Frauenfußball-Bundesliga

SC Sand beim deutschen Meister VfL Wolfsburg

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16. August 2019
Hofft in Wolfsburg auf eine kleine Außenseiterchance: Sands Trainer Sascha Glass.

Hofft in Wolfsburg auf eine kleine Außenseiterchance: Sands Trainer Sascha Glass. ©Iris Rothe

Mit dem Gastspiel beim Deutschen Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg startet der SC Sand am Sonntag (Anpfiff 14 Uhr, AOK-Stadion) in seine sechste Saison in der Frauenfußball-Bundesliga. Für die „Wölfinnen“ beginnt die Mission Titelverteidigung, für Sand geht’s um den Klassenerhalt.

Stark verändert wurde der Kader des SC Sand, der von 23 Spielerinnen in der vergangenen Saison auf aktuell 19 geschrumpft ist. 13 Abgängen stehen neun Zugänge gegenüber, bis auf Dörthe Hoppius (MSV Duisburg) alles Spielerinnen, die noch keine Bundesliga-Erfahrung haben. Allerdings haben sich die Neuzugänge alle gut integriert und sind „hungrig“, wie Cheftrainer Sascha Glass in der siebenwöchigen Vorbereitungsphase feststellte und dies in einem Pressegespräch auch andeutete.

Schweres Auftakt-Programm
VfL Wolfsburg, SGS Essen, SC Freiburg und dann Bayern München – auf dem Papier kann das Auftaktprogramm des SC Sand kaum schwerer sein – Meister und Pokalsieger, Pokalfinalist und dann der Vizemeister. Da wären null Punkte nach 360 Spielminuten keine große Überraschung. Doch da schüttelt Sascha Glass den Kopf. „Man tut sich keinen Gefallen, wenn man so denkt“, ist seine Mahnung. „Natürlich habe ich nicht gejubelt, als ich das Auftaktprogramm gelesen habe. Aber wir haben vergangene Saison zum Beispiel gegen die Bayern und den SC Freiburg jeweils zweimal unentschieden gespielt“, blickt der Coach nicht mutlos den Partien entgegen, wohlwissend aber, „dass das von Jahr zu Jahr immer schwieriger wird, weil die sich immer mehr verstärken.“ So auch für die laufende Saison.

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VfL hat Weltklasse im Kader
Ein Beweis für Sands Trainer mit Wolfsburger Vergangenheit, dass die Liga-Spitze immer stärker wird, sah er am Mittwoch vor einer Woche live in Österreich, als der Deutsche Meister VfL Wolfsburg den englischen Champion Arsenal London mit 3:0 geschlagen hat. „Da war schon ein Klassenunterschied zu erkennen. Die Wölfinnen sind noch einen Tick stärker als in der vergangenen Runde. Sie haben ein enormes Tempo und absolute Weltklasse im Kader. Der VfL hätte auch deutlich höher gewinnen können, ja müssen“, hat Sands Coach großen Respekt vor dem Auftaktgegner am Sonntag. Legt man dann noch die 16 Gegentreffer zu Grunde, die der SC Sand in zwei Spielen (0:9 und 0:7) der vergangenen Saison gegen den VfL kassierte, dann weiß man, welche Aufgabe der Dorfverein in der Autostadt vor der Brust hat.

Voll oder Klett
Bei den Pleiten der vergangenen Saison stand Nationalspielerin Carina Schlüter beim SC zwischen den Pfosten, die zu den Bayern nach München abgewandert ist. Charlotte Voll (Paris SG) oder Manon Klett (Gütersloh 2000), zwei Neuzugänge, sind die Nachfolgerinnen. Wer von beiden soll ein erneutes Schützenfest verhindern, wer bekommt den Vorzug am Sonntag?. Eine direkte Antwort gab Sascha Glass (noch) nicht. Beide haben bisher auf den Coach einen guten Eindruck gemacht. Eine Entscheidung, wer von beiden in der Startformation ins AOK-Stadion
einlaufen wird, ist das Geheimnis des Trainers, der die Entscheidung beiden Torhüterinnen persönlich mitteilen wird, wie er im Pressegespräch informierte.

Almuth Schult verletzt
Auf der anderen Seite fehlt beim VfL Almuth Schult, die Nationalkeeperin wurde an der Schulter operiert und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Beim SC Sand steht hinter dem Einsatz von Michaela Brandenburg und Jasmin Sehan noch ein Fragezeichen, beide waren am Wochenbeginn angeschlagen.

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