Fußball-Bundesliga

Schlotterbeck-Brüder im Fokus vor SC-Gastspiel in Berlin

Autor: 
Daniela Frahm
Lesezeit 3 Minuten
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18. Oktober 2019

Die Innenverteidiger-Brüder Keven (l.) und Nico Schlotterbeck könnten am Samstag an der Alten Försterei in Berlin aufeinandertreffen. ©dpa

Nach drei Siegen in drei Auswärtsspielen reist der SC Freiburg voller Selbstvertrauen zum Aufsteiger Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr) und könnte mit einem weiteren Dreier einen neuen Vereinsrekord aufstellen. Im Vorfeld der Partie ist das mögliche Duell der Schlotterbeck-Brüder ein großes Thema.

Nachdem ­Nico Schlotterbeck in den ersten drei Saisonspielen etwas überraschend zur Startelf des SC Freiburg gehörte, hat der 19-Jährige seinen Platz in der Dreierkette nach der bislang einzigen Niederlage gegen Köln und der ersten Länderspielpause an Dominique Heintz verloren. Der 26-Jährige hatte in der Vorsaison als einziger Freiburger alle 34 Spiele gemacht und dürfte nun auch in Berlin wieder die Nase vor seinem jüngeren Konkurrenten haben. Schlotterbeck war zuletzt zweimal für die deutsche U 21 im Einsatz und konnte sich unter anderem mit einem Tor vor allem Nationaltrainer Stefan Kuntz empfehlen. „Mit dem Ball hat er richtig gut gespielt, gegen sehr gute Spanier“, sagte SC-Trainer Christian Streich, in der Defensive müsse er hingegen noch lernen, „die Aufmerksamkeit hochzuhalten“.

Gemischte Gefühle

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Einem Duell mit seinem knapp drei Jahre älteren Bruder Keven, der in dieser Saison vom Sport-Club an Union ausgeliehen ist, sieht Nico ohnehin mit gemischten Gefühlen entgegen. Wenn sie nicht unentschieden spielen, sei schließlich einer von beiden unglücklich. Die Familie hingegen freut sich darauf, beide in einem Stadion sehen zu können. Normalerweise teilen sich Mutter und Vater auf, haben aber jeweils Trikots von beiden Vereinen.
Keven ist in Berlin schon fünfmal zum Einsatz gekommen, viermal in der Liga und einmal im Pokalspiel in Halberstadt, wo er sein erstes Tor für Union erzielt hat. Zwei Spiele war er wegen einer Roten Karte gesperrt. „Es ist gut, dass er spielen kann und er macht es bisher gut“, sagte Streich. Wenn Union-Trainer Urs Fischer wie zuletzt beim 0:1 in Wolfsburg wieder auf eine Dreierkette setzt, darf auch Keven wieder auf einen Platz in der Startelf hoffen. Dabei spielt es für ihn keine Rolle, dass es gegen seinen Stammverein geht, er will „alles für Union reinwerfen“, denn nach vier Niederlagen in Folge werde es für den Aufsteiger „Zeit, dass wir mal wieder einen Gegner schlagen“.

Enthusiastische Fans

Deshalb rechnet Streich mit einer „hochaggressiven Mannschaft“, die „mit aller Macht versuchen wird, das Heimspiel zu gewinnen“, denn dann würden sie mit sieben Punkten auch gar nicht so schlecht dastehen. Union habe zwar viermal in Folge verloren, sei bei der jüngsten Niederlage in Wolfsburg aber „voll auf Augenhöhe“ gewesen. „Sie spielen Fußball und haben eine klare Strategie, es fehlt ihnen manchmal nur ein Stück Effizienz“, sagte Streich. Zudem haben sie enthusiastische Fans im Rücken, vor denen der SC-Coach genauso viel Respekt hat wie vor der Mannschaft. „Es wird wahnsinnig laut, aber ich kann mir ja Ohrstöpsel reinmachen.“
Als der Sport-Club zuletzt im Mai 2015 in der zweiten Liga in der Alten Försterei zu Gast war, hat er 1:2 verloren. Es war allerdings das letzte Saisonspiel, vor dem die Freiburger schon als Meister und Aufsteiger feststanden. Diesmal stehen beide Teams unter deutlich größerem Druck. Und sie werden in nur anderthalb Wochen erneut aufeinandertreffen, wenn Union zum Zweitrundenspiel im DFB-Pokal (29. Oktober, 18.30 Uhr) nach Freiburg kommt. Dann ist ein Bruderduell der Schlotterbecks wahrscheinlicher, denn in diesem Spiel dürften beim SC angesichts des großen Kaders auch einige zum Zug kommen, die zuletzt nur eingewechselt wurden oder auf der Bank saßen.

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