Fußball-Verbandsliga

SC Lahr muss im Derby mehr Cleverness zeigen

mue/he
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19. August 2022
Andreas Bürkle (links) fehlt dem SC Lahr am Samstag im Derby gegen den SV Linx.

Andreas Bürkle (links) fehlt dem SC Lahr am Samstag im Derby gegen den SV Linx. ©Ulrich Marx

Zu Hause gegen Oberliga-Absteiger SV Linx steht die Mannschaft von Trainer Domenico Bologna in der Fußball-Verbandsliga bereits etwas unter Zugzwang.

Auch drei Tage nach der bitteren 2:3-Niederlage beim FC Villingen II gärte es nach wie vor bei den Verantwortlichen des Fußball-Verbandsligisten SC Lahr. Für Sportvorstand Petro Müller hatte sich in der Gesamtbetrachtung nicht viel verändert: „Die gezeigte Leistung der Mannschaft ist nicht zu beanstanden, wohl aber die Art und Weise.“ Naives Verteidigen von Standardsituationen und mangelnde Cleverness, einen eigentlich gewonnenen Punkt noch über die (Nachspiel-)Zeit zu bringen, waren dabei die beiden zentralen Kritikpunkte. Die Tatsache, dass mit dem SV Linx nun der Oberliga-Absteiger am Samstag (18 Uhr) an der Dammenmühle gastiert, spiele für die Gesamtbetrachtung aus Lahrer Sicht keine Rolle.

"Stehen etwas unter Druck"

„Es ist im Grunde wurscht, wer kommt, weil wir uns selbst um eine mögliche gute Startposition gebracht haben. Statt möglicher drei, vier oder sogar sechs Punkte haben wir aktuell nur einen Zähler auf dem Konto. Gegen Linx stehen wir schon etwas unter Druck, daher ist die Mannschaft zum Punkten aufgerufen, um tabellarisch dranbleiben zu können“, unterstreicht Müller.

Die Gäste aus Rheinau sind mit bisher vier Punkten ordentlich in die Runde gekommen. Gerade die Art, wie das glückliche, aber auch Beharrlichkeit geschuldete 4:3 gegen Denzlingen vonstatten ging, könnte Linx psychologisches Momentum verliehen haben. Dem wollen die Lahrer eigene Kampfkraft entgegensetzen.

Mehr Konsequenz nötig

Spielerisch ist man nach den ersten Begegnungen noch nicht da, wo Trainer Domenico Bologna seine weiterhin offensiv ausgerichtete Mannschaft sehen will. Gegen einen Gast, der auf dieser Klaviatur ebenfalls zu spielen versteht, sollte allerdings auch defensive Stabilität hinzu kommen. „Gegen Kuppenheim hat das bis in die Nachspielzeit hinein gut funktioniert, in Villingen hätte es gut funktionieren können. Aber gegen Linx, einen weiteren richtig guten Gegner, muss es um mehr Konsequenz gehen, um nicht wieder solch einfache Gegentreffer zu kassieren“, beschreibt Petro Müller.

Häußermann-Einsatz noch offen

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Der Personalbestand wird sich im Vergleich zur Vorwoche voraussichtlich nicht gravierend verändern. Maurizio Moog (Urlaub) steht ebenso nicht zur Verfügung wie der verletzte Andreas Bürkle. Dennis Metzger (Folgen Handbruch) wird aufgrund eines notwendig werdenden Eingriffs längere Zeit wegfallen. Während Simon Zehnle defintiv gesperrt fehlt, stand Mitte der Woche die Dauer der Rotsperre für Violand Kerellaj noch nicht fest. „Von zwei Spielen muss man wohl ausgehen“, ließ Müller anklingen. Dennis Häußermanns (Zerrung) Mitwirken ist offen, eventuell Teil des Kaders könnte wieder Gabriel Gallus sein.

Mit dem 1:1 zum Saisonauftakt bei Elzach-Yach und 4:3 gegen Denzlingen ist der SVL einigermaßen zufriedenstellend gestartet. Berauschend waren die beiden Auftritte nicht, aber die kämpferische Einstellung stimmte, auch wenn gegen Denzlingen in der Pause angesichts eines 0:2-Rückstandes deutliche Worte von Präsident Hans Weber nötig waren, um die Wende einzuleiten. Die dadurch ausgelösten Emotionen will Thomas Leberer mit ins Derby in Lahr nehmen.
Die Abwehr hat dem Linxer Trainer Sorgenfalten auf die Stirn getrieben. „Die Fehler, die zum 0:2-Rückstand führten, waren unterirdisch, das darf uns in Lahr nicht passieren“, sagt Leberer.

Die Linie fehlt noch

Mit Domenico Bologna als neuem Coach, namhaften Neuzugängen wie Adriano Spoth sowie den Rückkehrern Konstantin Fries und Dennis Häusermann wurden in Lahr Hoffnungen geweckt, welche die Elf mit dem 1:1 gegen Kuppenheim und der 2:3-Niederlage beim FC Villingen II noch nicht erfüllen konnte. Violand Kerellay sah zuletzt die Gelb-Rote Karte und fehlt gegen Linx.
Dem SVL-Team fehlt noch die spielerische Linie. Von den Neuzugängen hat bisher vor allem der beim Freiburger FC ausgebildete und von der U19 des Bahlinger SC gekommene Joshua Misic (19) überzeugt. Er besticht durch Spielwitz. Für Mathias Heiligenstein dagegen sucht der Trainer noch die optimale Position. Nach halbjähriger Verletzungspause ist Routinier Timo Schwenk noch weit von Normalform entfernt. „Wir müssen Geduld mit ihm haben, er steckt auch mitten in Prüfungen“, nimmt Leberer den Routinier in Schutz.

Auswahl im Angriff

Im Angriff hat der Coach wieder Auswahl. Adel Daouri, der beim 1:1 in Elzach-Yach traf, aber wegen seines zweiten Fouls Gelb-Rot sah, ist gegen Lahr wieder dabei. Auch Torjäger Marc Rubio (34) ist nahe am optimalen Leistungsniveau und hat mit dem Treffer zum 3:3 gegen Denzlingen seinen extremen Torriecher bestätigt. Wegen beruflicher Abwesenheit hatte Hakan Ilhan, der in der letzten Saison zwölf Treffer für Lahr erzielte, bisher noch keinen Einsatz im SVL-Trikot.
„Wir müssen Fries und Spoth ausschalten. Ich freue mich auf Lahr und das Wiedersehen mit Trainer Domenico Bologna, wir kennen uns aus gemeinsamen Zeiten in Ober­achern“, sagt Thomas Leberer.

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