2. Fußball-Bundesliga

Sechs-Punkte-Spiel für den Karlsruher SC

Autor: 
Hans Falsehr
Lesezeit 3 Minuten
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19. November 2020
Karlsruhes Trainer Christian Eichner (l.) und sein Torjäger Philipp Hofmann wollen den Karlsruher Aufwärtstrend in Braunschweig fortsetzen.

Karlsruhes Trainer Christian Eichner (l.) und sein Torjäger Philipp Hofmann wollen den Karlsruher Aufwärtstrend in Braunschweig fortsetzen. ©dpa

Von einem „Sechs-Punkte-Spiel“ möchte KSC-Trainer Christian Eichner nicht sprechen. „Dazu ist es am achten Spieltag noch zu früh in der Saison.“ Trotzdem: Wenn der Karlsruher SC (15./sieben Punkte) am Samstag (13 Uhr) beim Aufsteiger Eintracht Braunschweig (14./acht Punkte) zu Gast ist, geht es um drei wichtige Zähler – gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

 

Eichner erwartet in Braunschweig eine ähnlich „herausfordernde Aufgabe“ für seine Schützlinge, wie vor zwei Wochen beim 3:0-Sieg beim FC St. Pauli. Denn vergleichbar mit den Hanseaten verfüge die Eintracht in der Offensive über „Größe“ und „Schnelligkeit“ sowie hinter Nick Proschwitz (bisher drei Tore) und Fabio Kaufmann in Person von Martin Kobylanski auch über „Kreativität“. Insgesamt, so Eichner weiter, seien die Gastgeber „in allen Mannschaftsteilen“ qualitativ gut bestückt. 

Aufsteiger zu Hause noch ungeschlagen
Außerdem ist der Aufsteiger zuhause, trotz, so Eichner, „anspruchsvoller Gegner“, noch ungeschlagen und hat gegen Kiel (0:0), Bochum (2:1) und Nürnberg (3:2) sieben Punkte eingespielt. Aber auch der FC St. Pauli musste gegen den KSC seine erste Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen, und der Karlsruher Torjäger Philipp Hofmann (vier Treffer), der vor seinem Wechsel in den Wildpark eineinhalb Jahre lang für die Eintracht stürmte, sagt: „Das wird zwar eine sehr unangenehme Auseinandersetzung, sehr körperbetont. Aber wir fahren dort hin, um zu gewinnen.“ In seinen Augen hat der KSC ein paar Punkte zu wenig auf dem Konto. Seit dem Heimsieg gegen Sandhausen „geht die Tendenz bei uns aber klar nach oben“. Denn es folgten das 1:1 in Nürnberg, die durch einen Handelfmeter in der Nachspielzeit mehr als unglücklichen Heimniederlage gegen Darmstadt (3:4) und der 3:0-Erfolg am Millerntor.

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Vorne ist wieder Effektivität nötig
Um auch in Braunschweig zumindest punkten, vielleicht sogar siegen zu können, „brauchen wir eine ähnlich gute Leistung, wie in Hamburg“, ist sich Christian Eichner im Klaren. Das heißt: „Wir müssen defensiv gut stehen und die richtige Mischung finden: wann attackieren wir den Gegner früh, bzw. wann lassen wir Braunschweig kommen.“ Und „vorne“, im Umsetzen seiner Möglichkeiten in zählbaren Erfolg, müsse der KSC wieder sehr effektiv sein.
In puncto „Torgefährlichkeit“ habe seine Mannschaft zwar schon zugelegt, sagt Christian Eichner, aber da sei noch Luft nach oben. Vor allem von den Außenpositionen fordert der KSC-Coach mehr Durchsetzungsvermögen, Flanken, Vorlagen und Treffer.

Gute personelle Voraussetzungen
Personell sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Gastspiel in Braunschweig gut. Außer dem langzeitverletzten Janis Hanek fällt nur Marco Djuricin wegen Problemen an der Hüfte aus. Christoph Kobald hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen. Ob der Österreicher aber auf seinen Stammplatz in der Innenverteidigung zurückkehrt, ließ Eichner gestern offen. Denn „Ersatzmann“ Daniel Gordon lieferte bei seinem Comeback in Hamburg eine fehlerfreie Leistung ab. Auch Marc Lorenz rechtfertigte am Millerntor seine erstmalige Aufstellung in der Karlsruher Startelf. 

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