Leichtathletik

Silber für Malik Skupin-Alfa, Bronze für Lorena Frühn

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17. Juli 2022
Malik Skupin-Alfa (l.) lief im 800-m-Finale taktisch hervorragend und am Ende auf Rang zwei.

(Bild 1/2) Malik Skupin-Alfa (l.) lief im 800-m-Finale taktisch hervorragend und am Ende auf Rang zwei. ©Ralf Görlitz

Der Offenburger sichert sich das Ticket für die U20-WM. Auch Weitspringer Noah Fischer Dritter. Speerwerfer Elias Fischer starker Siebter. Sprinter Alex Schnurr erstmals unter elf Sekunden.

Der Druck war da, und Malik Skupin-Alfa hat geliefert. Der 18-Jährige von der LG Offenburg wurde am Sonntag in Ulm in 1:49,80 Minuten über 800 Meter deutscher Vizemeister der U20 hinter Elija Ziem (Neubrandenburg/1:49,22) und holte sich damit das Ticket für die Weltmeisterschaft in Cali/Kolumbien (1. bis 6. August). Nachdem Skupin-Alfa im Vorlauf erst mal die Spitze davonziehen ließ und danach viel Kraft brauchte, das Feld von hinten aufzurollen, war die Devise im Endlauf klar. „Wir wussten, dass Ziem, der noch keine Norm hatte, vorn vorne laufen wird, deshalb sollte er sich direkt dahinter einreihen“, erklärte seine Mutter und Trainerin Natalie Glock. Der Sohn hielt sich an die Vorgaben, so dass Glock anschließend loben durfte: „Das war taktisch einwandfrei.“ Skupin-Alfa hat in Cali auch die Chance, für die 4x400-m-Staffel nominiert zu werden.

Busam gehandicapt

Trainingskollege Jan Busam wurde bei der U20 über 400 Meter in 48,95 Sekunden Zehnter. Mehr war angesichts einer Verletzung in der unmittelbaren Vorbereitung kaum möglich. Die 200 Meter absolvierte er in guten 22,52 Sekunden.

Mit Vanda Skupin-Alfa (U18) und Emma Jung (U20) waren zwei weiteren Athletinnen aus der Trainingsgruppe in Ulm am Start. Etwas Lehrgeld zahlte Vanda Skupin-Alfa, die über 400 Meter zu schnell angegangen war. In 58,29 Sekunden blieb sie dennoch nur fünf Hundertstel über ihrer Bestzeit. Über 800 Meter verkaufte sie sich aber unter Wert. In ihrem erst dritten 400-m-Hürdenrennen lief Emma Jung ihre zweitschnellste Zeit (65,10).

Drei Zentimeter zu Silber

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Bronze war für Speerwerferin Lorena Frühn (LG Offenburg) am Sonntag Gold wert. Zehn Tage nach ihrem Qualifikationsaus bei der U18-EM in Jerusalem rehabilitierte sich die 16-Jährige mit 49,13 m und dem dritten Rang in der U18. Nach zähem Beginn kämpfte sich die Titelverteidigerin „toll in den Wettkampf“, lobte Trainer Werner Daniels. Im fünften Versuch übernahm Frühn sogar die Führung, musste dann im Finaldurchgang aber zwei Gegnerinnen passieren lassen. Zu Silber fehlten ihr nur drei Zentimeter. „Sie lebt wieder. Und nach heute weiß sie, dass es wieder geht“, sprach Daniels danach von einem Schlüsselerlebnis: „Da ist uns beiden ein Stein vom Herzen gefallen.“

Volles Risiko 

Bronze aus dem letzten Jahr in der U18 wiederholte Weitspringer Noah Fischer (TV Herbolzheim) nun bei der U20. Ein Sicherheitssprung auf 6,97 Meter war bei schwierigen Windverhältnissen zunächst viel Wert. In den Endkampf ging Fischer als Dritter, doch im letzten Durchgang purzelten bei der Konkurrenz die sieben Meter – der Herbolzheimer war nur noch Siebter. Im letzten Sprung ging er volles Risiko, landete bei 7,27 m und auf Rang drei. „Bestleistung beim Höhepunkt. Das freut mich riesig“, so Trainer Volker Zahn.

Zweimal über 60 Meter

Richtig stark war auch die Vorstellung von Elias Fischer (TV Haslach). Der Speerwerfer übertraf mit 60,29 m und 60,79 m zweimal die 60-m-Marke und wurde in seinem ersten U18-Jahr Siebter.

Klare Verbesserung für Schnurr

Erstmals unter elf Sekunden absolvierte Alexander Schnurr (LG Offenburg) die 100 m. In 10,96 Sekunden verbesserte er trotz eines schlechten Start seine Bestzeit (11,07) deutlich, allerdings reichte es nicht fürs Halbfinale der U20. Trainer Wilhelm Seigel war aber nicht unzufrieden: „Das hat er gut gemacht. Er gehört dem jüngeren Jahrgang an, und da waren nur vier schneller.“ Und Seigel ist sicher: „Alex kann auch eine 10,80-er-Zeit laufen.“ Während aus der Trainingsgruppe von Seigel Lena Vögele, die die 400 m Hürden offensiv angegangen ist (64,76), im Rahmen ihrer Möglichkeiten blieb, hatte Daniel Weith einen unryhtmischen Lauf über 400 m Hürden (58,24) und blieb deutlich unter seinen Möglichkeiten.

Info

Ergebnisse

Deutsche Meisterschaften in Ulm:
Männliche U20:
100 m: 21. Alexander Schnurr (Offenburg) 10,96; 200 m: 16. Jan Busam (Offenburg) 22,52; 400 m: 10. Jan Busam 48,95, 15. Finn Huck (Lahr) 50,08; 800 m: 2. Malik Skupin-Alfa (Offenburg) 1:49,80; 400 m Hürden: 19. Daniel Weith (Offenburg) 58,24; Weitsprung: 3. Noah Fischer (Herbolzheim) 7,27 m.

Weibliche U20:
400 m Hürden: 21. Lena Vögele (Offenburg) 64,76, 22. Emma Jung (Offenburg) 65,10; Dreisprung: 14. Cora-Maria Burger (LG Brandenkopf) 11,48 m.

Männliche U18:
Speer: 7. Elias Fischer (Haslach) 60,79 m.

Weibliche U18:
400 m: 13. Vanda Skupin-Alfa (Offenburg) 58,29; 800 m: 14. Vanda Skupin-Alfa 2:21,62; Speer: 3. Lorena Frühn (Offenburg) 49,13 m.

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