SC Offenburg gibt sicheren Sieg noch aus der Hand

Aliu Cisse (links) sorgte für das scheinbar beruhigende 2:0 für den SC Offenburg. Doch am Ende gingen zwei wichtige Punkte noch verloren. ©Faruk Ünver
SC Offenburg – FV Langenwinkel 2:2 (2:0)
Durch zwei ganz späte Gegentore hat der SC Offenburg die große Chance verpasst, die Abstiegsplätze der Fußball-Landesliga zu verlassen. Gegen den FV Langenwinkel reichte es am Ende nur zu einem 2:2 (2:0).
Für beide Teams war es eine enorm wichtige Partie. Sowohl für den SC Offenburg als auch dem FV Langenwinkel ging es am vorletzten Spieltag um den Klassenverbleib. Dabei ging es für den Gastgeber vielversprechend los. Ersin Osmanov bekam in der zweiten Minute den Ball zog auf und schoss von der linken Strafraumkante ins lange Eck zur frühen 1:0-Führung ein. Weiter war es der SCO, der das Spiel dominierte. In der 22. Minute fiel das 2:0 für die Heimelf. Nach einem eklatanten Ballverlust in der Hinterreihe des FVL ließ Aliu Cisse zwei Mann stehen und erzielte mit einem genauen Abschluss die 2:0-Führung. Erst nach einer guten halben Stunde wachten die Gäste auf und mit einem Distanzschuss, der nur knapp über das Tor flog, wäre der Anschlusstreffer beinahe gefallen.
Im zweiten Abschnitt war es eine Partie auf Augenhöhe, in der die Offenburger sich ausschließlich auf das Verteidigen konzentrierten. Erst zum Ende hin machten die Gäste mehr Druck nach vorne. Kurz vor Schluss entschied der Linienrichter bei einem Kopfball nach einer Ecke auf absichtliches Handspiel. Die Offenburger reklamierten vehement, doch der FVL verwandelte den Strafstoß zum Anschlusstreffer. Nun waren die Mannen von Trainer Klaus Stefan am Drücker. Doch in der Druckphase wäre es in der Nachspielzeit fast zur Entscheidung gekommen. Der eingewechselte Gregor Grimm lief alleine auf den FVL-Schlussmann zu, aber anstatt ihn zu umkurven und den Ball ins leere Tor zu bugsieren, entschied er sich zu schießen. Das Leder ging knapp am linken Pfosten vorbei. So waren die Gäste noch im Spiel und kamen tatsächlich mit ihrer letzten Aktion zum Ausgleich. Die Gastgeber bekamen vor der Abwehr keinen Zugriff und so spielte sich Langenwinkel in den Strafraum, wo ein Gästestürmer, den Ball an Grimm im Tor vorbeispitzelte.
Aufgrund der anderen Ergebnisse hat der SCO am letzten Spieltag damit wieder die schlechteren Karten und kann nicht mehr aus eigene Kraft die Klasse halten. Man muss mit einem Sieg bei der SpVgg Ottenau die eigenen Hausaufgaben machen und auf einen Patzer der Konkurrenz hoffen.
SC Offenburg: Grimm, Vujevic, Männle, Osmanov, Cisse, Kempf, Manneh, D. Keskin, Ibishi, Yildirik, C. Keskin
FV Langenwinkel: keine Angaben
Tore: 1:0 Osmanov (2.), 2:0 Cisse (22.), 2:1 (89./Handelfmeter), 2:2 (90.+4)
SV Ulm – SV Niederschopfheim 2:3 (1:0)
Einen wahren Abstiegskrimi erlebten die Zuschauer beim 3:2 Erfolg des Fußball-Landesligisten SV Niederschopfheim beim SV Ulm, in dem die Entscheidung erst in der Nachspielzeit fiel.
Niederschopfheim begann engagiert und hatte bald die ersten Möglichkeiten durch Schillinger (3.) und Daffeh (7./12.). Zahlreiche Ecken summierten sich auf dem Konto der Gäste, aber der Ball wollte nicht ins Netz. Ulm verlegte sich auf Konter. In der 18. Minute kam Philipp Schnur alleine vor das Tor von Hannes Ehrhardt, der die Führung für die Heimmannschaft verhinderte. Trotz der optischen Überlegenheit des SVN lauerte Ulm und Justin Schumann gelang nach einem weiteren Konter das 1:0 (30.). Kurz darauf hatte der Absteiger die Chance zum 2:0, aber ein Freistoß von Fabian Ernst, fast von der Mittellinie, strich über das Tor. In der 38. Minute vereitelte Ehrhardt eine weitere Großchance, bei ihm konnten sich seine Mitspieler bedanken, dass die Partie nicht vorzeitig entschieden war. Bis zum Seitenwechsel blieb es beim 1:0.
Aus der Pause heraus erwischte Niederschopfheim einen Traumstart. Ein schöner Spielzug über die rechte Seite brachte den Ball zu Omar Daffeh in zentraler Position, der wuchtig unter die Latte zum Ausgleich einnetzte. Bei Ulm wurden jetzt die Beine schwer und die Tempovorstöße aus der ersten Hälfte waren nicht mehr zu sehen. Aufgrund zahlreicher Unterbrechungen kündigte sich eine lange Nachspielzeit an. Niederschopfheim blieb spielbestimmend, aber vor dem Tor nicht zwingend. Bei einem der wenigen Gegenangriffe der Hausherren gab es in der 70. Minute einen Freistoß zentral an der Strafraumgrenze. Den Schuss von Müller parierte Ehrhardt stark zur Ecke, in deren Folge aber der eingewechselte Thaler am langen Pfosten freistehend das 2:1 erzielte. In den Köpfen des zahlreichen SVN-Anhangs wuchs die Befürchtung, erneut ohne Punkte aus einer Partie gegen Ulm hervorzugehen.
Oissim Nabti sorgte in der 85. Minute für den Muntermacher, denn nach seinem Schuss an den Pfosten raffte sich der SVN noch einmal auf. Eine Energieleistung von Omar Daffeh in der Nachspielzeit vollendete der eingewechselte Luca Baral, der sich die Chance freistehend zum Ausgleich nicht entgehen ließ. Der SVN wusste, dass ein Punkt zu wenig ist und setzte alles auf eine Karte. In der fünften Minute der Nachspielzeit belohnte sich der Gast mit dem 3:2 durch Marvin Schillinger, der sich rechts durchsetzte und aus zentraler Position den Ball wuchtig im Tor versenkte. Damit verlassen die Blauen wieder die Abstiegsränge, aber am letzten Spieltag kämpfen sechs Mannschaften darum, Ulm und Rust auf dem Weg in die Bezirksliga nicht zu begleiten.
SV Ulm: Wann, Friedmann, Tran, Helmholdt, Huck (90.+3 Wissner), Galler (81. Burkhard), Schnurr (46. Thaler), Ernst, Mußler, Schumann, S. Müller
SV Niederschopfheim: Ehrhardt, Muhamedagic, M. Götz, E. Möschle, Oschwald (46. Bayer), Meier (80. Nabti), Weingart, Remmel (46. T. Möschle), Daffeh, Y. Götz (70. Baral), Schillinger
Tore: 1:0 Schumann (30.), 1:1 Daffeh (47.), 2:1 Thaller (70.), 2:2 Baral (90.+2), 2:3 Schillinger (90.+5)
FV Schutterwald – SV Sinzheim 2:2 (1:2)
Mit 2:2 trennte sich der FV Schutterwald im letzten Landesliga-Heimspiel der Saison vom Tabellenvierten SV Sinzheim und steht einen Spieltag vor Saisonende auf Rang sieben.
Schutterwald fand gut in die Partie und war in der Anfangsphase die spielbestimmende Mannschaft. Trotzdem dauerte es bis zur 15. Minute, ehe es erstmals vor dem Tor der Gäste gefährlich wurde. Nach einer Hereingabe von Trittmacher kam Yildirim zum Abschluss, traf den Ball jedoch nicht voll, so dass ein Sinzheimer Abwehrmann den Ball blocken konnte. Fünf Minuten später ging die Heimelf dann aber in Führung. Nach Handspiel entschied Schiedsrichter Klein auf Elfmeter. Kopf nahm sich der Sache an und verwandelte sicher zur Führung (20.). Sinzheim blieb im Anschluss aber im Spiel und konnte die Partie binnen weniger Minuten drehen. Zunächst traf Kilic zum Ausgleich (34.), bevor Weiler die Gäste per Distanzschuss in Führung brachte (37.).
Nach dem Seitenwechsel wollte Schutterwald die Wende herbeiführen. In Minute 58 hatte man erstmals die Möglichkeit zum Ausgleich. Zunächst klatschte ein abgefälschter Schuss von Jürck an die Latte, bevor Sinzheim den Ball nicht klären konnte und im Nachgang Kopf mit einem Abschluss an Sinzheims Torhüter Knöller scheiterte. Fünf Minuten später verfehlte Grommelt aus der Distanz das Gästetor nur knapp (63.). Der Ausgleich gelang dann aber in der 69. Minute, als Balta aus kurzer Distanz eine Hereingabe von Kopf über die Linie drücken konnte. In der Schlussphase gab es dann Chancen auf beiden Seiten, die jedoch keinen Lucky Lunch mehr herbeiführten. Es blieb beim Remis.
FV Schutterwald: Volk, Burgert, Kirchner, Kopf, Jürck (62. Schwarz), Balta, Hörner (66. Pauli), Grommelt (74. Frädrich), Giedemann, Trittmacher (80. Kaplan), Yildirim
SV Sinzheim: Knöller, Heck, Kilic, Dreher, Koffler, Frietsch, Huck (82. Wöber), Weiler (77. Metzmaier), Edelmann (71. Mustafic), Kunz (66. Schleif), Ziegler
Tore: 1:0 Kopf (20./Handelfmeter), 1:1 Kilic (34.), 1:2 Weiler (37.), 2:2 Balta (69.)
1.SV Mörsch – TuS Oppenau 0:0
Mit einem 0:0 beim SV Mörsch hat der TuS Oppenau einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga gemacht, der vor dem letzten Spieltag allerdings trotz 36 Punkten und Tabellenplatz neun noch nicht in trockenen Tüchern ist.
Beim TuS stand Spielertrainer Rico Maier nach seiner langwierigen Knieverletzung am Sonntag zum ersten Mal in der Startformation. Seine Mannschaft war von Beginn an gut im Spiel und den Renchtälern war anzumerken, dass sie unbedingt die drei Punkte mit nach Hause nehmen wollten. Die beste Chance in den ersten 45 Minuten hatte Florian Müller per Freistoß. Auch in einigen anderen Situationen hätte der TuS in Führung gehen können, wenn man im Abschluss etwas konsequenter agiert hätte. Der SV Mörsch, für den es um nichts mehr ging, zeigte aber ebenfalls eine ansprechende Leistung und kam seinerseits zu zwei guten Tormöglichkeiten.
Oppenau musste schon vor der Pause wegen einer Verletzung von Dominik Treyer wechseln, war aber auch nach dem Wechsel das zielstrebigere Team. Der TuS lief früh an und versuchte bei eigenem Ballbesitz immer wieder Akzente zu setzen. In der Defensive ließ man praktisch nichts mehr zu. Der entscheidende Durchbruch gelang allerdings nicht und so musste man sich am Ende mit der torlosen Punkteteilung zufrieden geben.
„Wir haben unser Minimalziel erreicht und sind damit absolut zufrieden“, resümierte Sportvorstand Toni Kimmig. Um in Sachen Klassenerhalt ganz sicher zu gehen, benötigt der TuS am kommenden Wochenende noch einen Zähler aus dem Heimspiel gegen den FV Schutterwald. Bei einer Niederlage könnte man noch auf einen Abstiegsplatz durchgereicht werden. „Wir haben es selbst in der Hand und werden alles dafür tun, dass wir nicht auf die anderen Ergebnisse angewiesen sind“, hofft Kimmig auf ein Happy End.
1.SV Mörsch: Volo, Mohr (83. Scheiermann), Würz, Baumann, Heitz, Nagel (53. J. Walter), E. Walter, Busch, Zipf, Derr, Schilli
TuS Oppenau: Böhm, Treyer (40. Hoferer), Bruder, Keller (90. Haas), Müller, Hoch, Gaiser (73. D. Huber), M. Huber, Kimmig, Wirth (79. Heiberger), Maier
SC Durbachtal – SV Rust 4:2 (2:2)
Fußball-Landesligst SC Durbachtal hat sich mit einem Sieg von den eigenen Fans verabschiedet. Zwei Später Tore von Niklas Martin und Lukas Raabe sicherten am Sonntagnachmittag das 4:2 (2:2) gegen Absteiger SV Rust.
Die Zuschauer in Durbach sahen eine Partie, in der beide Teams die Offensive suchten. Schon in den ersten 20 Minuten gab es die eine oder andere Torchance, bevor Janosch Bologna das 0:1 gelang (24.). Die Gästeführung hatte jedoch nicht lange Bestand, schon drei Minuten später konterte Timo Meyer mit dem Ausgleich. Und weitere 180 Sekunden danach stand es 2:1 für Durbachtal. Niklas Martin behielt vom Elfmeterpunkt die Nerven und verwandelte sicher. Doch die Freude währte nur kurz, denn Bologna gelang postwendend der erneute Ausgleich. Mit dem 2:2 ging es in die Halbzeitpause.
Nach dem Wechsel war zu spüren, dass es für beide Teams um nichts mehr ging. Es war deutlich weniger Tempo im Spiel und deshalb wurden auch nicht mehr so viele Chancen herausgespielt. Doch Durbachtal wollte das letzte Heimspiel unbedingt mit einem Sieg beenden. In der 87. Minute war Niklas Martin zur Stelle und markierte das umjubelte 3:2. Der Absteiger aus der südlichen Ortenau war nun geschlagen und kassierte 60 Minuten später noch einen weiteren Treffer durch Lukas Raabe. Damit verbesserte sich der SC Durbachtal auf den fünften Tabellenplatz und kann diesen in Ziel bringen, wenn am Samstag ein Auswärtssieg beim SV Niederschopfheim gelingt.
SC Durbachtal: Herr, May, Martin, Meyer, P. Gür (57. Dautner), M. Gür (72. Reiss), Raabe, Decker, Leberer (88. Rossrucker), Gülel, Frank (65. Sandhaas)
SV Rust: Maier, Bitto (33. Saki), Olcan, Schlotgauer (69. Szkibick), Sehrer, Cantürk (33. Paris), Kastrati (64. Hurst), Merettig, Kaufmann, Bologna, Größer
Tore: 0:1 Bologna (24.), 1:1 Meyer (27.), 2:1 Martin (30./Foulelfmeter), 2:1 Bologna (31.), 3:2 Martin (87.), 4:2 Raabe (88.)
Die weiteren Ergebnisse:
VfB Bühl - SpVgg Ottenau 3:0 (2:0)
FV Würmersheim - FSV Seelbach 2:1 (1:1)