Fußball-Bundesliga

SC Freiburg mit Christian Streich im Derby gegen VfB Stuttgart

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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15. September 2018

Freiburgs Chefcoach Christian Streich ist nach seiner Zwangspause wegen eines Bandscheibenvorfalls wieder zurück auf und an der Trainerbank des SC Freiburg. ©Marc Faltin

Vor dem ausverkauften Derby gegen den VfB Stuttgart (Sonntag, 18 Uhr) stand beim SC Freiburg die Rückkehr von Trainer Christian Streich im Mittelpunkt. Auf dem Trainingsplatz ist er bereits wieder seit Anfang der Woche, am Freitag äußerte er sich erstmals öffentlich zu seinem Bandscheibenvorfall, der ihn zu einer Auszeit gezwungen hatte.

Christian Streich ist es gewohnt, über Verletzungen, Krankheiten und Fitnesszustand seiner Spieler Auskunft zu geben. Dass bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Stuttgart zunächst sein Zustand abgefragt wurde, war ihm zunächst etwas unangenehm, dann berichtete er aber ausführlich über seinen Krankheitsverlauf. »Seit ein paar Tagen kann ich wieder laufen«, sagte der SC-Coach, »vor zwei Wochen hätte ich noch nicht gedacht, dass ich heute hier sitze«. Nach dem Pokalspiel in Cottbus seien seine schon vorher vorhandenen Schmerzen im Lendenwirbelbereich so schlimm geworden, dass sie auch in die Beine ausgestrahlt hätten. Es habe sich angefühlt, als würde jemand »die ganze Zeit im offenen Zahn bohren«.

Als würde jemand »die ganze Zeit im offenen Zahn bohren«

Beim Bundesliga-Start gegen Frankfurt lag der 53-Jährige im Krankenhaus, hat das Spiel erst am nächsten Tag auf Video gesehen. Die Niederlage in Hoffenheim verfolgte er zuhause am Fernseher. »Beide Spiele waren in großen Teilen absolut ansprechend, aber die Punkteausbeute steht nicht im Verhältnis zu dem, wie sie gespielt haben«, ärgerte sich der Coach im Krankenbett, von dem aus er in ständigem Austausch mit seinen Co-Trainern stand. Auch in die Aufstellung war er eingebunden. Der schlechte Start hatte seiner Ansicht nach nichts mit seiner Abwesenheit zu tun, »alle haben es vorbildlich gemacht« und der Zustand der Mannschaft »war vorher gut, ist es jetzt und war es auch, als ich weg war«.
Verbessern müsse das Team die Chancenverwertung, vor allem aber müssten die Spieler die leichten Fehler abstellen. »Wir dürfen uns keinen Sand in die Augen streuen, es war nicht nur Pech, wir haben nicht gut genug gegen den Ball gearbeitet«, sagte Streich.

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Vorsicht vor Mario Gomez

Bei den Stuttgartern, die ebenfalls noch ohne Punkt und sogar ohne Tor dastehen, rechnet er mit einer eher auf Konter ausgerichteten Taktik: »Der VfB wird schauen, hier in eine sehr gute Ordnung zukommen, um Fehler von uns auszunutzen und uns damit den Zahn zu ziehen«. Wie im letzten Derby in Freiburg im März, das der SC 1:2 verlor, werde wohl wieder Mario Gomez mit langen Bällen gesucht. Der 33-jährige Stürmer erzielte damals beide Tore und hat schon zehnmal in elf Spielen gegen den Sport-Club getroffen. »Da sind Muster erkennbar«, erklärte Streich, »aber er macht es so gut, dass er trotzdem Tore schießt, wenn man es nicht optimal gegen ihn macht«.

Neuzugang Roland Sallai als mögliche Option

Für seine eigene Offensive hat Streich nach der Länderspielpause wieder mehr Optionen, obwohl Tim Kleindienst mit einem Innenbandanriss im Sprunggelenk für drei bis vier Wochen ausfällt. Der Stürmer wäre ohnehin kein Kandidat für die Startelf gewesen. In Frage kommen dafür wieder Janik Haberer und Yoric Ravet, die nach Verletzungspausen einsatzbereit sind. Und Neuzugang Roland Sallai könnte gleich zum Kader gehören, obwohl er kaum mit seiner neuen Mannschaft trainiert hat. Im Länderspiel mit Ungarn gegen Griechenland (2:1) hat er laut Streich gut gespielt und ein schönes Tor zum 1:0 geschossen. Der 21-jährige Außenbahnspieler sei »voll im Rennen« für dieses Derby.

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