Nora Häuptle als neue Trainerin

Einziger weiblicher Coach der Frauenfußball-Bundesliga in Sand

Autor: 
Heiko Borscheid/Rüdiger Rüber
Lesezeit 3 Minuten
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25. August 2020
Sands Manager Gerald Jungmann (l.) und der Sportliche Leiter Sascha Reiß präsentierten am Montagnachmittag Nora Häuptle als neue Trainerin des Frauen-Bundesligisten.

Sands Manager Gerald Jungmann (l.) und der Sportliche Leiter Sascha Reiß präsentierten am Montagnachmittag Nora Häuptle als neue Trainerin des Frauen-Bundesligisten. ©Jessica Prelle

Nora Häuptle aus der Schweiz übernimmt das Traineramt beim Frauen-Bundesligisten SC Sand. SC-Manager Gerald Jungmann und der Sportliche Leiter Sascha Reiß sind hochzufrieden. Der Vertrag beginnt am 1. September.

Es hat lange gedauert, doch am Ende konnten die Verantwortlichen des Frauen-Bundesligisten SC Sand ihre Wunsch-Personalie für die Nachfolge von Trainer Sven Thoß, von dem man sich nach nur einem halben Jahr nach Ablauf der vom Coronavirus geprägten Saison Ende Juni getrennt hatte, klären.

Fünf Wochen nach dem Start der Vorbereitung auf die am 6. September mit einem Auswärtsspiel beim Vizemeister FC Bayern München beginnende neue Spielzeit präsentierten der geschäftsführende Vorstand und SC-Manager Gerald Jungmann und der sportliche Leiter Sascha Reiß am gestrigen Montagnachmittag dem SC-Team die Schweizerin Nora Häuptle als neue Trainerin. Der Vertrag der 36 Jahre alten U19-Nationaltrainerin der Eidgenossinnen beginnt am 1. September. Über die Laufzeit wurde keine Angabe gemacht.

„Wunschtrainerin“
„Ich bin total happy. Sie bringt alles mit, um unsere junge Mannschaft zu formen und auf ein neues Niveau zu heben. Heute ist ein guter Tag für den SC Sand“, kommentierte Sascha Reiß die Verpflichtung, an der man lange gearbeitet hatte. Auch Gerald Jungmann ist hochzufrieden: „Mit Nora Häuptle ist es uns gelungen, unsere Wunschtrainerin zu verpflichten. Nach mehreren intensiven Gesprächen wussten wir, sie ist die ideale Trainerin für den SC Sand und eine Bereicherung nicht nur für das Bundesliga-Team, sondern für den gesamten Verein. Ich bin davon überzeugt, dass sie die Mannschaft weiterentwickeln wird.“

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Nora Häuptle besitzt die Fußballlehrer-Lizenz und ist aktuell in der Schweiz auch noch Leiterin des Nachwuchs-Förderprojektes „Footura“. Sie verlässt nach fünf Jahren den Schweizerischen Fußballverband (SFV). Die 36-Jährige betreut bis zum Ende des geplanten Länderspiel-Fensters im September parallel die Schweizer U-19-Auswahl. „Die Verantwortlichen des SC Sand haben mir signalisiert, dass sie mich unbedingt wollen“, sagte Nora Häuptle. „In dieser neuen Tätigkeit kann ich meine Erfahrungen aus der Talententwicklung beim SFV hervorragend einbringen und Neues gestalten.“

Rainer Hannig bleibt Co-Trainer
Interims-Coach Sascha Reiß konzentriert sich künftig wieder auf seine Aufgaben als Sportlicher Leiter. „Es hat Spaß gemacht“, kommentierte der ehemalige Oberliga-Trainer der Fußballer des SV Linx seinen Aushilfsjob. Weiterhin Co-Trainer der Sander Frauen, die am Samstag, 17 Uhr, im elsässischen Sarre Union ein weiteres Testspiel gegen den französischen Erstligisten Stade Reims bestreiten, bleibt Rainer Hannig, der Sascha Reiß in den letzten fünf Wochen bei der Trainingsarbeit unterstützt hatte.
Der SC Sand ist nun der einzige Bundesligist, bei dem eine Frau in der kommenden Spielzeit an der Außenlinie das Sagen hat. Außerdem ist Nora Häuptle, die bislang in Bern lebte, nun aber in die Ortenau umzieht,  die erste Schweizerin, die in der Frauen-Bundesliga als Cheftrainerin tätig sein wird.

Lob von Voss-Tecklenburg
Auch Martina Voss-Tecklenburg, Deutschlands Frauen-Nationaltrainerin, schätzt Nora Häuptle. „Sie ist akribisch, ehrgeizig, hat eine klare Spielidee, sieht viele Details und kann sie den Spielerinnen vermitteln. Sie macht sehr viele Dinge besonders gut“, urteilte die frühere Schweizer Nationaltrainerin über ihre ehemalige Co-Trainerin.
„Mit Nora Häuptle verlieren wir eine sehr erfahrene und höchst engagierte Trainerin. Sie hat in ihrer Zeit viele Talente geformt und ans A-Nationalteam herangeführt. Wir bedauern ihren Abgang sehr und freuen uns aber gleichzeitig, dass sie als Schweizerin in einer der besten Ligen Europas tätig sein wird“, sagte auch Tatjana Haenni, Direktorin Frauenfußball beim SFV.

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