Fußball-Bundesliga

SC Freiburg: Krönung wurde aberkannt

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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11. Februar 2019

Frust beim SC Freiburg und Luca Waldschmidt ©dpa

In einem turbulenten Heimspiel lag der SC Freiburg gegen den VfL Wolfsburg dreimal zurück und glich dreimal aus. In der Nachspielzeit bejubelten die Freiburger sogar noch den vermeintlichen Siegtreffer, doch nach einem umstrittenen Videobeweis endete die Partie 3:3.

Eigentlich hätten beide Trainer am Samstagabend Grund gehabt, unzufrieden zu sein. Christian Streich, weil seiner Mannschaft der Siegtreffer vom Schiedsrichtergespann aberkannt wurde, und Bruno Labbadia, weil sein Team eigentlich besser war und sich trotz dreimaliger Führung mit einem Punkt begnügen musste. Doch die beiden Trainer, die sich offensichtlich sehr sympathisch sind, saßen entspannt in der Pressekonferenz und kommentierten im Gleichklang die aufregenden 90 Minuten plus Nachspielzeit. »Werbung für den Fußball« sei das gewesen, fand Labbadia, und Streich sprach von einem »tollen Spiel«.

Keine Schiedsrichter-Kritik
Beide vermieden es zudem, Schiedsrichter Felix Brych zu kritisieren, obwohl beide Anlass dazu hatten. Diskutiert wurde auf Freiburger Seite vor allem über das nicht gegebene Kopfballtor von Philipp Lienhart in der dritten Minute der Nachspielzeit. Nach einem Videobeweis wurde es wegen einer Abseitsstellung von Dominque Heintz nicht gegeben. Der Verteidiger war zwischen VfL-Verteidiger Robin Knoche und Torwart Koen Casteels eingeklemmt. »Ich habe nichts gemacht, auch nicht gezogen, und der Torwart wäre niemals an den Ball gekommen, der ins lange Eck ging«, ärgerte sich Heintz, für den es ein reguläres Tor gewesen wäre.

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Nils Petersen war an allen drei Freiburger Toren beteiligt. Beim ersten sorgte er mit Florian Niederlechner durch frühes Pressing für den Ballverlust von Anthony Brooks, Niederlechner legte quer zu Vincenzo Grifo (37.), der im ersten Heimspiel nach seiner Rückkehr sein erstes Tor erzielte. Den Kopfballtreffer von Petersen (70.) zum 2:2 bereitete Grifo mit einer Ecke vor und das 3:3 des eingewechselten Luca Waldschmidt (88.) legte wiederum Petersen auf, der den Ball im Strafraum an der Brust abtropfen ließ.

Drei Rückstände
Freiburg geriet schon früh zum ersten Mal in Rückstand, weil Mike Frantz den eingerückten Linksverteidiger Jerome Roussillon (11.) nach einem Pass von der linken Seite nur flankierte. Für die zweite Führung der Wolfsburger sorgte Wout Weghorst (63.) mit einem Foulelfmeter, und die dritte von Renato Steffen (75.) bereitete der Niederländer mit der Hacke sehenswert vor. Weghorst hätte gerne noch einen weiteren Strafstoß bekommen, der nach einem Foul von Lienhart (67.) auch möglich gewesen wäre. 

»Die besten Schiedsrichter schaffen die beste Balance«, sagte Streich diplomatisch. Er meinte damit, dass das zurückgenommene Tor in der Nachspielzeit wohl eine Konzessionsentscheidung für den nicht gegebenen Elfer war.

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