Fußball-Bundesliga

SC Freiburgs Trainer Streich: Geisterspiele sind zäh

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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06. November 2020
Respektieren sich sehr: Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (l.) und Freiburgs Trainer Christian Streich.

Respektieren sich sehr: Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann (l.) und Freiburgs Trainer Christian Streich. ©dpa

Nachdem er die Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga lange als notwendiges Übel verteidigt hat, empfindet sie SC-Trainer Christian Streich zunehmend als frustrierend. „Auf Dauer wird das schon eine einsame Veranstaltung“, sagte er vor dem Freiburger Auswärtsspiel bei RB Leipzig (Samstag, 15.30 Uhr), das wie im Mai beim Re-Start nach der Corona-Pause vor leeren Rängen ausgetragen werden muss. 

 

An das letzte Gastspiel hat der Sport-Club zumindest sportlich gute Erinnerungen, denn es endete 1:1, obwohl Leipzig deutlich mehr Torchancen hatte. „Aber das haben sie gegen viele Gegner“, sagte Streich. Die Freiburger Bilanz gegen RB in der vergangenen Saison bezeichnete er als „herausragend, das hat man nicht oft“, denn das Hinspiel im Schwarzwald-Stadion hat der SC sogar gewonnen. In Leipzig ist das den Freiburgern in fünf Versuchen in erster und zweiter Liga noch nicht gelungen, zwei Remis und drei Niederlagen lautet da die Bilanz.

RB ist „Topmannschaft“
Leipzig ist für Streich eine „Topmannschaft“ mit Spielern, die „schnell und technisch gut sind“, und in der Innenverteidigung „Körperlichkeit“ mitbringen.
Das Spiel bei RB ist auch das neunte Aufeinandertreffen des dienstältesten Trainers der Liga mit dem jüngsten Coach. Der 33-jährige Julian Nagelsmann hat dabei mit drei Siegen (mit Hoffenheim) knapp die Nase vorn, Streich gewann zwei Spiele, drei Mal endete das Duell unentschieden. „Er ist jetzt schon einer der herausragenden Trainer, weil er das Spiel gut versteht und viel davon umsetzen kann“, sagt Streich über Nagelsmann. Er habe ihm und RB Leipzig am Mittwochabend auch in der Champions League die Daumen gedrückt: „Wenn Leipzig gegen Paris spielt, bin ich für Leipzig.“

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Unglücksrabe Höfler
Am Samstag ist er natürlich nur für sein Team, und bei dem war in der Woche nach der 2:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen Aufbauarbeit nötig. Nicht nur bei Unglücksrabe Nicolas Höfler, der an drei Gegentoren direkt beteiligt war. Er habe „gravierende technische Fehler“ und dadurch „ein ganz schlechtes Spiel“ gemacht. Jetzt will er im Gespräch mit dem Mittelfeldstrategen herausfinden, „ob er verunsichert ist“, um dann mit seinen Trainerkollegen darüber zu entscheiden, „ob wir ihn auf dem Platz lassen oder mal eine Pause geben“.

“Haben uns selbst gekillt“
Insgesamt war Streich mit seiner Mannschaft gar nicht so unzufrieden, wie es direkt nach dem Spiel den Anschein hatte. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, bis auf einige Situationen, mit denen wir uns selbst gekillt haben“, sagte er, „das war enttäuschend und extrem schmerzhaft.“ Die Defensivleistung, die Abstände und die Raumaufteilung hätten aber vor allem in der ersten Halbzeit gestimmt, deshalb ist nicht mit großen Umstellungen im kommenden Spiel zu rechnen.

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