte. „Dass so ein Spieler mir gratuliert, ist schon etwas Besonderes, es macht mich sehr stolz“, erklärte Schmid, der als kleiner Junge die Spiele seines Landsmann immer verfolgt hat. Allerdings hätte er sich für sein Rekordspiel natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht. „Die Qualität von Leipzig war sehr hoch“, so Schmid, „aber wenn wir in der ersten Halbzeit nicht diesen Fehler gemacht hätten und das 0:0 gehalten hätten, dann wäre die zweite Halbzeit vielleicht anders gelaufen.“

Fehler von Müller

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Den Fehler machte Torhüter Florian Müller kurz vor Ende der ersten Hälfte, als er einen Pass flach in die Mitte spielte und damit Baptiste Santamaria überraschte. Kevin Kampl schaltete schnell, schnappte sich den Ball, leitete ihn weiter zu Yussuf Poulsen, der die Torvorlage für Christopher Nkunku (41.) lieferte. Davor hatten sich die Freiburger, die mit der gleichen Aufstellung wie beim Auswärtssieg in Leverkusen spielten, zwar von Leipzig extrem unter Druck setzen lassen, aber kaum gefährliche Szenen im Strafraum zugelassen.
Nach der Pause wurde der Sport-Club mutiger, ein Schuss von Schmid (50.) wurde jedoch von Lukas Klostermann abgeblockt. Und dann führte ein weiterer individueller Fehler zum 0:2. Nicolas Höfler verlor den Ball gegen Kampl, und dann war Nkunku der Vorbereiter für Alexander Sörloth (64.). Nach dem zweiten Gegentor war „ein Bruch bei uns im Spiel“, erklärte SC-Kapitän Christian Günter, „schlussendlich war es ein verdienter Sieg für sie“.

Tolles Forsberg-Tor

Streich stellte um auf eine Dreierkette und wechselte nach und nach frische Offensivkräfte ein, neben Roland Sallai auch Nils Petersen, Guus Til und Wooyeong Jeong. „Wir wollten neue Energie reinbringen, aber der Zahn wurde uns gezogen mit dem super Tor von Forsberg“, sagte der SC-Coach. An der Entstehung des Treffers war erneut der überragende Kampl beteiligt, über die Zwischenstation Sörloth landete der Ball dann bei Emil Forsberg (79.), der aus etwa 17 Metern mit einem Flachschuss in die rechte Ecke das 3:0 für RB erzielte. Bei diesem Tor hatte Müller genauso wenig eine Abwehrchance wie bei dem vorherigen, und bei einem Weitschuss von Amadou Haidara (84.) konnte der SC-Keeper immerhin parieren und einen weiteren Gegentreffer verhindern.
„Leipzig war heute sehr gut“, lobte Streich den Gegner, dem er zutraut, ein ernsthafter Meisterschaftskonkurrent für die Bayern zu bleiben, „und das ist ja auch spannend“. Trotz der letztlich klaren Niederlage war er „zufrieden mit der Disziplin und Ordnung“ seiner Mannschaft. Nur das Umschaltspiel sei nicht gut gewesen, und das Team habe zu wenige klare Torchancen heraus gespielt. Die Freiburger bleiben weiterhin Tabellen-Achter. RB-Trainer Julian Nagelsmann war „froh, dass wir hier gewonnen haben, das haben wir noch nicht so oft“. Seine Leipziger durften sich aber nur sehr kurz über die Tabellenführung freuen, die ihnen schon wenige Stunden später der FC Bayern durch den späten Sieg gegen Dortmund wieder abnahm.

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