Fußball Bundesliga

SC Freiburg vermisst gegen Leverkusen noch mehr seine Fans

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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01. Juni 2020

Fokussiertes Sitzduell: Freiburgs Luca Waldschmidt und Leverkusens Moussa Diaby. ©dpa

Für Trainer Christian Streich zeigt der SC Freiburg gegen das Top-Team von Bayer Leverkusen „ein perfektes Spiel“, verliert aber auch sein zweites Geisterheimspiel mit 0:1.

Am Freitagabend im Schwarzwald-Stadion hat Christian Streich die fehlenden Zuschauer nochmal mehr vermisst als beim ersten Geisterheimspiel eine Woche zuvor gegen Bremen. „Heute hat‘s mir richtig weh getan“, sagte der SC-Trainer nach dem 0:1 gegen Leverkusen, „dass die Leute nicht nach der Arbeit kommen und das Spiel sehen können, diese Spieler von Leverkusen mit dieser Qualität und uns, die sich so dagegen stemmen – das war traurig.“ Streich war angefressen nach der knappen Niederlage, nach einem „perfekten Spiel“ seiner Mannschaft, wie er fand, mehr könne er nicht von ihr verlangen. 

Mehr Fledermäuse als Tore

Dennoch hat einiges gefehlt an diesem Abend. Zum einen ein Tor, das Ende der ersten Hälfte Lucas Höler und am Schluss Nils Petersen – „ich ärgere mich selbst am meisten“ – auf dem Fuß hatten, und zum anderen die Fans, auf deren Unterstützung die Freiburger vielleicht doch noch ein bisschen mehr angewiesen sind als die Top-Teams. Von ihrer Euphorie getragen hat der Sport-Club daheim schon manches Ausrufezeichen gesetzt und hätte es vielleicht auch gegen den Champions-League-Teilnehmer geschafft. So bemühten sich die wenigen zugelassenen SC-Mitarbeiter, im Corona-Abstand auf der Haupttribüne verteilt, die fehlende Kulisse zumindest ein bisschen zu ersetzen, beklatschten jede gelungene Abwehraktion und feuerten an. Den Gegner beeindrucken konnten sie damit nicht, schließlich ließen sich nicht einmal Fledermäuse und Vögel dadurch vertreiben, sie zogen trotz Bundesligaspiel ihre Runden durchs Stadion. 

Durchgehend laut war vor allem Christian Streich. „Roland, offen stehen“, rief er Offensivspieler Sallai zu, gab Torwart Alexander Schwolow Anweisungen, auf wen er seine Abschläge platzieren sollte und hätte am liebsten jeden Spieler einzeln auf seine Position geschoben. Dass seine taktischen Vorgaben jetzt auch während des Spiels ankommen, sich die Spieler untereinander besser coachen können, ist für Trainer und Spieler der einzige Vorteil, den diese Geisterspiele haben. Trotzdem sind sie froh, dass sie überhaupt weiter spielen können, die Saison nach jetzigem Stand beendet werden kann.

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Überraschendes Kübler-Comeback

Obwohl die Freiburger aus den vier Spielen nach dem Re-Start erst zwei Punkte geholt haben, können sie die restlichen Partien angesichts von 38 Punkten und Platz acht entspannt angehen. Das war auch der Grund, weshalb Streich das Risiko einging, Lukas Kübler nach fast achtmonatiger Verletzungspause überraschend in die Startelf zu beordern, weil er neben einem guten taktischen Verständnis auch sehr dynamisch sei, was „total zu so einer Mannschaft wie Leverkusen mit wahnsinnig schnellen Spielern“ gepasst habe. „Ich war überzeugt, dass er ein gutes Spiel macht“, sagte der SC-Coach. Der 27-Jährige hat ihn nicht enttäuscht, auch wenn er die Vorbereitung des einzigen Tors von Kai Havertz nicht verhindern konnte. „Es ist die Qualität, die er hat, dass er nur die eine Situation braucht“, kommentierte Christian Günter den entscheidenden Treffer, „bei uns fehlte überall ein kleiner Schritt.“ Trotzdem hielt auch er „mindestens einen Punkt“ für verdient. 

Ausgleichende Gerechtigkeit

Streich überlegte unterdessen, ob es vielleicht ausgleichende Gerechtigkeit war, schließlich wären die Unentschieden in Leipzig und Frankfurt eher glücklich gewesen. In den Heimspielen gegen Bremen und Bayer wäre für den SC jedoch mehr drin gewesen. Nun wollen die Freiburger am kommenden Freitag gegen Mönchengladbach erstmals seit der Pause zu Hause punkten. Ein Spiel, das unter normalen Umständen „ein Fußballfest unter Flutlicht“ (Streich) wäre.

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