Frauenfußball-Bundesliga

SC Sand: Heimsieg gegen Schlusslicht Meppen ist Pflicht

Autor: 
Heiko Borscheid
Lesezeit 3 Minuten
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19. November 2020
Mittelfeldspielerin Marina Geogieva (l.) hatte sich gegen Essen am Fuß verletzt. Nach einem Spiel Pause kann die Österreicherin gegen Meppen wieder spielen.

Mittelfeldspielerin Marina Geogieva (l.) hatte sich gegen Essen am Fuß verletzt. Nach einem Spiel Pause kann die Österreicherin gegen Meppen wieder spielen. ©foto2press

Im dritten Heimspiel in Folge will Frauen­fußball-Bundesligist SC Sand (10./6 Punkte) am Sonntag, 14 Uhr, gegen Aufsteiger SV Meppen endlich etwas Zählbares einbehalten. Nach den jüngsten Niederlagen zu Hause gegen Essen (1:3) und Hoffenheim (0:3) steht der Tabellendrittletzte gegen das Schlusslicht in der Pflicht. „Wenn wir dieses Spiel nicht gewinnen, dann müssen wir die Punkte anderweitig holen, was ungleich schwerer werden wird“, nimmt der Sportliche Leiter Sascha Reiß die SC-Frauen in die Pflicht. 

 

Aufgrund des jüngsten Auftritts gegen die TSG Hoffenheim glaubt Reiß allerdings fest an einen Heimsieg. „Die Leistung gegen Hoffenheim hätte gegen viele Gegner für einen Sieg gereicht. Wenn wir gegen Meppen gewinnen, stehen wir mit neun Punkten ganz passabel da.“ Ein Spieltag später – der allerdings wegen der Länderspiele und des DFB-Pokals erst Mitte Dezember stattfindet – endet die Hinrunde für den SC Sand bei Bayer 04 Leverkusen.

Schwäche bei Standards abstellen
Sands Trainerin Nora Häuptle will ihre Mannschaft nicht mit dem Druck eines ­„Alles-oder-Nichts“-Spieles aufs Feld schicken. „Ich hänge diese Partie nicht so hoch“, sagte die Schweizerin vor dem Meppen-Spiel. Für sie geht es vor allem darum, endlich die Sander Schwächen bei ­Standards des Gegners abzustellen. Denn damit bringt sich der SC Sand Woche für Woche um den ­verdienten Lohn. Mit einer ähnlichen Leistung wie zuletzt in der zweiten Halbzeit gegen Essen oder über 70 Minuten hinweg gegen Hoffenheim, dürfte dann im dritten Heimspiel in Folge ein Dreier für die Ortenauerinnen greifbar sein.

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Quartett kehrt zurück
Auch personell hat Nora Häuptle wieder mehr Alternativen. Mit Patrycja Balcer­zak (Schwellung am Mittelfuß), Marina Georgieva (Verletzung am Sprunggelenk), Laura Kovacs (positiver Corona-Test) und Dora Süle (Bänderriss im Sprunggelenk) kehrt vier Spielerinnen in den Kader zurück, die zuletzt gefehlt hatten. Das Quartett hat diese Woche bereits wieder trainiert. Damit fehlt gegen Meppen nur Torfrau Jasmin Pal wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk.

Gäste noch ohne Sieg
Der SV Meppen hat bisher zwar noch keine Partie gewonnen und kommt mit lediglich zwei Zählern auf dem Konto (0:0 in Duisburg, 2:2 zu Hause gegen Potsdam) in den Süden der Republik, ist aber nicht zu unterschätzen. Meppen steht mit dem Rücken zur Wand: Nur ein Sieg im Kühnmatt-Stadion hilft dem Aufsteiger, bei dem die Ex-Sanderin Agnieszka Winczo aus Polen im Angriff spielt, weiter. Dann würde der Abstand zwischen den beiden Kontrahenten nur noch einen Punkt betragen. 
Das will der Frauenfußball-Bundesligist aus dem Hanauerland unbedingt verhindern, denn dann wird es mit dem Klassenerhalt eng. Beim SC Sand laufen aber bereits die Planungen für eine weitere Bundesliga-Saison. Anfang Dezember wird eine Vollzeit-Physio-Stelle besetzt werden, und zum 1. Januar hat der SC Sand eine Vollzeit-Stelle als ­Co-Trainer mit Schwerpunkt Videoanalyse ausgeschrieben.

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