Fußball

SC Freiburg: Sport-Vorstand Jochen Saier im Interview

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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01. Mai 2016

Jochen Saier. ©Peter Heck

Jochen Saier ist seit November 2014 Sport-Vorstand des SC Freiburg. Zuvor war der gebürtige Lahrer, der in Zell-Weierbach aufwuchs,  Sportdirektor und hat die Fußballschule des SC geleitet. Der 38-Jährige spricht im Interview über die Gründe für die erfolgreiche Saison, die Erleichterung nach dem Aufstieg und die Personalplanungen.

Wenn Ihnen jemand vor einem Jahr gesagt hätte, dass der SC Freiburg direkt wieder aufsteigt, was hätten Sie geantwortet?
Jochen Saier: Das wäre Wunsch und Hoffnung gewesen, aber dass wir es so souverän geschafft haben, ist schon wahnsinnig toll. Man sagt immer etwas ketzerisch, der Erfolg hat viele Väter; diesmal stimmt das aber absolut. Es hat begonnen mit der Reaktion der Fans nach dem bitteren Abstieg in Hannover, sie haben uns ein Stück weit getragen. Nach dem Umbau des Kaders sind wir mit einem guten Gefühl in die neue Saison gegangen und waren mit dem 6:3-Feuerwerk gegen Nürnberg vor ausverkauftem Haus sofort da. Wir haben eine Mannschaft, die den Weg des Trainerstabs voll mitgehen wollte und konnte, vor allem wegen ihrer Haltung, Sozialkompetenz und ihrer Qualität.

Nach dem großen personellen Schnitt wussten viele nicht, was sie der Mannschaft zutrauen sollen. War dieser Umbruch vielleicht sogar notwendig?
Saier: Wir haben den Umbruch als Chance gesehen. Trotz der vielen Verkäufe ist der Kern der Mannschaft zusammengeblieben und wir haben nur punktuell Neue hinzugeholt. Im ersten halben Jahr standen nicht viele Neuzugänge in der Startformation. Mit Vincenzo Grifo und Amir Abrashi kamen zwei Spieler hinzu, die das bestehende Gefüge bereichert haben.

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Sie und Sportdirektor Klemens Hartenbach hatten ein glückliches Händchen bei den Verpflichtungen.
Saier: Diese Bewertung sollen andere vornehmen, aber ich denke schon, dass vieles gepasst hat in dieser Saison. Die Neuzugänge haben sportlich und charakterlich überzeugt. Und die Entscheidung von Nils Petersen, hier zu bleiben, war noch mal ein Impuls. Er ist ein Stück weit Sinnbild des Erfolgs, aber nicht nur er. Da gibt es mehrere. Auch Nils hat sich ohne Murren auf die Bank gesetzt und über Einwechslungen der Mannschaft geholfen. Das ist eine verantwortungsbewusste und tolle Haltung, die sehr positiv nach innen abgestrahlt hat. Das Gleiche gilt auch für Maximilian Philipp und Karim Guédé.

In welchem Bereich wird der Sport-Club Freiburg nach Verstärkungen suchen?
Saier: Wir müssen unsere defensive Stabilität verbessern. Im Abwehrverbund, der Viererkette und der Sechserposition, müssen wir den Kader verdichten, das heißt breiter und idealerweise auch besser machen. Aber das Wichtigste ist, dass wir den Kader zusammenhalten und mit dem Fundament dieser Saison in die neue Spielzeit gehen.

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