Fußball-Bundesliga

SC Freiburg peilt Rekord an

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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20. September 2019

Vincenzo Grifo darf nach seiner Rückkehr aus Hoffenheim heute zum ersten Mal wieder für den SC Freiburg auflaufen. ©dpa

Schon ein Unentschieden würde dem SC Freiburg im Heimspiel gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr) reichen, um einen neuen Vereinsrekord aufzustellen. Zehn Punkte hatte der Sport-Club in seiner Bundesligageschichte noch nie nach fünf Spieltagen. Die Voraussetzungen sind gut, denn der SC hat eine positive Bilanz gegen den FCA und einen großen Konkurrenzkampf um die Kaderplätze, in dem jetzt auch Vincenzo Grifo mitmischt.

Trainer und Spieler betonen zwar immer wieder, wie »unangenehm« es sei, gegen Augsburg zu spielen, trotzdem gehört der FCA im eigenen Stadion zu den Lieblingsgegnern der Freiburger. Von sieben Heimspielen haben sie sechs gewonnen und nur eins verloren. In der vergangenen Saison feierte der Sport-Club beim 5:1 gegen Augsburg sogar einen der höchsten Siege in der Bundesligageschichte, mehr Tore hat er noch nie geschossen. Nach einem Doppelpack von Nils Petersen und Toren von Vincenzo Grifo und Luca Waldschmidt, erzielte der eingewechselte Florian Niederlechner den fünften Treffer. Seit diesem Sommer stürmt er erfolgreich für Augsburg und war in den ersten vier Bundesliga-Spielen mit zwei Toren und zwei Vorlagen jeweils an einem Treffer direkt beteiligt.
»Ich freue mich, wenn er kommt – und kein Tor schießt und wir gewinnen«, sagte Trainer Christian Streich vor dem Wiedersehen mit Niederlechner. Auch Grifo will seinem Freund vorher noch eine Nachricht schreiben, dass er »ein bisschen langsam machen soll«, wie er grinsend verriet. Grifo ist selbst voller Vorfreude auf seine Rückkehr ins Schwarzwald-Stadion, nachdem er am vergangenen Wochenende beim Auswärtssieg in Hoffenheim vom Sofa aus zuschauen musste. »Ich hatte so viel Euphorie in mir und ich wusste, ich darf das nicht auf dem Platz zeigen«, sagte Grifo, der für die von der TSG ausgehandelte Sperre kein Verständnis zeigte. »Die Verantwortlichen in Hoffenheim wissen, warum ich gehen wollte, ich habe mit allen geredet und kann in den Spiegel schauen.«

Konkurrenzkampf

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Jetzt ist der Italiener zurück beim SC, der für ihn »zu einer zweiten Familie und zu einer zweiten Heimat geworden ist«. Bei seiner Leih-Rückkehr in der vergangenen Rückrunde war der 26-Jährige immer gesetzt, auch wenn es das bei Streich nach eigenen Angaben gar nicht gibt. Grifo kann sich aber nicht sicher sein, auch diesmal sofort wieder zur Start­elf zu gehören. »Die Wahrscheinlichkeit ist nicht gering, dass er spielt, es kann aber auch sein, dass er draußen ist«, sagte Streich. Er hat in den ersten Saisonspielen so viele Optionen für die Aufstellung wie wahrscheinlich noch nie in seiner Zeit als Profitrainer. Das bereite ihm zwar »Kopfzerbrechen«, aber er habe schon welches gehabt, »das zu stärkeren Kopfschmerzen geführt hat«. In der vergangenen Saison ging es dabei oft um die Frage, wie die Langzeitverletzten ersetzt werden können.

"Kein tolles Spiel"

Der neue ausgebrochene Konkurrenzkampf führt zwar dazu, dass einige enttäuscht sind, weil sie nur auf der Bank oder sogar auf der Tribüne sitzen, es fördert jedoch die Trainingsintensität. »Im elf gegen elf ging’s ab und ich wusste hinterher nicht, wer besser war«, berichtete Streich. Schon nach dem Erfolg in Hoffenheim hatte er betont, dass es vor allem die Mentalität war, mit der seine Mannschaft das Spiel gewonnen hat. Die Bereitschaft, viele Wege zu machen, auch wenn sie umsonst sein könnten, fordert er jetzt auch für das Heimspiel gegen Augsburg: »Ich erwarte kein wahnsinnig tolles Spiel von ihnen, aber dass sie in jeder Situation alles tun, um den Gegner mit fairen Mitteln zu bekämpfen.«

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