Fußball-Bundesliga

SC Freiburg: Hätte, wenn und aber

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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18. Oktober 2020

Freiburgs Torjäger Nils Petersen ©Ulrich Marx

Für Philipp Lienhart hätte es ein perfekter Samstag werden können. Dem ersten Bundesligator des Freiburger Verteidigers folgte wenige Minuten später ein wunderschön heraus gespielter Treffer von Jonathan Schmid. Aber der wurde wegen einer Abseitsstellung von Vorlagengeber Roland Sallai zurückgenommen. Kurz darauf spielte Lienhart einen Fehlpass in der eigenen Hälfte und Nicolas Höfler verursachte einen Elfmeter, den Niclas Füllkrug zum Ausgleich für Werder Bremen verwandelt. Bei diesem 1:1 aus der ersten Hälfte blieb es bis zum Schluss.
 

„Wenn es 2:0 gestanden hätte, wäre das Spiel mehr in unsere Richtung gekippt“, glaubt Lienhart. Auch sein Trainer war sich sicher, dass „dann alles für uns gesprochen hätte“. Es war eine unglückliche Spielentwicklung für den Sport-Club, der im 4-4-2 und der gleichen Startelf wie beim 1:1 im letzten Heimspiel gegen Wolfsburg angefangen hatte. Zwei Kopfballchancen von Nils Petersen (9./12.) und ein Fast-Eigentor von Theodor Gebre Selassie (14.) nach einer Flanke von Sallai unterstrichen die Dominanz der Freiburger in der Anfangsphase, die Lienhart (16.) mit der Führung belohnte. Eine Ecke von Vincenzo Grifo ging durch den gesamten Strafraum, landete bei Lucas Höler, und in dessen Pass lenkte Lienhart ins Tor.

Schmids Tor annulliert
Der annullierte Treffer von Schmid (19.) und der verwandelte Foulelfmeter von Füllkrug (25.) holten die Bremer ins Spiel zurück, die durch Nick Woltemade (40.) in der ersten Hälfte die beste Chance aus dem Spiel heraus hatten. SC-Torwart Florian Müller parierte sie genauso wie in der zweiten Halbzeit einen Distanzschuss des eingewechselten Kevin Möhwald (64.). Insgesamt blieben die Freiburger die bessere Mannschaft, was sich auch an Zahlen ablesen lässt: Sie hatten 63 Prozent Ballbesitz, lagen in der Zweikampfquote (55 Prozent) vorn und gaben mehr Torschüsse ab (20:13), müssen sich aber vorwerfen lassen, dass sie nicht torgefährlich genug waren.

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„Wir hatten viele Durchbrüche, aber dafür zu selten Abschlüsse“, kritisierte Streich sein Team, „es ist sehr enttäuschend, weil wir in beiden Heimspielen in Führung gegangen sind und jeweils nur Unentschieden gespielt haben.“ Werder-Trainer Florian Kohfeldt war hingegen „sehr zufrieden mit dem Punkt, ein Sieg wäre vermessen gewesen“. Er hatte in der Schlussphase, als Streich Wooyeong Jeong und Changhoon Kwon für die müde gewordenen Sallai und Grifo eingewechselt hatte, vor allem seine Defensive gestärkt und mit der Einwechslung des Ex-Freiburgers Ömer Toprak auf Fünferkette umgestellt.

Hängende Köpfe
Auch ohne Zuschauer, die einen Tag vor dem Spiel wegen der stark ansteigenden Corona-Neuinfektionen doch noch ausgeschlossen wurden, schaffte es der Sport-Club in der letzten Viertelstunde, nur noch auf ein Tor zu spielen. Und möglicherweise hätten die Fans dabei geholfen, den Ball doch noch über die Linie zu tragen. So aber hingen hinterher die meisten Köpfe auf Freiburger Seite. „Es ist ärgerlich, die Chance war da, es sind zwei verlorene Punkte, und die tun erst mal weh“, sagte Petersen, der in der 52. Minute eine weitere Möglichkeit zur Führung vergab. „Jetzt haben wir in den letzten drei Spielen nur zwei Punkte geholt und stehen nicht so gut da, wie wir uns das erhofft haben“, fügte er hinzu.
Am kommenden Wochenende reisen die Freiburger nach Berlin, „und wir wissen, was bei Union auf uns zukommt“, hatte Streich schon vor dem Spiel gegen Werder gewarnt. Drei Punkte gegen Bremen wären für den Sport-Club deshalb umso wichtiger gewesen.

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