Fußball

SC Sand hadert mit Gelb-Roter Karte

Autor: 
Udo Künster
Lesezeit 3 Minuten
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11. September 2017
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Verena Aschauer (l.), Österreicherin im Trikot des SC Sand, achtet hier weniger auf Haltungsnoten, wichtiger ist der Gewinn des Zweikampfs in der Partie gegen den VfL Wolfsburg.

Verena Aschauer (l.), Österreicherin im Trikot des SC Sand, achtet hier weniger auf Haltungsnoten, wichtiger ist der Gewinn des Zweikampfs in der Partie gegen den VfL Wolfsburg. ©Ulrich Marx

Nach einer starken Leistung in der torlosen ersten Halbzeit unterlag Frauen-Fußball-Erstli-
gist SC Sand dem deutschen Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg deutlich mit 0:4. Der starken Offensive der Gäste konnte Sand nach der Gelb-Roten Karte gegen Jana Vojtekova nichts mehr entgegensetzen.

Den Heimauftakt am Samstag gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber VfL Wolfsburg hatte sich Sands Trainer Sascha Glass anders vorgestellt. Vier Gegentreffer, Gelb-Rot nach 65 Minuten gegen Jana Vojtekova und einige Entscheidungen der Schiedsrichterin gegen seine Mannschaft, die der sonst eher ruhig agierende SC-Trainer nicht unkommentiert hinnehmen wollte. »Wir haben in der ersten Halbzeit alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Doch Gelb-Rot war in dieser Situation gegen Jana nicht richtig. Dann muss man es auf beiden Seiten geben«, kritisierte Sascha Glass, der kurz nach dem 0:2 von der Bank verwiesen worden ist.

Sand trat im eigenen Orsay-Stadion wie schon in den beiden Endspielen im DFB-Pokal gegen den deutschen Meister forsch auf und ließ das Offensivspiel des VfL nicht zur Entfaltung kommen. So ergab sich bis zur Halbzeit auf beiden Seiten jeweils eine Chance. Caroline Hansen scheiterte mit einem Schuss aus 18 Metern an SC-Torfrau Carina Schlüter (28.), und Almuth Schult parierte eine Direktabnahme von Verena Aschauer (41.). 

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Wolfsburg setzte Sand zu Beginn der zweiten Halbzeit stärker unter Druck, Carina Schlüter verhinderte gegen die allein vor ihr stehende Ewa Pajor mit einer Glanztat den Rückstand (48.). Über die linke Angriffsseite bereitete Tessa Wullaert dann die Wolfsburger Führung vor. Ihre Flanke in den Rücken der Abwehr verwandelte Pernille Harder zum 0:1 (50.). Dann folgte Gelb-Rot gegen Jana Vojtekova (65.), und die Ordnung ging dadurch verloren. Mit einem Flugkopfball erhöhte Alexandra Popp nach Freistoß von Lena Goeßling gegen die in Unterzahl spielenden Gastgeberinnen auf 0:2 (68.). Mit einem Flachschuss traf Noelle Maritz zum 0:3 (80.) ins lange Eck, und Zsanett Jakabfi stellte im Nachsetzen den 0:4-Endstand sicher, nachdem Carina Schlüter zuerst gegen die durchbrechende Pernille Harder noch klären konnte und deren zweiter Versuch vom Pfosten abprallte. 

»Das Ergebnis wäre nicht nötig gewesen, meine Mannschaft war in der ersten Halbzeit richtig gut«, sagte Sascha Glass, der mit dem SC Sand nach der nun folgenden Länderspielpause am 24. September beim 1. FFC Frankfurt zu Gast ist, bei dem er zwischen 2012 und 2014 als Trainer tätig war.  

SC Sand – VfL Wolfsburg 0:4 (0:0)
Sand:
Schlüter; Caldwell, Tietge, Vetterlein, Vojtekova, Feiersinger, van Bonn, Wagner (80. Gaugigl), Aschauer, Burger, Meyer (75. Arnold).
Wolfsburg: Schult; Blässe, Fischer, Peter (80. Bernauer), Maritz, Goeßling, Gunnarsdottir, Hansen (59. Popp), Wullaert (59. Jakabfi), Harder, Pajor.
Zuschauer: 1142 – Schiedsrichterin: Kathrin Heimann (Gladbeck).
Tore: 0:1 Harder (50.), 0:2 Popp (68.), 0:3 Maritz (80.), 0:4 Jakabfi (84.)
Gelb-Rot: Jana Vojtekova (65.). 

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