Fußball

SC Sand hat aus dem Vorjahr gelernt

Autor: 
Udo Künster
Lesezeit 3 Minuten
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26. Mai 2017
Isabelle Meyer (l.), hier im Laufduell mit Wolfsburgs Marie-Joelle Wedemeyer, hofft mit dem SC Sand auf den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Isabelle Meyer (l.), hier im Laufduell mit Wolfsburgs Marie-Joelle Wedemeyer, hofft mit dem SC Sand auf den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. ©Ulrich Marx

Zum zweiten Mal in Folge treffen am Samstag um 16.15 Uhr der SC Sand und der VfL Wolfsburg im DFB-Pokalfinale der Frauen aufeinander. Gegen den amtierenden Pokalsieger und frisch gebackenen deutschen Meister erhalten die Sanderinnen im Kölner Rhein-Energie-Stadion wie schon 2016 eine stimmgewaltige Unterstützung aus dem südbadischen Raum.

Nach zwei Siegen zum Saisonabschluss in der Frauen-Bundesliga reisen die Frauen des Ortenauer Fußbal-Erstligisten SC Sand selbstbewusst zum DFB-Pokalfinale nach Köln. Die Atmosphäre ist dem Großteil der Sander Spielerinnen aus dem Vorjahr vertraut. Von der Startelf, die 2016 bei der ersten Sander Finalteilnahme im Rhein-Energie-Stadion auflief, stehen bis auf Torfrau Kristina Kober und Innenverteidigerin Julia Zirnstein noch alle Akteurinnen im Kader. 

Nicht ohne Chance

Gegen den Vorjahresgegner, Pokalsieger von 2015 und 2016 sowie frisch gebackenen deutschen Meister VfL Wolfsburg geht Sand zwar als Außenseiter, aber nicht ohne Chancen in die Begegnung. Vor einem Jahr war dem SC Sand noch eine Anfangsnervosität anzumerken, die in einem frühen Gegentreffer endete. Nach 20 Minuten fanden die Ortenauerinnen aber ins Spiel und hatten nach dem Ausgleichstreffer von Jovana Damnjanovic einige gute Chancen. Bis zur verletzungsbedingten Auswechslung von Damnjanovic gab der SC den Ton an, am Ende fehlten die Kräfte und Zsanett Jakabfi gelang der glückliche, am Ende aber verdiente Siegtreffer für Wolfsburg. 

Während es im Vorfeld des Finals 2016 auch zu Sticheleien aus Richtung der »Wölfe« kam, blieb es in dieser Saison ruhig. Für VfL-Coach Ralf Kellermann wird es das letzte Spiel als Trainer sein und er wird die Mannschaft mit einem Sieg an seinen Nachfolger übergeben wollen. Wolfsburg hat mit einer starken Rückrunde die Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht und nur eine Niederlage kassiert. 

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Chojnowski und Meier nicht dabei

»Wir sehen eine kleine Chance und träumen davon, die wahrzunehmen«, sagt Richard Dura, für den es ebenfalls das letzte Spiel als Sander Trainer sein wird. In den vergangenen Wochen habe die Mannschaft kleine Schritte nach vorne gemacht, auch wenn es nicht immer am Ergebnis festzumachen war. »Manchmal haben wir uns selbst um die Früchte der Arbeit gebracht, daher waren die beiden Siege zum Saisonabschluss ohne Gegentreffer wichtig«, erklärt Dura, der anscheinend auf den Kader bauen kann, der zuletzt spielte. Bis auf Silvana Chojnowski und Saskia Meier, die sich im Spiel der zweiten Mannschaft eine Bänder- und Kapselverletzung zuzogen, können alle die Reise nach Köln antreten. Wer letztendlich spielt, wird Richard Dura spontan entscheiden. Startelfgarantien spricht er nicht aus. 

Empfang am Sonntag

Egal, wie das Spiel endet: Am Sonntag wird die Mannschaft auf dem Sander Dorfplatz geehrt. Ab 14 Uhr wird auf die Ankunft der Pokal-
finalistinnen mit Musik und Bewirtung eingestimmt. 

Nicht nur die Einnahmen aus dem DFB-Pokal, im Vorjahr waren es rund 180 000 Euro, sondern auch ein neuer Ausrüstervertrag über vier Jahre mit Sportartikel-Hersteller Erima spülen einen warmen Geldregen in die Kassen des SC Sand. 

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