Lokalsport

Sdunek ist heiß auf Spielanteile

Autor: 
Rüdiger Rüber
Lesezeit 4 Minuten
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23. September 2006
Daniel Sdunek hat die Schnauze voll – nicht von seinem neuen Club TV Willstätt-Ortenau, mit dem der Torhüter morgen (17.00 Uhr/Hanauerlandhalle) in der 2. Handball-Bundesliga gegen den ThSV Eisenach nach dem Überraschungscoup in Friesenheim den ersten Heimsieg einfahren will, sondern von seiner Wohnungssituation. »Ich lebe seit drei Monaten aus der Kiste. Ich freue mich, wenn ich endlich wieder meine eigenen Möbel habe«, stöhnt der 26-Jährige genervt. Seit Sdunek Anfang Juli vom Bundesligisten HSG Düsseldorf in die Ortenau kam, wohnt er bei Mitspielern oder im Gasthaus – wie derzeit im Rössel in Willstätt. Die Wohnungssuche gestaltete sich schwieriger als erwartet. Seine Möbel und anderen Sachen wurden bei der Firma Hilzinger zwischengelagert. Ab 1. Oktober hat das Vagabundieren nun ein Ende, dann bezieht der Torhüter eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Zell-Weierbach. »Endlich«, meint der Ex-Düsseldorfer erleichtert, der nun auch die Suche nach einer Ausbildungsstelle im kaufmännnischen Bereich in Angriff nehmen will. Ein Betriebswirtschafts-Studium hat er abgebrochen. »Das lag mir nicht«, erklärt der Handballer, der beim TV Willstätt-Ortenau einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat. Aber nicht nur wegen des Fehlens der geeigneten vier Wände war der Start von Daniel Sdunek in der Ortenau holprig. Nach einer schweißtreibenden und sehr intensiven Vorbereitung (»Ich habe noch nie so hart gearbeitet«) zwang den letztjährigen Erstliga-Keeper eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel, der Pokal-Niederlage beim Regionalligisten Kronau-Östringen II, eine starke und hartnäckige Bronchitis in die Knie – zwischenzeitlich wurde sogar eine Lungenentzündung vermutet. »Ich habe gepfiffen wie ein Wasserkessel. Das war wenig prickelnd«, sagt Sdunek im Rückblick lächelnd. Im Pokalspiel ging deshalb nach fünf Minuten nichts mehr, eine Woche später im ersten Heimspiel gegen den Bergischen HC (24:24) war er zwar vor der Pause noch etwas schlapp, doch in der zweiten Hälfte deutete er dann bereits an, dass er den zum Bergischen HC gewechselten Toptorhüter Ivan Zoubkoff ersetzen kann. Am Mittwoch beim 34:30-Sieg in Friesenheim legte er noch einmal eine Schippe drauf, hatte mit 19 gehaltenen Bällen großen Anteil an der Überraschung. Gebürtiger Essener »Ich bin noch nicht wieder hundertprozentig fit. Ich kann noch besser halten«, nimmt sich Daniel Sdunek vor dem morgigen Heimspiel gegen Eisenach selbst in die Pflicht. Schließlich will er »einer Nummer eins gerecht werden.« Denn der sympathische junge Mann will spielen und zeigen, dass er ein Top-Torhüter ist. Das war auch einer der Gründe, warum er den Bundesligisten Düsseldorf nach drei Jahren verließ. Vor allem im letzten Jahr stand der gebürtige Essener, der beim TuSEM in der Jugend und anschließend in der ersten und vor allem in der zweiten Mannnschaft spielte, im Schatten des litauischen Nationaltorhüters Almantas Sabonis. »Daniel ist heiß auf Spielanteile. Er ist ein Torwart, an dem wir noch viel Freude haben werden«, lautet das Urteil seines neuen Trainers Goran Suton. Vor allem die Bälle von Außen und von sechs Metern seien seine Stärke. Dass sich Daniel Sdunek, der auch mit dem letztjährigen Zweitligisten Solingen verhandelte, im April für Willstätt entschied, lag auch an seiner in Köln lebenden Freundin Julia. Sie stammt aus Karlsruhe und wollte eigentlich mit in die Ortenau umziehen. »Das hätte gepasst«, so Sdunek. Doch kurzfristig bekam die 30-jährige Sportökonomin ein interessantes berufliches Angebot einer Agentur, die Fußball-Rechte vermarktet, und blieb in der Domstadt. »Jetzt gibt’s halt eine Wochenend-Beziehung. Das geht schon«, versucht Daniel Sdunek das Beste aus der alles andere als optimalen privaten Situation zu machen und hat sich eine Bahncard gekauft. Das Beste ist auch sportlich sein Ziel. Willstätts neue Nummer eins hat dies in Friesenheim bereits gezeigt, morgen in der Hanauerlandhalle gegen Eisenach soll die Fortsetzung folgen.
Daniel Sdunek hat die Schnauze voll – nicht von seinem neuen Club TV Willstätt-Ortenau, mit dem der Torhüter morgen (17.00 Uhr/Hanauerlandhalle) in der 2. Handball-Bundesliga gegen den ThSV Eisenach nach dem Überraschungscoup in Friesenheim den ersten Heimsieg einfahren will, sondern von seiner Wohnungssituation. »Ich lebe seit drei Monaten aus der Kiste. Ich freue mich, wenn ich endlich wieder meine eigenen Möbel habe«, stöhnt der 26-Jährige genervt. Seit Sdunek Anfang Juli vom Bundesligisten HSG Düsseldorf in die Ortenau kam, wohnt er bei Mitspielern oder im Gasthaus – wie derzeit im Rössel in Willstätt. Die Wohnungssuche gestaltete sich schwieriger als erwartet. Seine Möbel und anderen Sachen wurden bei der Firma Hilzinger zwischengelagert. Ab 1. Oktober hat das Vagabundieren nun ein Ende, dann bezieht der Torhüter eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Zell-Weierbach. »Endlich«, meint der Ex-Düsseldorfer erleichtert, der nun auch die Suche nach einer Ausbildungsstelle im kaufmännnischen Bereich in Angriff nehmen will. Ein Betriebswirtschafts-Studium hat er abgebrochen. »Das lag mir nicht«, erklärt der Handballer, der beim TV Willstätt-Ortenau einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat. Aber nicht nur wegen des Fehlens der geeigneten vier Wände war der Start von Daniel Sdunek in der Ortenau holprig. Nach einer schweißtreibenden und sehr intensiven Vorbereitung (»Ich habe noch nie so hart gearbeitet«) zwang den letztjährigen Erstliga-Keeper eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel, der Pokal-Niederlage beim Regionalligisten Kronau-Östringen II, eine starke und hartnäckige Bronchitis in die Knie – zwischenzeitlich wurde sogar eine Lungenentzündung vermutet. »Ich habe gepfiffen wie ein Wasserkessel. Das war wenig prickelnd«, sagt Sdunek im Rückblick lächelnd. Im Pokalspiel ging deshalb nach fünf Minuten nichts mehr, eine Woche später im ersten Heimspiel gegen den Bergischen HC (24:24) war er zwar vor der Pause noch etwas schlapp, doch in der zweiten Hälfte deutete er dann bereits an, dass er den zum Bergischen HC gewechselten Toptorhüter Ivan Zoubkoff ersetzen kann. Am Mittwoch beim 34:30-Sieg in Friesenheim legte er noch einmal eine Schippe drauf, hatte mit 19 gehaltenen Bällen großen Anteil an der Überraschung. Gebürtiger Essener »Ich bin noch nicht wieder hundertprozentig fit. Ich kann noch besser halten«, nimmt sich Daniel Sdunek vor dem morgigen Heimspiel gegen Eisenach selbst in die Pflicht. Schließlich will er »einer Nummer eins gerecht werden.« Denn der sympathische junge Mann will spielen und zeigen, dass er ein Top-Torhüter ist. Das war auch einer der Gründe, warum er den Bundesligisten Düsseldorf nach drei Jahren verließ. Vor allem im letzten Jahr stand der gebürtige Essener, der beim TuSEM in der Jugend und anschließend in der ersten und vor allem in der zweiten Mannnschaft spielte, im Schatten des litauischen Nationaltorhüters Almantas Sabonis. »Daniel ist heiß auf Spielanteile. Er ist ein Torwart, an dem wir noch viel Freude haben werden«, lautet das Urteil seines neuen Trainers Goran Suton. Vor allem die Bälle von Außen und von sechs Metern seien seine Stärke. Dass sich Daniel Sdunek, der auch mit dem letztjährigen Zweitligisten Solingen verhandelte, im April für Willstätt entschied, lag auch an seiner in Köln lebenden Freundin Julia. Sie stammt aus Karlsruhe und wollte eigentlich mit in die Ortenau umziehen. »Das hätte gepasst«, so Sdunek. Doch kurzfristig bekam die 30-jährige Sportökonomin ein interessantes berufliches Angebot einer Agentur, die Fußball-Rechte vermarktet, und blieb in der Domstadt. »Jetzt gibt’s halt eine Wochenend-Beziehung. Das geht schon«, versucht Daniel Sdunek das Beste aus der alles andere als optimalen privaten Situation zu machen und hat sich eine Bahncard gekauft. Das Beste ist auch sportlich sein Ziel. Willstätts neue Nummer eins hat dies in Friesenheim bereits gezeigt, morgen in der Hanauerlandhalle gegen Eisenach soll die Fortsetzung folgen.

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