Fußball-Bundesliga

SC Freiburgs Trainer Streich: Können befreit auftreten

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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28. Mai 2020
Hoffen auch gegen Leverkusen auf Grund zum Jubeln: die Freiburger (v. l.) Lucas Höler, Nils Petersen und Nicolas Höfler.

Hoffen auch gegen Leverkusen auf Grund zum Jubeln: die Freiburger (v. l.) Lucas Höler, Nils Petersen und Nicolas Höfler. ©dpa / Pipeline

 Mit dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (Freitag, 20.30 Uhr) endet für den SC Freiburg in der Fußball-Bundesliga die erste englische Woche der Rückrunde, der im Juni eine weitere folgen wird. Der Sport-Club muss voraussichtlich erneut auf Mittelfeldspieler Janik Haberer verzichten.

 

In der gesamten bisherigen Saison stand der SC Freiburg nie schlechter als auf dem neunten Tabellenplatz, bis kurz vor Ende der Hinrunde hielt er sich sogar permanent auf den internationalen Plätzen. Trotzdem gingen die Blicke beim Sport-Club traditionell nach unten, solange rechnerisch noch der Abstieg möglich war. Das ist er sechs Spieltage vor Saisonende zwar immer noch, aber angesichts von elf Punkten Vorsprung auf Platz 16 rechnet selbst Christian Streich nicht mehr damit. „Ich bin gottfroh, dass wir 38 Punkte haben“, sagte der SC-Trainer, „so, wie es jetzt aussieht, können wir befreit und ohne den ganz großen Druck auftreten.“

1:1 im Hinspiel
Auch gegen die Leverkusener, die sich erneut für die Champions League qualifizieren wollen, könne der SC „mit viel positiver Energie etwas Besonderes schaffen“. Im Hinspiel hatte sich sein Team ein 1:1 erkämpft, bei dem es einige Parallelen zu den jüngsten Unentschieden in Frankfurt und zuvor in Leipzig gab. Der Gegner hatte deutlich mehr Torchancen, konnte die aber nicht nutzen oder scheiterte am Keeper, der im Hinspiel Mark Flekken hieß. Der Niederländer war in seinen Einsätzen genauso überzeugend wie Alexander Schwolow, der zuletzt den Punkt in Frankfurt rettete.

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Zwei super Torhüter
„Wir haben zwei super Torhüter und sind glücklich“, sagte Streich, der über die Perspektiven nach dieser Saison nicht spekulieren wollte. Schwolow soll laut „Kicker“ das Interesse von Ajax Amsterdam und Benfica Lissabon geweckt haben. „Ohne Corona wüssten wir vielleicht, was im Sommer passiert“, erklärte der SC-Coach. Momentan sei aber zu vieles unsicher. Einer der beiden wird voraussichtlich den Verein verlassen, weil beide den berechtigten Anspruch auf die Nummer eins haben.
Gegen Leverkusen wird Schwolow wieder gefordert sein, und Lucas Höler hofft, dass er nicht wieder so viel zu tun bekommt wie in Frankfurt. „Da haben wir zu viel zugelassen“, sagte der Torschütze zum zwischenzeitlichen 3:1, „aber wir wollen wieder mutig nach vorne spielen, und am besten wieder drei Tore schießen.“ 

Haberer droht auszufallen
Veränderungen könnte es im Vergleich zum Auswärtsspiel am Dienstag auch schon in der Startelf geben. „Es kann gut sein, dass wir auf einigen Positionen wechseln“, kündigte Streich an. Für Mittelfeldspieler Janik Haberer (Sprunggelenkverletzung) kommt die Partie aber vermutlich noch zu früh. „Wer könnte frisch sein, wer macht das dritte Spiel?“, diese Fragen stellen sich Streich und seine Trainerkollegen. Stürmer Luca Waldschmidt, der mit seiner Auswechslung in Frankfurt offenbar nicht ganz einverstanden war, dürfte auf der Bank Platz nehmen. Unter Berücksichtigung der langen Verletzungspause des Nationalspielers und angesichts der fehlenden Spielpraxis war Streich aber „zufrieden mit seiner Leistung“.

Dämpfer für Leverkusen
Gegen Leverkusen werden die Freiburger wahrscheinlich nicht so viele Torchancen bekommen, müssen diese also so effizient nutzen wie in Frankfurt. Die jüngste 1:4-Niederlage von Bayer in Wolfsburg, nach zuvor zwölf ungeschlagenen Pflichtspielen, macht den Freiburgern Mut. „Sie hatten jetzt einen Dämpfer und sind vielleicht ein bisschen verunsichert, das wollen wir nutzen“, sagte Höler.

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